Rosenerde

Rosenerde Rosen benötigen immer wieder frische Erde - deshalb gibt es spezielle RosenerdeRosenerde ist eine ganz spezielle Pflanzerde, die besonders für Rosenstöcke in Gartenbeeten, in Töpfen oder in Kübeln geeignet ist. Da Rosen eine relativ schnelle Bodenmüdigkeit verursachen können, benötigen sie einen regelmäßigen Erdaustausch bzw. eine spezifische Düngung.

Was macht Rosenerde aus?

Rosenerde weist grundsätzlich eine sehr lockere Struktur und hohe Stabilität auf. Hierdurch wird ein Verklumpen der Blumenerde verhindert und die Rosenwurzeln bekommen einen ausreichenden Halt. Wichtig ist bei

Rosen zu beachten, dass die Erde dabei hilft, Staunässe und Wurzelfäulnis zu verhindern. Dies geschieht dadurch, dass den Wurzeln die notwendige Menge an Wasser und Luft zugeführt wird.

Rosenerde für den Start enthält alle wichtigen Haupt- und Spurennährstoffe und versorgt die Rosen für ungefähr sechs Wochen, ohne dass eine Nachdüngung erforderlich wird. Rosen stellen besondere Ansprüche an den ph-Wert und so ist die Rosenerde optimal auf die Bedürfnisse eingestellt und ermöglicht eine perfekte Nährstoff-Ausnutzung durch die Wurzeln. Rosenerde besteht aus:
  • Kompost, der aus zerkleinerten, fein sortierten Kiefer- und Fichtenrinde erzeugt wird,
  • Mineraldünger mit Spurennährstoffen
  • und fein gemahlenem dolomitischen Kalkstein.
Durch die Rohstoffstruktur der Rosenerde ist eine Bildung von einem reichen Wurzelsystem und dessen Durchlüftung gewährleistet. Qualitativ hochwertige Rosenerde hat man gekauft, wenn die Rosenerde über eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001 verfügt.

Rosen in einem Container kann man ganzjährig pflanzen, jedoch nicht bei Frost oder im Hochsommer. Handelt es sich um wurzelnackte Rosenstöcke, sollten diese vorzugsweise im Herbst gepflanzt werden und vor der Pflanzung ausreichend gewässert werden. Bei Rosenneupflanzungen an einem alten Rosenstandtor kommt es besonders schnell zu einer Bodenmüdigkeit, die nur durch den Austausch des Bodens verhindert werden kann. Hierzu wird dann Rosenerde verwendet.

Die Rosenerde sollte kühl und trocken gelagert werden und angebrochene Beutel sollten dicht verschlossen werden, damit eine Besiedlung mit Trauermückenlarven verhindert werden kann.

Die Werbung verspricht viel - achten Sie darauf, was in Rosenerde stecktBraucht man wirklich eine spezielle "Rosenerde"?

Um das zu ergründen, haben wir uns einmal eine der im Handel erhältlichen Rosenerde genauer angesehen: Die Rosenerde eines bekannten Anbieters enthält Rindenhumus, Holzfasern und Kokosfasern, Dünger und eine geheimnisvolle Substanz namens
Glomus intraradices. Wie viel von jedem enthalten ist, erfährt der wissbegierige Verbraucher jedoch nicht. Der Glomus intraradices stellt sich als Mykorrhizapilz heraus, ein im Boden lebender Wurzelpilz. Dieser macht seit einigen Jahren in Fachkreise Furore, die Interessenvertretung "Anwendung arbuskulärer Mykorrhizapilze in der gartenbaulichen Praxis" wurde bereits 1997 gegründet, was schon einen Hinweis darauf gibt, dass es sich um keine unverzichtbare Erdzugabe handelt - sonst hätte wohl fast jeder Gärtner schon einmal Mykorrhizapilzen eingesetzt.

Es gibt Untersuchungen darüber, dass zusätzlich zugeführte Mykorrhizapilze das Pflanzenwachstum fördern können, aber auch Untersuchungen, bei denen die Versuchsergebnisse die Erwartungen an die Mykorrhiza (in diesem Fall eine Erhöhung des Ertrags) nicht erfüllt haben, und dann wird bei den positiven Untersuchungen auch noch auf bestimmte Pilzstämme aus den Beständen von Universitäten im Gegensatz zu kommerziellen Präparaten verwiesen, die Bewertung des Nutzens ist also nicht ganz so leicht.

Brisantes Thema Mykorrhizapilze

- Alternative: Rosenerde selbst mischen?


Das Thema kann hier nicht erschöpfend behandelt werden, im Internet gibt jedoch durchaus Hinweise darauf, dass Mykorrhizapilze aus dem Handel eher geeignet sind, die Händler reich zu machen als den Pflanzen zu nutzen. In unserer hier betrachteten Erde wissen wir ja ohnehin nicht, wie viel und welche dieser Pilze enthalten sind, auch nicht, wie viel Rindenhumus, Holzfasern und Kokosfasern, die hier in mit organischem NPK- und Eisendünger "leicht vorgedüngten" Mischung verkauft werden.

Vielleicht ist es aufschlussreicher, die Sache vom Preis her zu betrachten: Rindenhumus wird für 17 Cent pro Liter angeboten, Holzfasern sind Sägemehl und Häcksel, also Abfallprodukte der Holzindustrie, die sicher auch nicht die Welt kosten, Kokosfasern gibt es ab rund 20 Cent pro Liter Erde. Einen Liter NPK-Dünger gibt es ab 2,50 €, 40 g nimmt man für 20 Liter normalerweise, "leicht vorgedüngt" wird sicher nicht mehr sein, der Dünger in der Erde kostet also 10 Cent. 20 Liter Erde kosten jedoch rund 8,- Euro, also 40 Cent pro Liter.

Zum Vergleich: Oberboden mit einem Drittel Humus kostet um 15 Cent den Liter. Also wird für unsere Mischung schon ein stolzer Preis aufgerufen, den Sie aus Bequemlichkeit jedoch sicher gerne bezahlen, wenn Sie nur etwas Erde für ein paar Töpfe auf dem Balkon erwerben möchten, die als leichtes Substrat im viereckigen Beutel auch gut transportieren lässt.

Normale Gartenerde für Rosen

Wenn Sie Rosenerde für ein oder mehrere Beete im Garten brauchen, sieht die Rechnung schon ganz anders aus, und es stellt sich schnell die Frage, ob sich Rosenerde auch anders herstellen lässt. Das geht, Sie können durchaus auf das Material setzen, in dem Rosen seit Jahrhunderten wachsen, nämlich Erde. Ganz normale Gartenerde, die an die speziellen Bedürfnisse der Rosen angepasst werden kann:
  • Bei Rosenerde aus dem eigenen Garten kennen Sie alle ZutatenRosen brauchen einen lockeren Boden, der recht nährstoffreich ist, weil sie der Erde während des Wachstums viele Nährstoffe entziehen.
  • Wenn Sie ein Beet für eine Bepflanzung mit Rosen herrichten möchten, mischen Sie also unter die vorhandene Erde rund ein Drittel Kompost und so viel Sand, dass die Erde schön locker wird.
  • Eventuell sind jetzt noch Hornspäne, Kalk oder Dünger hilfreich, aber da sehr viele Gartenböden heute eher überdüngt sind, sollten Sie das durch eine Bodenanlayse ermitteln.
  • Wo Sie eine solche Bodenanalyse machen lassen können, sagt Ihnen Ihre Gemeinde, nach etwa drei Jahren sollte diese Analyse wiederholt werden, um zu prüfen, ob Ihre Rosen neue Erde usw. brauchen.
Das Zusammenstellen der eigenen Erde funktioniert sogar, wenn in einem sandigen Areal erst Beete angelegt werden sollen oder wenn Sie Unmengen von Pflanzkübeln auf einer weitläufigen Terrasse mit Erde füllen möchten: Muttererde (Oberboden) kostet Pfennige, zahlreiche Kleinanzeigen bieten sie auch ständig umsonst zur Abholung an, zum nächsten Baumarkt könnten Sie mit Mörtelkübel und Schaufen im Kofferraum fahren, oder Sie lassen sich Oberboden mit 30 % Humusanteil liefern, der kostet dann 25,- bis 30,- Euro pro 1.500 kg (1 Kubikmeter) plus Anfahrt.

Die DIN ISO 9001

Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Die DIN ISO 9001 ist eine Qualitätsmanagementnorm. Sie sagt also nichts darüber aus, welche Qualität die Rosenerde hat, sondern nur etwas darüber, ob das Managementsystem des die Rosenerde herstellenden Unternehmens als Qualitätsmanagement bezeichnet werden darf.