Mandarinenbäumchen - Pflege während des Jahres, Überwinterung

Dasorangenbaum2 fl Mandarinenbäumchen gehört zu den Zitrusfrüchten und ist deshalb auf keinen Fall im Winter draußen zu halten, da es nicht frostresistent ist. Aus diesem Grund sollte man der Mandarinenbaum in jedem Fall in einem Kübel ziehen, da man dann die Pflanze sehr gut im Winter im Haus stehen lassen kann.

Richtige Pflege des Mandarinenbäumchens

Wenn man sich eine Mandarine zieht, muss man damit rechnen, dass sie das ganze Jahr über leicht Blätter verliert. Dies hat nichts mit einer

Krankheit zu tun, sondern ist für diese Pflanze völlig normal.

Da das Mandarinenbäumchen eine Pflanze ist, die aus der Mittelmeerregion kommt, benötigt sie sehr viel Sonne und Wärme. Aus diesem Grund muss die Pflanze auf einen sonnigen Platz stehen, sodass sie von allen Seiten Sonne bekommt. Der Platz sollte sorgsam gewählt werden, denn der Pflanze schadet es, wenn der Platz oft gewechselt wird - sie verliert dann ihre Blätter und geht ein.

Da die meisten Mandarinenbäumchen, die man im Handel erhalten kann, veredelt sind, braucht man kaum Aufwand im Bezug auf die richtige Erde zu betreiben. Es ist bei den meisten Pflanzen so, dass sie in normaler Erde stehen können und keine besonderen Substrate benötigen. Allerdings sollte man das Mandarinenbäumchen das ganze Jahr über gut düngen, damit der Nährstoffgehalt des Bodens ausreichend vorhanden ist. Man kann das Mandarinenbäumchen, wie andere Laubbäume im Frühjahr beschneiden, um ihr eine bestimmte Form zu geben - generell ist ein fester Beschnitt jedoch nicht vorgeschrieben. Auch ist es völlig normal, wenn die Pflanze unterschiedlich starke oder große Früchte ausbildet. Dies kann von Jahr zu Jahr wechseln.

Auch beim Gießen ist das Mandarinenbäumchen weniger empfindlich als man vielleicht annehmen möchte. Man kann hier ganz normales Leitungswasser, besser noch Regenwasser, verwenden. Allerdings muss man mit Bedacht gießen, denn zuviel Wasser schadet dem Mandarinenbäumchen. Während des ganzen Jahres sollte der Erdballen so reichhaltig gegossen werden, dass er feucht, aber nicht nass ist. Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Das Überwintern des Mandarinenbäumchens ist auch sehr einfach. Hat man sie in einen Kübel gepflanzt, so kann sie bei ca. 20 °C in der Wohnung oder in einem Wintergarten leicht überwintern. Allerdings sollte man darauf achten, dass man die Pflanze nicht so spät ins Haus holt. Je größer der Temperaturunterschied, umso mehr leidet das Mandarinenbäumchen darunter. In der Folge wirft sie alle Blätter ab. In der Winterzeit ist auch die Erntezeit für die Früchte. Hier muss man so früh wie möglich ernten, da die Früchte nicht lange am Baum gehalten werden können und abfallen.

Krankheiten und Schädlinge

Leider treten Krankheiten und Schädlinge immer mal wieder auf. Oft sind es aber Pflegefehler, die dafür sorgen, dass das Mandarinenbäumchen nicht optimal wächst und gedeiht.
    • Feine Gespinste entweder auf den Blattunterseiten oder an den frischen Trieben und Blütenansätzen – Spinnmilbe/ Rote Spinne – winzige rote Tierchen, die sich in den Gespinsten bewegen., Die „Netze“ werden deutlich, wenn man sie mit einem feinen Wasserstrahl besprüht.
      Ist ein häufiger Schädling an Zitrusgewächsen. Wird er zu spät entdeckt, kann die Pflanze eingehen. Spinnmilben mögen

      keine hohe Luftfeuchtigkeit, deshalb hilft vorbeugend, das Bäumchen immer mal wieder mit Wasser einzunebeln. Ansonsten helfen nur Insektizide.

    • Blattläuse sind verbreitete Schädlinge bei MandarinenbäumchenAngefressene Blätter – Dickmaulrüssler – beim Aufenthalt im Freien knabbert der Käfer die Blätter an. Schlimmer sind die Larven, wenn er die Eier im Boden abgelegt hat. Käfer absammeln und gegen die Larven Nematoden (Fadenwürmer) einsetzen.
    • Blattläuse sitzen meist auf jungen Trieben – bei wenig Befall mt einem Wasserstrahl abspritzen. Das muss man meist mehrmals tun. Ansonsten helfen wieder nur Insektizide.

    • Schildläuse – treten häufig auf, vor allem bei der Überwinterung. Man erkennt braune Häufchen auf den Blättern, dem Stamm und den Ästen. Ein deutlicheres Zeichen sind die Ausscheidungen (Honigtau) der Schädlinge. Die klebrige Masse wird meist zuerst entdeckt. Wenn man dann genauer hinschaut, sieht man die Plagegeister. Am besten ist, sie einzeln mit einem Zahnstocher abzuheben. Sie lassen sich nur schwer bekämpfen, denn sie haben einen undurchdringlichen Schutzpanzer und Chemie schadet der Pflanze. Am besten helfen aber noch systemische Mittel. Sie werden vom Mandarinenbäumchen aufgenommen und an die Schildläuse weitergegeben. Diese sterben dadurch. Man ein Bäumchen aber auch.

  • Rußtau – Pilzerkrankung. Der schwärzliche Belag auf den Blättern zeigt ihn an. Meist siedelt sich der Pilz auf den Ausscheidungen von Schädlingen an (Honigtau). Die Blätter des Mandarinenbäumchens sind relativ stabil. Man kann es mit vorsichtigem Abwischen versuchen oder muss Chemie einsetzen!

Es gibt einige Pilzerkrankungen, die Zitrusgewächse befallen. Meist ist zu viel Nässe im Wurzelbereich schuld. Günstig ist, wenn das Bäumchen auf eine sehr gesunde Unterlage gefpropft wurde, da ist es widerstandsfähiger. Einige Pilze greifen die Wurzeln an, andere Blätter und Zweige. Anhilfe schaffen Fungizide.

  • Durch Verletzungen können Bakterien in Blätter, Zweige und Früchte eindringen. Bakterien werden häufig von Blattflöhen verbreitet. Im schlimmsten Fall kommt es zum Zitrus-Krebs, zu erkennen an rundlichen, grauen Flecken. Blätter und Zweige können absterben.
  • Selbst Viren können vorkommen, aber nur extrem selten und mehr beim professionellen Anbau.
Pflegefehler bei Mandarinenbäumchen

Pflegefehler treten häufiger auf als Schädlinge und Krankheiten zusammen. Falscher Standort, Zugluft, zu viel oder zu wenig Wasser und Nährstoffe, alles schadet dem Mandarinenbäumchen. Obwohl die Pflege gar nicht schwer ist, sterben die Mandarinenbäumchen in großer Zahl. Das liegt oft auch daran, dass kein gesundes Bäumchen gekauft wurde. Krankheiten und Schädlinge werden schon eingeschleppt. Dann reicht ein kleiner Pflegefehler und dies bedeutet das aus.

Eingerollte Blätter an der gesamten Pflanze deuten auf Wassermangel hin. Hier hift wässern. Ist der Boden aber feucht, dann hat man über längere Zeit zu viel gegossen. Die Wurzeln sind kaputt und die Pflanze kann gar kein Wasser mehr aufnehmen. In diesem Fall ist sie nicht zu retten. Ist nur ein Ast betroffen, ist der krank und sollte entfernt werden. Bis ins gesunde Holz schneiden!

Zu richtigen Früchten ausreifen können Mandarinen bei Kübelpflanzen nichtSehr weiche under extrem lange Triebe

Das Apfelsinenbäumchen vergeilt, wird sparrig, verliert seinen schönen Wuchs. Das liegt meist am falschen Standort oder aber an zu viel Wärme und zu viel Wasser. Hier hilft kühler stellen, deutlcih weniger gießen und ordentlich zurückschneiden!

Gelbe Blätter

Wenn keine Schädlinge zu finden sind, ist es meist Eisenmangel. Hier muss der pH-Wert kontrolliert werden. Ist er zu hoch, kann die Pflanze kein Eisen aufnehmen. Hier hilft Eisendünger (Eisenchelat). Kein Eisensulfat verwenden!

Helle bis fast weiße Blätter

Hier fehlen wahrscheinlich Nährstoffe. Das kommt wieder meist durch zu viel Wasser. Die Pflanze kann durch kaputte Wurzeln keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Zur Rettungist es meist zu spät. Die Schäden sind zu massiv.

Bräunliche oder weißliche Flecken auf den Blättern ,,,

... deuten auf Sonnenbrand hin. Wenn das Mandarinenbäumchen nach dem Überwintern im Haus beim Ausräumen gleich zu viel Sonne abbekommt, kann es zu Verbrennungen kommen. Man muss es langsam an die Sonne gewöhnen.