Kaiserkrone - Pflanzen, Pflege & Vermehrung

Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) - Pflege Blüte der KaiserkroneDie seit dem 16. Jh. in Europa beheimatete, ursprünglich aus Persien stammende, Kaiserkrone ist eine der prachtvollsten Pflanzen, die der Garten zu bieten hat.

Auf dem 80 bis maximal 120 cm großen, oben blattlosen Blütenschaft thront in den Monaten April bis Mai ein Kranz von roten, orangen oder gelben Blütenglocken, darüber eine üppige Krause aus spitzen, in die Höhe ragenden Blättern. Sie verströmt einen intensiven Duft, der

jedoch nicht jedermanns Sache ist.

Kaiserkrone besser als ihr Ruf

Bei vielen Gartenliebhabern gilt die Kaiserkrone als nicht besonders langlebig. Das liegt allerdings meist daran, dass sie zu wenig Nährstoffe erhalten. Wenn man sich vorstellt, dass die recht kleine Zwiebel jedes Jahr einen mächtigen Stiel und eine große Blüte hervorbringt, dann ist klar, dass dazu viel Kraft nötig ist. Deshalb muss während der Vegetationszeit ordentlich gedüngt werden. In der kurzen Zeit zwischen April und Mai werden die Kräfte für das kommende Jahr eingelagert.
Um die Langlebigkeit zu erhöhen, ist es ratsam, die Kaiserkronenknolle alle vier bis fünf Jahre aus der Erde zu nehmen und umzusetzen. Die beste Zeit dazu ist im August, wenn die Pflanze ihre Ruhephase hat. Im August ist auch eine gute Zeit, um neue Zwiebeln in die Erde zu setzen. Schon im September beginnt das Wurzelwachstum. Je mehr Wurzeln die Pflanze bilden kann, um so prachtvoller blüht sie. Die Zwiebeln kommen 20 bis 25 cm tief in die Erde. Ideal ist frischer, tiefgründiger und nahrhafter Boden. Ein sonniger standort ist ideal, leichter Schatten wird auch vertragen.

Vermehrung

Die Zwiebeln teilen sich in der Erde von allein. Das ist die beste Art der Vermehrung. Es geht schnell und ist sicher. Allerdings kann man Kaiserkronen auch aus Samen ziehen. Das dauert länger, vor allem, bis zur ersten Blüte.

Frittilaria ist recht selbststeril. Am besten ist es, zwei verschiedene Sorten zusammen zu pflanzen. Meisen und Mönchsgrasmücken sind gute Befruchter. Ansonsten sät man die Samen direkt nach der Ernte im Spätsommer im Freien aus. Sie sind Frostkeimer. Wenn die winterliche Kälte ihre Dienste getan
hat, keimen sie im Frühjahr.

Standort-Tipps
  • In Rabatten pflanzt man Kaiserkronen in die Mitte. Das liegt daran, dass sie hoch werden. Sie wirken mittig einfach besser.
  • Gut sehen sie zwischen anderen farblich passenden Frühjahrsblühern aus.
  • Die Höhe der anderen Pflanzen sollte niedriger sein!
  • Wichtig sind andere hohe Blumen mit einer späteren Blütezeit.
  • Diese sollten so dicht stehen, dass sie die vertrocknenden Blütenstände der Kaiserkronen verdecken!
orange KaiserkroneTipp

Wichtig ist, dass die Zwiebeln richtig herum in die Erde kommen. Ober- und Unterseite sind nicht immer einfach zu unterscheiden. Die Oberseite besitzt kleine rötliche Knospen. Die müssen nach oben zeigen. Empfehlenswert ist auch, die Zwiebel leicht schräg in die Erde zu setzen. So kann sich auf den flachen Zwiebeln kein Wasser sammeln, welches dazu führen könnte, dass diese fault. Bei Schräglage kann alles Wasser ablaufen.

Besonders schöne Sorten:
  • Fritillaria imperialis 'Argenteovariegata' – orange Blüten, elfenbeinweiß umrandet, bedarf mehr Pflege
  • F. i. 'Aureomarginata' – Rarität, cremgelber Rand an den

    Blättern, muss gehegt und gepflegt werden
  • F. i. 'Garland Star' – orange, wüchsige Sorte, besonders große Blütenkrone, gut für Bauerngärten und ideal in Gruppen
  • F. i. 'Lutea Maxima' – leuchtend gelb, große Blütenglocken, sehr robust und wüchsig, ideal in Gruppen
  • F. persica – Persische Kaiserkrone – dunkle, pflaumenfarbige,leicht duftende Blütenglocken, nur an warmen, sommertrockenen Standorten und durchlässigem Boden
  • F. raddeana – Zwerg-Kaiserkrone – schwefelgelb oder grünlich cremefarben, sehr ausdauernd, geeignet für Steingärten
  • F. i.  'Rubra Maxima' – rot bis rotbraune Blüten, sehr schöne, aber recht dezente Farbe ohne große Leuchtkraft, trotzdem sehr schön
Pflanzzeit

Die beste Pflanzzeit für die  Kaiserkrone ist der Juli, wenn die Zwiebeln noch ruhen, möglich sind auch noch August bis September. Mindestens 15 cm tief in einen wasserdurchlässigen Boden gepflanzt, stellt sie recht bald ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Traditionell aus Gegenden mit schlechtem, steinigem Boden stammend, wird sie dem Gärtner auch bei härteren Bedingungen Freude machen. Nur gegen allzu starke Nässe ist die Zwiebel der Kaiserkrone empfindlich, schwere Böden sollten deshalb vor der Pflanzung verbessert und durchlässig gemacht und danach die Zwiebel auf ein dickes Sandbett gesetzt werden.
Die besten Ergebnisse werden Sie in sonniger bis leicht schattiger Lage erzielen. Ab und zu mit organischen oder mineralischen Nährstoffen düngen, ansonsten benötigt die Kaiserkrone nur wenig Pflege und wird über viele Jahre hinweg Ihren Garten zieren.

Zu kaufen gibt es die Zwiebeln in den meisten Pflanzenfachgeschäften und Baumärkten.

Tip: Die Kaiserkrone hat eine ausgesprochen abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse. Vor allem in der Nähe von Tulpen, Krokussen und anderen von der Wühlmaus bedrohten Arten kann sie sich so als Helfer in der Not erweisen.