Freesien (Freesie) - Pflanzen, Pflege, Überwintern
Freesien gehören der Familie der Schwertliliengewächsen an, sind somit enge Verwandte der Iris. Ihren Ursprung haben Freesien in Südafrika. Von dort brachten sie ihre Vorliebe für Sonne und warme Temperaturen mit.
Die ... etwa 30 bis maximal 50 cm hoch wachsende Blume trägt ihre weißen, gelben, blauen oder roten Blüten einseitig an einer Ähre. Die Anzahl der Knospen an einem Stängel hängt von der jeweiligen Sorte ab und variiert von etwa 4 bis zu 10 Stück. Einfache trichterförmige Blüten besitzen 6 Hüllblätter und sind meist etwas gebogen. Gefüllte Sorten haben wesentlich mehr Blütenblätter. Manche Freesienarten sind mehrfarbig oder entwickeln zwei bis drei Blütenähren pro Knolle. Eingebettet sind die Stängel von schmalen, grundständigen Laubblättern, die manchmal noch höher wachsen als die Blüten. Nicht nur ihr optischer Charme macht diese Blumen so reizvoll, sie bieten zusätzlich noch ein Dufterlebnis der besonderen Art. Parfümhersteller nutzen diesen einzigartigen Wohlgeruch ebenfalls.
Freesien pflanzen
Die Knollen können ...
ab Mitte Mai, wenn kein Nachtfrost mehr droht, ins Freie. Die Wachstumskraft der Freesien profitiert enorm, wenn die Freesien vor dem Pflanzen einige Zeit bei Zimmertemperatur um die 20° C verbringen. Im zeitigen Frühjahr gekaufte Knollen sollten auf jeden Fall bis zum Setzen im Warmen bleiben. Ist auf dem vorgesehenen Beet das Unkraut komplett mit Wurzeln entfernt und der Boden gut aufgelockert, kann das Pflanzen beginnen. Freesien wollen einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort. Die Freesienknollen sollten eine mindestens 5 cm dicke Erdschicht über sich haben und brauchen einen Abstand von 30 cm bis zur nächsten Pflanze. Jetzt noch den Boden leicht andrücken und wässern und das Wachstum der Pflanze kann beginnen.
Die Pflege der Freesien
Obwohl Freesien Sonnenanbeter sind, brauchen sie regelmäßig Feuchtigkeit. Bis zur Bildung der Blüten ab Juli können sie großzügig mit der Gießkanne oder mit dem Schlauch gegossen werden. Als blühende Pflanze ist der Freesie dagegen die Feuchtigkeit von oben eher unangenehm, dann sollte nur noch das Erdreich um die Knolle gewässert werden. Wahrscheinlich stammt diese Eigenart noch aus ihrer Zeit in Südafrika. Dort blühte sie stets nach einer länger anhaltenden Regenperiode, so dass im Boden genug Nässe war und kein Regen die Blüten benetzte. Die Abneigung der Freesien gegen Wasser, das direkt auf die Pflanzen trifft, erklärt auch die Tatsache, dass sie in regenreichen Sommern einfach nicht in Gang kommen. Stehen sie auf einer überdachten Terrasse in einem Pflanzkübel und sind so dem Regen nicht ausgesetzt, klappt es mit dem Blühen erheblich besser. Nachdem die Blüten verwelkt sind, bilden sich dreifächerige Früchte in der Form einer Kapsel, in denen sich die runden, braunen Samen befinden.
Freesien überwintern
Wenn der Herbst beginnt, bereiten sich die Freesien auf den nahenden Winter vor. Das trockene Laub zieht sich immer mehr ein. Da dabei die vorhandenen Nährstoffe zurück in die Knolle wandern, sollte mit dem Abschneiden des Laubes gewartet werden, bis die Zeit für die Einlagerung gekommen ist. Da Freesien überhaupt keinen Frost vertragen, müssen sie noch vor bestehender Nachtfrostgefahr aus dem Boden. Auf Zeitungspapier können die Knollen zunächst etwas trocknen, bevor sie an ihren Überwinterungsplatz kommen. Dort darf das Thermometer nicht tiefer als 15° C fallen. Ein Karton eignet sich zum Aufbewahren oder eine perforierte Tüte bzw. ein Netz. Die Knollen müssen auf jeden Fall luftig aufbewahrt werden, bis sie im folgenden Frühjahr wieder zum Einsatz kommen.
Leider gelingt das erneute Blühen der Freesien nicht immer problemlos. Wahrscheinlich wird man sich stets ein paar neue Pflanzen dazu kaufen müssen, um einen bestimmten Bestand zu halten. Dafür ist das Aussäen oftmals von Erfolg gekrönt. Deshalb lohnt es durchaus, sich für das kommende Jahr einige Samenkörner aufzuheben. Wer in seinem Garten kräftige Farben liebt und dazu noch duftintensive Blumen bevorzugt, ist mit Freesien bestens bedient. Zudem blühen sie zu einer Zeit, in der sich die bunten Frühjahrsblüher längst verabschiedet haben, und sorgen so für auflockernde Farbkleckse.
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