Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)Die seit dem 16. Jh. in Europa beheimatete, ursprünglich aus Persien stammende, Kaiserkrone ist eine der prachtvollsten Pflanzen, die der Garten zu bieten hat. Auf dem 80 bis maximal 120 cm großen, oben blattlosen Blütenschaft thront in den Monaten April bis Mai ein Kranz von roten, orangen oder gelben Blütenglocken, darüber eine üppige Krause aus spitzen, in die Höhe ragenden Blättern. Sie verströmt einen intensiven Duft, der jedoch nicht jedermanns Sache ist. Die beste Pflanzzeit für die Kaiserkrone ist der Juli, wenn die Zwiebeln noch ruhen, möglich
sind auch noch August bis September. Mindestens 15 cm tief in einen wasserdurchlässigen Boden gepflanzt, stellt sie recht bald ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Traditionell aus Gegenden mit schlechtem, steinigem Boden stammend, wird sie dem Gärtner auch bei härteren Bedingungen Freude machen. Nur gegen allzu starke Nässe ist die Zwiebel der Kaiserkrone empfindlich, schwere Böden sollten deshalb vor der Pflanzung verbessert und durchlässig gemacht und danach die Zwiebel auf ein dickes Sandbett gesetzt werden. Die besten Ergebnisse werden Sie in sonniger bis leicht schattiger Lage erzielen. Ab und zu mit organischen oder mineralischen Nährstoffen düngen, ansonsten benötigt die Kaiserkrone nur wenig Pflege und wird über viele Jahre hinweg Ihren Garten zieren. Zu kaufen gibt es die Zwiebeln in den meisten Pflanzenfachgeschäften und Baumärkten. Tip: Die Kaiserkrone hat eine ausgesprochen abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse. Vor allem in der Nähe von Tulpen, Krokussen und anderen von der Wühlmaus bedrohten Arten kann sie sich so als Helfer in der Not erweisen. von Karin Fasching
|