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Schneeglöckchen
Pflanzen im Garten - Blumenzwiebeln / Blumenzwiebel

Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen, lat. Galanthus, bildet eine eigene Gattung mit etwa 20 Arten innerhalb der Amarylisgewächse. Weitere Namen, unter denen es in Deutschland bekannt ist, sind: Milchblume, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Lichtmess-Glocken, Marienkerzen, Schnee – Durchstecher und Weiße Jungfrau.
Das Schneeglöckchen ist jedem bekannt. Es ist ca. 10 Zentimeter groß und hat weiße Blüten. In unseren Breiten ist es einer der ersten Frühlingsboten der Pflanzenwelt. Viele haben es sogar im eigenen Garten. Außerdem findet man es zuhauf in Parks, wo es oft in die Erde gebracht wurde, oder aber verwildert am Wegesrand, in Waldwiesen, Auen und Laubwäldern.

Das Schneeglöckchen ...
bevorzugt feuchte und schattige Standorte. Pflege benötigt es keine. Nach der Blütezeit verbleibt die Brutzwiebel im Boden, um im nächsten Frühjahr wieder auszutreiben. Die Brutzwiebeln bilden so genannte Horste. Sie können Schneeglöckchen vermehren, indem Sie die Horste nach der Blüte teilen. Die Pflanzen müssen aber dazu noch grün sein.

Weiterhin erfolgt die Vermehrung durch Fruchtkapseln, die sich aus der Blüte bilden. An deren Samen bilden sich Nährkörper, die wiederum sehr gerne von Ameisen gefressen werden. Diese verspeisen meist den Nährkörper auf dem Weg in ihren Bau und lassen den Samen unbeachtet liegen.

Wie eingangs erwähnt, besteht die Familie der Schneeglöckchen aus etwa 20 verschiedenen Arten. Bei der bei uns in Deutschland beheimateten Art handelt es sich um das Kleine Schneeglöckchen, lat. Galanthus nivalis. Weitere Arten sind das in der Türkei und im Balkan beheimatete Große Schneeglöckchen, lat. Galanthus elwesi, das aus Ost – Europa stammende Krim – Schneeglöckchen, lat. Galanthus plicatus, und das Kaukasische Schneeglöckchen, lat. Galanthus woronowii.

Das Schneeglöckchen produziert eine so genannte Biowärme und ist dadurch in der Lage, geringe Mengen Schnee um den Stängel und die Blätter selbst zum Schmelzen zu bringen.

Durch seine frühe Blüte ist das Schneeglöckchen eine sehr wertvolle Nahrungsquelle für Insekten. Außerdem gehört das Schneeglöckchen zu den gefährdeten Arten und steht deshalb unter Naturschutz. Weiterhin sind sämtliche Teile der Pflanze giftig. In der Heilmedizin finden aus dem Schneeglöckchen gewonnene Stoffe Verwendung in Arzneimitteln gegen Demenz und die Alzheimer – Krankheit.
 


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