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Kletterpflanzen haben eine ganz spezielle Wuchsform, sie ranken und klettern, anstatt stützende Strukturen zu bilden. Es gibt einjährige und mehrjährige Kletterpflanzen. Die mehrjährigen entwickeln sich zu krautigen oder verholzenden, sehr ausdauernden Pflanzen. Kletterpflanzen brauchen eine Kletterhilfe, um sich ausbreiten zu können. Manchen Pflanzen reicht eine raue Häuserwand, um daran empor klettern zu können, andere begnügen sich mit Spalten im Mauerwerk oder zwischen Steinen. Zum Teil benötigen die fleißigen Kletterer entsprechend gebaute Kletter- oder Rankhilfen. Kletterpflanzen wachsen immer dem Licht entgegen. Es gibt über 2500 Arten aus etwa 90 Pflanzenfamilien, die zu den Lebens- und Wuchsformen der
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Kletterpflanzen gehören.
Kletterpflanzen, die Flächen wie Mauern und Fassaden direkt bewachsen können, werden als Selbstklimmer bezeichnet. Pflanzen, die eine Kletterhilfe benötigen, nennt man Gerüstkletterpflanzen. Kletterpflanzen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bauwerksbegrünung.
Unter den Kletterpflanzen gibt es einige Nutzpflanzen. Zu ihnen gehören Weinreben, Brombeeren, Kiwisorten, Bohnen, Erbsen, Kürbisgewächse aber auch Gewürz- und Heilpflanzen wie Pfeffer, Vanille und Schisandra. Unter den Kletterpflanzen gibt es Ranker, Selbstklimmer, Spreizklimmer und Schlinger.
Die bekanntesten Kletterpflanzen in Deutschland sind: Trompetenblume, Clematis, Kletterhortensien, Winterjasmin, Wilder Wein, Blauregen, Efeu, Pfeiffenwinde, Waldrebe und Kletterrosen.
Einjährige Klettergewächse setzt man vor allem ein, wenn man kurzfristige Akzente erzielen möchte oder wenn man die Wirkung einer solchen Pflanze erst einmal ausprobieren möchte.
Noch vor Jahren vertraten viele Menschen die Auffassung, dass Kletterpflanzen die Häuserwände beschädigen. Erfahrungen bestätigen eher das Gegenteil. Mit Kletterpflanzen geschützte Hausfassaden müssen weniger repariert werden, da sie nicht dem ständigen Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit, hoher Wärme und extremer Kälte ausgesetzt sind. Kletterpflanzen halten Wasser von der Fassade fern und wirken temperaturausgleichend. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Rankgerüst angebracht ist oder die Begrünung nur auf eine einwandfreie, nicht rissige oder bröckelnde Fassade aufgebracht wird.
Begrünte Hauswände ziehen allerdings vermehrt Insekten und andere Kleinlebewesen an. Sie bieten aber auch ideale Nistmöglichkeiten für Singvögel.
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