Rosenschädlinge bekämpfen (Arten und Methoden)

Rosenschädlinge bekämpfen Häufige Rosenschädlinge sind Blattläuse und Rollwespen Nicht nur für den Menschen sind Rosen eine angenehme und interessante Blumenpracht, leider finden es auch zahlreiche Schädlinge auf Rosen gemütlich, die auch als Symbol der Liebe gelten. Bei Rosenschädlingen jedoch hört es sich auf mit der Liebe, sie müssen dringend bekämpft werden. Hierzu gibt es je nach Art des Schädlingsbefalls verschiedene Methoden.

Bekannte Rosenschädlinge und die richtigen Gegenmittel

Ein einschläger Rosenschädling ist für Botaniker sicherlich die Rosenblattrollwespe, die - wie der

Name bereits verrät - die Blätter der Rose zusammenrollt, sodass es an das Erstellen einer Zigarre erinnert. Sind die Blätter komplett eingerollt, finden darin dann die Larven der Rosenblattrollwespe Unterschlupf. Das wiederum hat zur Folge, dass die Rosenblätter absterben und die Pflanze rein optisch nicht mehr zu gebrauchen ist.
  • Die Rosenblattrollwespe kann man nicht gezielt bekämpfen: Abhilfe schafft lediglich eine rechtzeitige Entfernung der betroffenen Blätter, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Ähnlich kann man auch gegen die Rosenblattminiermotte vorgehen. Der Schädling, der in den Rosenblättern bevorzugt seinen Kot ablegt, verschwindet mit dem Entfernen von befallenen Blättern.

  • Schwieriger wird es dagegen, wenn der Rosenschädling "gefurchter Dickmaulrüssler" heißt und nachts die Blattränder abbeißt. Hier kann aufgrund der Nachtaktivität nur gehandelt werden, wenn es dunkel ist. Kommen diese Schädlinge dann aus ihren Verstecken - meist sind sie tagsüber unter Häusern oder Steinen - so gilt es, die erwachsenen Käfer herunter zu klopfen und so genannte Fadenwürmer zur Bekämpfung der Larven zu verwenden. Mit der Gießkanne können Sie diese Larven gut verteilen. Hierzu am besten beim Gartenfachmarkt des Vertrauens informieren.

  • Der Klassiker unter den Rasenschädlingen ist allerdings die Rosenblattlaus, die mit am häufigsten vorkommt und für Pilze und verkrüppelte Blüten der Rose sorgt. Die Bekämpfung erfolgt in diesem Fall am besten durch tierische Feinde wie den Marienkäfer. Sollte der Befall bereits zu stark sein, so kann auch ein leichtes Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Vorher sollte man sich darüber jedoch genauestens informieren.

  • Nicht bekämpft werden muss dagegen die Rosengallwespe. Dieser Befall durch Rosenschädlinge ist in der Regel von geringem Umfang. Sollte die Larvenzahl allerdings zu hoch werden, so einfach die betroffenen Rosengallen, in welchen die Larven wohnen, abschneiden.
Generell helfen beim Befall von Rosenschädlingen Hausmittel und natürliche Hilfsmittel am besten, es sollte nicht gleich zum Schädlingsbekämpfungsmittel gegriffen werden, nur im Notfall und auch dann nur, wenn ein Fachmann dafür grünes Licht gegeben hat.

6px; margin-left: 6px; margin-top: 6px; float: right;" alt="Welke Rosen: nicht immer sind Schädlinge Schuld" src="http://www.hausgarten.net/images/stories/rosen-welk_fl.jpg" height="269" width="180" />Ist es überhaupt ein Rosenschädling?

Zuerst sollten Sie jedoch prüfen, ob es sich überhaupt um einen Rosenschädling handelt. Es könnte nämlich auch sein, dass die Rose nur unter den Standortbedingungen oder unter Ihrer "guten" Pflege leidet. Öfter als gemeinhin vermutet sieht eine Rose deshalb kränklich aus, weil ihr das Wetter übel mitgespielt hat oder weil sich ein anderer nicht bekannter Standortnachteil auswirkt. Zum Beispiel gibt es zwischen den einzelnen Rosensorten große Unterschiede in der Frosthärte, und die Bewässerung und die Nährstoffversorgung sind nicht nur für sich genommen die nächsten Faktoren, die an Schäden beteiligt sein können, sondern haben auch noch Einfluss auf die

erstgenannten Faktoren.
  • Wenn bestimmte Schäden immer wieder auftreten, sollten dann all diese Faktoren gründlich überprüft werden. Meist kann das ein oder andere verbessert werden, was dann den Schädlingsbefall in der nächsten Saison schon zurückdrängen kann.
  • Wenn Sie ergründet haben, dass sich wirklich ein Schädling an Ihren Rosen zu schaffen macht, kommt es auf die Befallsstärke an. Manchmal können Sie den Befall ruhigen Gewissens ignorieren.
Wenn z. B. ein paar Blattläuse auf Ihren Rosen herumkrabbeln, macht das bisschen Pflanzensaft, den diese saugenden Insekten "abzapfen", Ihren Rosen wenig aus. Im Gegenteil, diese Blattläuse werden als Lebensgrundlage für die Nützlinge in Ihrem Garten dringend gebraucht, wenn Sie hier verfrüht mit der Bekämpfung starten, würden Sie mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Hausmittel oder doch Pflanzenschutzmittel?

Erst jetzt ist die Bekämpfung an der Reihe, zunächst mit Hausmitteln. Von denen gibt es wirklich viele, die für verschiedene Schädlinge verschieden gut geeignet sind, in den Informationsblättern zur Schädlingsbekämpfung wird in aller Regel auch darüber informiert, welche "minimal-invasiven" Methoden gegen welchen Schädling zunächst eingesetzt werden können.

Nur wenn all das kein Ergebnis gebracht hat, ist chemische Schädlingsbekämpfung denkbar, seit der Aufnahme der Verpflichtung zu integriertem Pflanzenschutz in unser Pflanzenschutzgesetz aber nicht in jedem Fall. Denn integrierter Pflanzenschutz bedeutet Pflanzenschutz unter Beachtung der "guten fachlichen Praxis", die bestimmte Grundsätze befolgt wissen will: Zunächst den Vorrang der nichtchemischen Methoden, wie gerade beschrieben, und dann eine sorgfältige und sinnvolle Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Einsatz der jeweils kleinsten benötigten Menge.

Es gibt auch biologische Alternativen zum RosenspritzenDiese vorgeschriebene Anwendung kann durchaus einmal ergeben, dass die benötigte Menge "0" ist, zum Beispiel, wenn es sich um einen bereits sichtbaren Pilzbefall handelt. Der ist in der Regel durch kein Pflanzenschutzmittel zu beseitigen, nur im Anfangsstadium und in niederschlagsreichen Jahren wird eine Behandlung mit Fungiziden überhaupt als sinnvoll erachtet, als Entscheidungshilfe in dieser Abwägungsfrage gibt das Pflanzenschutzamt regelmäßig aktuelle Behandlungsempfehlungen heraus.

Wenn nichts gegen einen bestimmten Schädling hilft

Bei Schädlingen, gegen die noch nicht einmal ein Pflanzenschutzmittel, also wirklich "kein Kraut gewachsen" ist, können Sie nur noch auf Vorbeugung setzen:
  • Wenn es sich um Pilzschädlinge handelt, kann - neben oben erwähnter Überprüfung der Haltungsbedingungen - ein vorbeugender Einsatz von pflanzenstärkenden Mitteln sinnvoll sein, der meist früh in der Saison begonnen werden muss und öfter in bestimmten Abständen wiederholt werden sollte. Diese Pflanzenstärkungsmittel helfen auch, einige andere Schadbilder einzudämmen.

  • Wenn Sie jedoch feststellen, dass es sich bei Ihrer Rosensorte um eine Pflanzenart handelt, deren Ansprüche an Boden und Klima in Ihrem Garten eigentlich nicht erfüllt werden, wird die Krankheitsanfälligkeit und Schädlingsanfälligkeit ein ständiger Begleiter bleiben - wenn Sie sich nicht von dieser Rosensorte trennen.

  • Beim Kauf des Nachfolgers sollten Sie sich für eine widerstandsfähige Sorte entscheiden, die für den zugedachten Standort geeignet ist, und auf natürliche und ausgewogene, nicht stickstoffbetonte Düngung setzen. Diese erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen, die somit einem Schädlingsbefall eher standhalten.