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Verblühte Tulpen schneiden, zurückschneiden

Die berühmten und vielbesungenen Tulpen aus Amsterdam, nein, Tulpen aus aller Herren Länder sind immer wieder ein echter Blickfang.

Es gibt wohl niemanden, der nicht auch die Attraktivität frischer Tulpen schätzen würde.

Es gibt sie ...



in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen. Wo auch immer sie zu finden sind, im heimischen Garten, im Park oder in Wiesen und Wäldern, begeistern die leuchtenden Frühlingsboten das Auge des Betrachters. Schade ist nur, dass sie schon kurz nach dem ersten Aufblühen, also bereits nach etwa zwei Wochen, ausgeblüht sind.

So traurig der Anblick verblühter Tulpen für den einen oder anderen auch sein mag, so lebendig ist die Pflanze nichtsdestotrotz.

Eine wohldurchdachte Vorgehensweise von Mutter Natur

Experten wissen, dass die so genannte Blütennarbe nach dem Verblühen bestäubt ist und infolge dessen der Fruchtknoten nach und nach anschwillt. Mit der Konsequenz, dass nun neue Samen entstehen können.

Erfahrene (Hobby-)Botaniker wissen darüber hinaus jedoch gleichwohl, ...



dass es dennoch ratsam ist, diesen Zustand zu umgehen, weil durch den Entstehungsprozess der Samen die eigentliche Pflanzenenergie schwindet. Energie, welche die Tulpe in erster Linie dazu benötigt, um die Ausbildung ihrer Brutzwiebeln anzukurbeln. Denn erwiesenermaßen gedeihen diese zumeist weitaus rascher, als die Samen.

Im Frühjahr ist Handlungsbedarf gefragt!

Grund genug also, die langsam verdorrenden Blütenköpfchen abzutrennen. Sicherlich erscheint die Pflanze nunmehr ein kleines bisschen trostlos, was jedoch keineswegs zum Anlass genommen werden darf, der Tulpe von nun an keine Beachtung mehr zu schenken. Ganz im Gegenteil.

Sie sollte vielmehr in aller Ruhe stehen gelassen und darüber hinaus in regelmäßigen Abständen gedüngt und gegossen werden. Diese spezielle Art der Pflege wird der Pflanze von jetzt an solange zuteil, bis die Blätter beginnen, gelblich zu werden. Nun endlich ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem die Blumenzwiebeln im Erdreich anwachsen.

Tipp: immer wieder kommt es vor, dass auf Friedhöfen oder in Vorgärten Tulpenblüten ohne ersichtlichen Grund rücksichtslos abgerissen werden. Kein Anlass zum Ärgern, denn dies bedeutet keineswegs das Aus für die Frühlingsblume. Die Zwiebeln können sehr wohl auch noch im nächsten Jahr verwendet werden.

Blumenpflege - einmal anders

Ganz gleich, ob die Tulpen im Blumenbeet, im Topf oder im Kübel eingepflanzt wurden: blühende Tulpen sind in der Tat eine echte Augenweide.

Je frischer die Blüten sind, desto länger hat man Freude daran, wenn sie - hübsch in der Blumenvase angerichtet oder als Bouquet zurechtgestutzt -  auf dem Wohnzimmerregal oder auf der Kommode in bunter Farbenpracht erstrahlen.

Die zurückgelassenen Pflanzenreste jedoch sind dahingegen weniger attraktiv. Diese allerdings lieblos zu entfernen ist nicht nur unschön, sondern auch unsinnig, wenn man bedenkt, dass bei guter Pflege auch im nächsten Jahr mit bunter Tulpenpracht im Garten zu rechnen ist.

Weil die mit der Zeit gelblich bzw. bräunlich werdenden Tulpenpflanzen in Topf, Kübel oder Beet wahrlich nicht mehr allzu attraktiv sind, bietet es sich an, diese durch Stauden oder schöne Buschpflanzen zu verdecken.

Erst die Stauden, dann die Tulpen. Oder umgekehrt?

Jeder Hobbygärtner sollte seinen Pflanzen eine Ruhephase gönnen, um ihnen im Zuge dessen die Möglichkeit zu geben, neue Energie zu gewinnen. Während nach dem Abschneiden der Blüten die Tulpenblätter gelb und die Stängel braun und welk werden, ist die Pflanzenzwiebel wiederum eifrig dabei, Nährstoffe zu speichern.

Stauden oder andere Pflanzen werden diese unschönen Stellen auf eine optisch sehr ansprechende Weise überdecken. Aber nicht nur das: die Zwiebeln haben genügend Spielraum, um im Laufe der kommenden Monate eine herrliche Blütenpracht zu produzieren.

Man kann hierbei durchaus von perfektem Timing sprechen: weil die meisten Staudenpflanzen gerade im Frühling, zurückgeschnitten werden, um so einen dichteren Wuchs zu gewährleisten, haben Tulpen zu dieser Zeit jede Menge Platz, um sich in ihrer ganzen Schönheit zu entfalten. Sobald wiederum ihre Blütezeit beendet ist, kann schon bald mit dem Austreiben der Staudenpflanzen gerechnet werden.



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