Gelbe Blätter an Oleander - was tun?

Oleander geht es gut, wenn er richtig bewässert und nicht überdüngt wirdIn Deutschland gehört der Oleander zu den beliebtesten Blumen für Balkon, Terrasse und Garten. Bei richtiger Pflege besitzt die Pflanze eine bemerkenswerte Wetterfestigkeit und ist gegen Schädlinge weitgehend resistent. Dennoch können sich, trotz guter Pflege, gelbe Blätter am Oleander Strauch bilden. Somit stellt sich die Frage, wie es zu den vergilbten Blättern kommt und was dagegen unternommen werden kann.
 
Gelbe Blätter an Oleander und ihre Ursachen

Befinden

sich am Rosenlorbeer (Oleander) gelbliche Blätter kann das verschiedene Ursachen haben:
  • altersbedingter Blattabwurf 
  • Wassermangel
  • Fehler beim Düngen
  • Nährstoffmangel aufgrund von Schädlingsbefall
Was ist zu tun?

Ein Oleander Blatt erreicht in der Regel ein Alter von zwei Jahren. Danach fällt es ab und gibt vorher seine verwertbaren Inhaltsstoffe an die Pflanze ab, wodurch eine Gelbfärbung der Blätter entsteht. Da es sich hier um einen natürlichen Vorgang handelt bedarf es keiner weiteren Handlung. Gelbe Blätter können aber auch durch Wassermangel entstehen. Ist die Wasserversorgung nicht ausreichend, beginnt die Strauchwurzel auszutrocknen und das Blattwerk verfärbt sich gelb. Daher ist gerade im Hochsommer eine tägliche Bewässerung zwingend notwendig. Ist es bereits zur Abstoßung der vergilbten Blätter gekommen, sollte der Oleander an einen sonnigen Platz gebracht und zweimal in der Woche gedüngt werden. Hier wird er sich bei regelmäßiger Wässerung wieder erholen.

Allerdings kann auch ein falscher Dünger gelbe Blätter verursachen. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn der Rosenlorbeer kräftig bewässert wird, damit überschüssiger Dünger abfließen kann. Zudem sollte solange auf das Düngen verzichtet werden, bis sich der Strauch erkennbar regeneriert hat.
Ein weiterer Grund für gelbe Blätter am Oleander ist Schädlingsbefall. Vor allem folgende saugende Schädlinge befallen die Pflanze häufig:
  • Spinnmilben
  • Schildläuse
  • Blattläuse
  • Wollläuse
  • Weiße Fliege
Gegen die Schädlinge helfen in der Regel nur chemische Mittel, die in Gartenhandel angeboten werden. Nach mehrmaligem Besprühen ist das Schädlingsproblem meist schnell behoben. Der beste Schutz besteht jedoch, wenn die Pflanze durch eine optimale Pflege wetterfest und widerstandsfähig wird.  Folgende Pflegehinweise sollen dabei helfen das gesteckte Ziel zu erreichen.

Nach dem Winter muss der Kübel-Oleander sich ans Freie gewöhnenKübel-Oleander überwintern und ins Freie stellen

Als Kübelpflanze sollte der Oleander möglichst in einem hellen und kühlen, aber frostfreien Raum überwintern. Die ideale Temperatur liegt zwischen 5 und 10 °C. Aber auch eine Unterbringung in einem etwas wärmeren Wintergarten ist möglich. Ein Winterquartier im beheizten Wohnzimmer ist hingegen nicht zu empfehlen. Im Winter sollte nur sparsam bewässert werden. Der Zeitpunkt des Ausräumens richtet sich dabei nach der Temperatur die bei der Überwinterung bestanden hat. Sträucher die bei Temperaturen von unter +10 °C gehalten wurden sollten im April nach draußen verlagert werden. Für wärmer untergebrachte Kübelpflanzen gilt der Mai als der optimale Zeitpunkt für einen Ortswechsel.

Nach der Überwinterung sollte der Oleander zunächst für einige Zeit an ein schattiges Plätzchen gestellt werden. Dadurch erhält die Strauchpflanze die Möglichkeit sich den Außenverhältnissen anzupassen. Ist die Eingewöhnungsphase beendet, sollte die Pflanze an einen sonnigen und möglichst regen-und windgeschützten Ort umgesiedelt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Oleander kein Freund von häufigem Platzwechsel ist.

Umtopfen mit
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Anspruch

Das Umtopfen eines Oleander-Gewächses ist verhältnismäßig unproblematisch.  Folgende Schritte machen das Umtopfen zum Erfolg:
  • bester Zeitpunkt zum Umtopfen ist kurz nach der Ausräumung
  • junge Pflanzen einmal im Jahr, ältere Sträucher alle fünf bis zehn Jahre umtopfen
  • nur für Topfpflanzen geeignete Erde verwenden
  • einen Wurzelschnitt vornehmen
  • Triebe zurückschneiden
Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel des Pflanzenkübels ist kurz nach dem Ausräumen. Junge Pflanzen sollten jedes Jahr und ältere alle fünf oder zehn Jahre umgetopft werden. Der Oleander Strauch hat einen sehr hohen Nährstoffbedarf. Daher stellt er besondere Ansprüche in Puncto Bodenbeschaffenheit. Daher empfiehlt sich für das Umtopfen spezielle Kübelpflanzenerde zu verwenden, die im Gartencenter erhältlich ist. Auch normale Gartenerde in Kombination mit Kompost, Lehm, Gartenkalk und Langzeitdünger kommt für das Umtopfen in Betracht. Zudem sollte das Umsiedeln der Pflanze für einen ein Rückschnitt des Wurzelballens und der Pflanzentriebe genutzt werden, wodurch das Wachstum und die Blütenbildung unterstützt wird.

Oleander gießen und düngen

Im Winter benötigt der Oleander nur wenig Wasser. Meist reich ein einmaliges Gießen pro Woche aus. In Freien richtet sich der Wasserbedarf nach den vorherrschenden Temperaturen. Generell empfiehlt es sich den Pflanzkübel auf einen Untersetzter zu platzieren. Dadurch wird überschüssiges Gießwasser aufgefangen und die Wurzeln können sich die enthaltenen Nährstoffe holen.  Regenwasser sollte nur in Verbindung mit einem  säureabpuffernden Mittel wie Düngekalk verwendet werden, da es sonst zu einer Übersäuerung der Pflanzerde kommen könnte. Dies hätte die Folge, dass die Kübelpflanze keine oder nicht genug Nährstoffe aufnehmen kann und es so zu Mangelerscheinungen käme.

Oleander im Kübel gehört ab September wieder ins WinterquartierOleander haben als sogenannte Starkzehrer einen erhöhten Nährstoffbedarf. Daher wird ihm von Frühjahr bis Anfang September ein entsprechender Langzeitdünger mit 6- oder 12-monatiger Wirkungsphase verabreicht. Zudem kann noch zusätzlich ein bis zweimal die Woche ein handelsüblicher Blühpflanzendünger zugeführt werden.

Oleander ins Winterquartier holen

Der Oleander sollte so spät wie möglich ins Winterquartier geschickt werden. Selbst wenn der erste Frost kommt, kann das Gewächs Temperaturen von bis zu -5 °C problemlos überstehen. Erst bei höheren Minustemperaturen oder Dauerfrost muss der Strauch bis zum Ausräumen im Frühling ins Winterlager.

Vermehrung über Stecklinge

Die manuelle Vermehrung des Oleanders erfolgt über das Einlegen eines Stecklings in ein Pflanzgefäß. Ein Steckling ist ein verholzter Trieb der keine Blüte trägt. Dieser wir in die Erde des Gewächsbehälters gesteckt und an einen schattigen und warmen Standort gebracht. Hier verbleibt der Steckling für etwa ein Jahr, bis seine Wurzeln genügend ausgeprägt sind. Danach kann umgetopft werden.

Wissenswertes zu Oleander in Kürze

Der Oleander ist nicht nur eine sehr beliebte Pflanze für den Balkon, die Terrasse oder den Garten, sondern auch eine, die bei der richtigen Pflege sehr resistent gegen Schädlinge und Wettereinflüsse ist. So kann man selbst an einem älteren Oleander noch seine wahre Freude haben, besonders, wenn er in den Sommermonaten in einer Blütenpracht steht.

Häufigste Ursache für gelbe Blätter
  • Der häufigste Grund für gelbe Blätter ist, dass der Oleander nicht ausreichend gegossen wurde.
  • Vor allem im Hochsommer, wenn es richtig warm ist, ist dies zu beobachten. Die Blätter werden gelb und fallen ab.
  • Da der Oleander weitestgehend resistent gegen Staunässe ist, kann man ihn eigentlich nicht zuviel gießen.
  • Damit also gelbe Blätter von vornherein vermieden werden können, bietet es sich an, den Oleander täglich zu gießen.
  • Ist es zu spät und die Blätter verfärben sich und fallen ab, verliert er nicht nur diese, sondern kann auch nicht richtig blühen.
Gegenmaßnahmen bei gelben Blättern
  • Abhilfe kann man dabei schaffen, indem man den Oleander zweimal in der Woche düngt ...
  • ... und ihn an einen hellen und sonnigen Standort bringt, wo er sich bei regelmäßiger Bewässerung regeneriert.
  • Hilft das noch nicht, sollte man prüfen, ob das Gießwasser zu wenig Kalk enthält.
  • In diesem Fall kann man Kalk zusetzen oder einmalig Kalziumcarbonat auf die Erde rund um die Pflanze streuen.
Wenn es im Sommer zu heiß wird, kann Oleander gelbe Blätter bekommenAber nicht nur die falsche Bewässerung ist für gelbe Blätter verantwortlich, denn es können auch Schädlinge sein. Daher sollte man einmal schauen, ob sich an der Unterseite der Blätter beispielsweise die Spinnmilbe befindet oder die Blätter sonst irgendwie auffällig sind. Bei Fäden oder grauen bzw. weißen Überzügen oder Löchern haben sich meist Schädlinge an dem Oleander zu schaffen gemacht. Entsprechende Mittel aus dem Baumarkt bzw. Gartenfachcenter bringen hier Besserung.

Des Weiteren kann es aber auch an der falschen Düngung liegen, wenn sich die Blätter gelblich verfärben. Einfach die Düngung für einen gewissen Zeitraum aussetzen, bis sich der Oleander wieder erholt hat. alt