Winterjasmin - Pflanzen, Pflege und Schneiden

winterjasminWinterjasmin ist ein willkommener Gast in jedem Garten. Einige Sorten sind nicht für das Freiland gedacht, sondern eher als Zimmerpflanze gehalten, doch auch diese brauchen etwas kühlere Temperaturen damit sie zur Blütenbildung angeregt werden. Die Erde sollte locker, humos und leicht kalkhaltig sein. Der ideale Standort ist sonnig bis halbschattig, jedoch gibt sie sich auch mit Schatten zufrieden.

Pflege des Winterjasmins

Winterjasmin ist eine beliebte Kletterpflanze (Spreizklimmer), vor allem, weil sie in der tristen Jahreszeit zu blühen beginnt.

Ihre Blütezeit beginnt im Dezember, doch die Hauptblüte ist vom Februar bis März.

Die Pflanze ist sehr anspruchslos und kaum pflegebedürftig. Gedüngt wird sie etwa alle 10-14 Tage mit einem handelsüblichen Dünger. Da sie an den vorjährigen Trieben blüht, kann man die Blütenbildung durch Rückschnitt direkt nach der Blüte anregen. Hierbei werden die Triebe etwa um einen drittel gekürzt. Durch diesen Rückschnitt wird gleichzeitig auch die Seitentriebbildung gefördert. Ob Kübelpflanze oder Freilandpflanze, Winterjasmin braucht als Kletterpflanze ein stabiles Rankgerüst. Im Sommer für genügend Feuchtigkeit achten, im Winter eher weniger. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden. Winterjasmin lässt sich durch halbreife Stecklinge sehr leicht und einfach vermehren. Die ideale Zeit für die Vermehrung ist vom Frühjahr bis zum Spätsommer. Auch die Vermehrung durch Absenker (Gartenjasmin) bringt den gewünschten Erfolg.

Jasmin wird leider gerne von Blattläusen und Spinnmilben heimgesucht. Gegen Blattläuse hilft ein Besprühen mit einer Schmierseifenlösung, Spinnmilben treten meist in trockenen Sommern auf, hier kann ein kräftiges Besprühen helfen. Die gelben Blüten duften schwach, ihr Duft ist jedoch sehr angenehm. Der Blattaustrieb erfolgt direkt nach der Blüte, es gibt jedoch auch immergrüne Arten, so zum Beispiel Jasminum azoricum. Ihre Blüten sind weiß und sternenförmig, duften relativ stark. Diese Sorte blüht vom Sommer bis zum Herbst. Ein willkommener Gast auf Terrassen und im Wintergarten. Es gibt viele Arten von Jasmin, nicht alle blühen im Winter, doch sie sind allesamt sehr beliebt unter den
Pflanzenliebhabern.

Nützliche Tipps zum Winterjasmin

winterjasmin rankendDer Winterjasmin ist so besonders, da er zu den seltenen Pflanzen gehört, die in den kalten Wintermonaten farbenfroh - in einem strahlenden Gelb - blühen. Haben wir einen milden Dezember, so kommen wir sogar schon vor Weihnachten in den Genuss dieses schönen Anblicks. Daher ist es sehr wichtig, einige wesentliche Dinge über diesen Strauch zu wissen, sodass sein Fortbestehen gesichert ist und Sie viele Jahre lang Freude an seiner winterlichen Blütenpracht haben. Viel gibt es nicht zu beachten. Halten Sie sich an Folgendes:
  • Im Freien genauso wie im Blumentopf als Zimmerpflanze - Winterjasmin blüht am schönsten, wenn er in der Sonne oder im Halbschatten steht und ausreichend Licht bekommt.
  • Wasser braucht er nur dann, wenn er sehr trocken ist. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden!
  • Düngen ist nicht zwingend notwendig, kann im Frühling allerdings nicht schaden.
  • Nach seiner Blüte wird er an seinen Trieben zurückgeschnitten, um das Wachstum anzuregen. Sie werden sehen, wie schnell Ihre Pflanze wieder austreibt!
  • Achtung: Haben Sie Ihren Winterjasmin draußen gepflanzt, so achten Sie darauf, dass er windgeschützt steht.
Winterjasmin pflanzen

Frühjahr oder Herbst sind

die besten Zeitpunkte, um Winterjasmin im Freien zu pflanzen. Stellen Sie sicher, dass Sie einen Abstand von der halben zu erwartenden Wuchsbreite berücksichtigen, wenn Sie mehrere Winterjasmin nebeneinander pflanzen wollen. Planen Sie beispielsweise eine Hecke, so sollte zwischen jeder Pflanze etwa ein Meter Platz gelassen werden.

Wuchs

Aufgrund seines enormen Wachstums und seiner Eigenschaft als Kletterpflanze eignet sich Winterjasmin hervorragend als Heckenzwischenpflanzung oder überhängend an Hauswänden, Mauern oder Sichtschutzbalustraden. Als sogenannter Spreizklimmer erklettert er mithilfe langer dünner Triebe Spaliere, Gerüste, andere Sträucher, Mauern oder Zäune. Nach mehreren Jahren kann er bis zu drei Meter hoch wachsen. Wichtig: Wenn man ihn nicht stützt, hängt er schnell durch. Am besten ist es, wenn Sie einzelne Triebe an dem zu bekletternden Objekt befestigen.

Vermehrung von Winterjasmin

Es ist äußerst simpel, Winterjasmin zu vermehren. Schneiden Sie im Frühling oder Sommer einen Steckling aus einem Seitentrieb Ihrer Pflanze. Stecken Sie den ca. 20 cm langen Steckling in die Erde und schon binnen kurzer Zeit wird dieser bewurzelt sein und Sie können ihn umpflanzen. Aber Achtung: Dadurch, dass die Sträucher oft hängen, kommt es leicht zu einer Berührung einzelner Triebe mit dem Boden. Auch diese Triebe bilden in der Regel sehr schnell Wurzeln, sodass es häufig zu starkem Wuchern kommt. Um ein Ausarten zu vermeiden, sollten Sie die am Boden liegenden Triebe rechtzeitig abtrennen.

Hätten Sie's gewusst?

Wie kommt es, dass mitten im Winter strahlend gelbe Blüten blühen können? Das ist in unseren Breitengraden nun wirklich eher ungewöhnlich. Die Begründung ist ganz einfach: Ursprünglich kommt Winterjasmin aus China, wurde aber im 19. Jahrhundert auch nach Europa eingeführt. In China herrscht in den Wintermonaten ein milderes Klima. Doch da diese Pflanze ihren Blührhythmus nicht ändert, gehen die Blüten bei uns auch im Winter auf.