Orchideen züchten - Vermehrung und Anzucht
Die meisten Orchideen, die in Gartencentern oder Blumengeschäften angeboten werden, eignen sich für die Zimmerkultur. Aber nicht alle sind für Anfänger geeignet.
Wer noch keine Erfahrung im Umgang mit den zauberhaften Exoten hat, ... sollte sich unter den Arten und Hybriden folgender Gattungen umsehen:
Nachtfalterorchidee, Miltoni Coelogyne, Kahnorchidee fürs Zimmer sind, die etwas kleineren Mini- Cymbidien eher geeignet, Venusschuh, anstelle von Cattleya wählt man besser die mit ihr verwandte pflegeleichtere Laelia. So verschieden die Ansprüche der Orchideen sein mögen, allen gemeinsam ist die Vorliebe für hohe Luftfeuchtigkeit.
Tipps: Orchideen sind kalk- und salzempfindlich. Fürs Gießen empfiehlt sich enthärtetes, das heißt weiches Regenwasser oder mithilfe von Haushaltsfiltern gereinigtes, entsalztes Wasser. Wichtig: Die Pflanze erst gießen, wenn das Substrat ganz trocken ist.
Zum Düngen: Nur während des Wachstums und dann nur alle 14 Tage bis drei Wochen sollte gedüngt werden. Einige Züchter meinen, dass durch verrotten des Substrats ausreichend Nährstoffe freigesetzt werden. Das ...
setzt voraus, dass man die Pflanze alle drei Jahre umsetzt.
Die richtige Temperatur richtet sich nach der heimatlichen Klimazone der Orchideenart. Phalaenopsis und Paphiopedilum- Hybriden lieben tagsüber 18 bis 22°C, nachts zwischen 16 und 18°C.
Alarmsignale: Abgefaulte Wurzeln deuten auf zu viel Gießen. Eine kristalline weiße Schicht auf den Luftwurzeln spricht von zu hartem Gießwasser. Vertrocknete, braune Blattspitzen zeigen sich bei zu niedriger Luftfeuchte.
Das Substrat muss luftig sein
Orchideen, besonders die auf Bäumen lebenden Epiphyten, dürfen nicht in normale Blumenerde gepflanzt werden. Die Wurzeln brauchen viel Luft, deshalb kommen nur ganz grob strukturierte Substrate in Frage die wenig Wasser und Nährstoff e speichern, dafür aber für eine optimale Luftzufuhr sorgen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Rinden und Borkenstücken und enthalten als weitere Zusatzstoffe Torf, Schaumstoff- und Styroporflocken. Die Zusammensetzung ist je nach Fabrikat der im.Handel erhältlichen Substrate allerdings sehr verschieden.
Nur umtopfen, wenn es sein muss
Zimmerorchideen brauchen dann einen neuen Topf, wenn der Pflanzstoff verbraucht ist, Wurzeln über den Topfrand herauswachsen oder neue Triebe keinen Platz mehr finden.
Kein Platz mehr im Topf
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen in spezielle, luft- und wasserdurchlässige Orchideenerde ist zum Neuaustrieb im Frühjahr. Die Pflanze vorher gut wässern.
Austopfen
Manchmal lösen sich die Wurzeln nur schwer vom Gefäß. Dann hilft man mit einem scharfen, sauberen Messer nach. Das alte Pflanzsubstrat dann vorsichtig entfernen.
Ausputzen
Abgestorbene oder kranke Wurzeln etwas einkürzen. Hat die Pflanze Luftwurzeln, diese nicht antasten. Sie sind wichtige Speicherorgane.
Eintopfen
Für Orchideen, die in Übertöpfen stehen, als Kulturgefäß einen luftigen Gittertopf nehmen. Erde einfüllen und die Pflanze so draufsetzen, dass der Wurzelhals über den Topfrand ragt.
Lücken sorgsam füllen
Mit einem Stab Orchideenerde zwischen die Wurzeln stopfen. Dann mehrmals gießen und die abgetropfte Pflanze in den Übertopf stellen.
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