Herbstkrokus-Pflege, giftig?
Herbstkrokus - Blauvioletter Blütentraum
Herbstkrokusse stammen ursprünglich aus Kleinasien sowie aus den Regionen rund ums Mittelmeer.Für ein gesundes Wachstum braucht die Herbstkrokus, die sich durch ihre blauviolette Blütenfarbe auszeichnet, einen lockeren, mit Nährstoffen angereicherten Boden sowie ...
direkte Sonneneinstrahlung.
Der Boden sollte zudem nicht zu feucht und auf keinen Fall nass sein. Einzig die Krokus-Sorte Crocus speciosus, die ursprünglich auch nicht aus dem Mittelmeerraum, sondern aus deutschen Anbaugebieten stammt, verträgt auch feuchteren Boden und kann auch in schattigen Plätzen hervorragend wachsen und blühen.
Der Herbstkrokus gehört zu den sogenannten Knollengewächsen, die auch als Zwiebelgewächse bezeichnet werden. Beim Auspflanzen wird die Knolle bzw. Zwiebel der Herbstkrokus rund sechs bis zehn Zentimeter tief in den Boden eingepflanzt. Die Pflanzzeit der Knollen der Herbstkrokusse ist im August. Beim Einpflanzen der Knollen bzw. Zwiebeln ist es wichtig, sogenannten organischen Volldünger mit in das Pflanzloch zu geben.
Beim Pflanzen der Herbstkrokusknollen sollte man diese in sogenannten Kolonien ...
pflanzen, also immer mehrere Zwiebeln neben- und hintereinander, da so erst die ganze blauviolette Blütenpracht zur Geltung kommt.
Zum Überwintern brauchen Herbstkrokusse nur einen Mantel aus Reisig und Tannenzweigen, den man über den Boden legt. Gegen leichten Frost können sich Herbstkrokusse selbst schützen, indem sie einfach während der Blüteperiode die Blüten schließen und diese erst wieder öffnen, wenn die Temperaturen wieder wärmer werden. Nach der Blütezeit bekommen die Herbstkrokusse das sogenannte Blattlaub, das sie bis zur nächsten Blütezeit und auch im Winter tragen.
Herbstkrokusse kann man alternativ auch in einzelnen Töpfen pflanzen. Dies bietet sich vor allem für Besitzer von Steingärten an. Im Winter kann man die Töpfe einfach kühl und trocken lagern. Aber die Herbstkrokusse in Töpfen dürfen auf keinen Fall in dunklen, feuchten Kellern zum Überwintern aufgestellt werden, da sie dort eingehen.
Die Blütezeit der Herbstkrokusse ist vier bis sechs Wochen nach Pflanzung. In ihrem ersten Winter zeigt der Herbstkrokus keine Blätter. Zudem hat diese sehr zarte Pflanze nur eine Blüte, weshalb man immer mehrere neben- und hintereinander pflanzen sollte, damit die blauviolette Blütenpracht auch zur Geltung kommen kann.
Herbstkrokusse - welche Arten es gibt?
Zu den Herbstkrokussen zählen der sogenannte Pracht-Krokus, der auch unter dem lateinischen Namen Crocus Specicus bekannt ist, sowie der sogenannte Albus und der Crocus kotschyanus. Der Albus hat weiße Blüten und der Kotschyanus ist rosa und ist die widerstandsfähigste Sorte, die auch in schattigeren Plätzen gut gedeihen kann. Eine weitere Gattung ist der Crocus Sativus, den Krokusfans auch unter dem Namen Safran-Krokus kennen. Er hat hellviolette Blüten, aus denen das berühmte Safrangewürz gewonnen wird.
Sind Herbstkrokusse giftig?
Herbstkrokusse enthalten, wie alle anderen Krokussorten den sogenannten Stoff Picrococin, der von der Pflanze zu Safranal umgewandelt wird.
Bei Kindern kann die Einnahme dieses Stoffes zu Durchfall, Erbrechen und Magenschmerzen führen. Grundsätzlich wird der Herbstkrokus als für den Menschen schwach giftig eingestuft.
Für Tiere, wie Hasen, Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Pferde gilt der Herbstkrokus als stark giftig und kann für das betreffende Tier zu einem schmerz- und qualvollen Tod führen, wenn nicht rechtzeitig Hilfe durch einen Tierarzt eintrifft.
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