Rhipsalis cassutha - Pflege

Rhipsalis cassutha ähneln runden Schuhbändern oder Spaghetti. Die zylindrischen, bizarr herabhängenden und sich stark verästelnden Zweige haben einen Durchmesser von 2 bis 5 Millimeter.  Die Triebe können meterlang werden. Der Kaktus ist eine ideale Ampelpflanze. Er ist sehr pflegeleicht und verzeiht auch Pflegefehler, außer zu viel Wasser, bzw. stehende Nässe. Es ist kein Problem für den Kaktus, wenn er einmal einige Wochen nicht gegossen wird. Das Gewächs erholt sich schnell von dieser Durststrecke.

Standort

Rhipsalis cassutha mag einen hellen und feuchtwarmen Standort mit einigen Sonnenstunden am Tag. Mittagssonne ist allerdings nicht empfehlenswert. Morgen-

und Abendsonne verträgt die Pflanze problemlos. Zu viel Sonnenlicht kann zu einer Gelbfärbung der Stiele führen.

Im Sommer kann man den Topf problemlos im Freien platzieren, dann allerdings geschützt vor der Mittagssonne, Wind und Regen.

Im Winter mag es Rhipsalis cassutha auch warm. Der Kaktus kann problemlos im warmen Zimmer überwintert werden. Etwas kühlere Temperaturen, nicht unter 10 ËšC sind allerdings für die Blütenbildung empfehlenswert.

Pflanzsubstrat

Als Pflanzsubstrat eignet sich sehr durchlässige Erde. Kakteenerde enthält recht viel Torf. Dieses hält die Feuchtigkeit immer recht lang, was nicht so günstig ist. Die kleinen Wurzeln der Pflanze faulen oft weg. Besser ist ein Gemisch aus Lava, Tuffstein und Bims. Man kann auch normale Erde nutzen und sie mit Sand mischen. Auch Humus kann enthalten sein, nur besser kein Torf.

Gießen

Rhipsalis cassutha benötigt nicht viel Wasser. Einmal wöchentlich gießen ist in der Regel ausreichend. Die Pflanze kommt aber auch einmal mit einer 3 bis 4wöchigen Dürre aus. Das ist wesentlich besser, als wenn man die Pflanze zu viel gießt. Nasse Füße führen dazu, dass die Wurzeln faulen. Der Kaktus geht ein. Um ein ständig nasses Pflanzsubstrat zu vermeiden, ist eine gute Drainage empfehlenswert. Außerdem sollte man 10 bis 20 Minuten
nach dem gießen kontrollieren, dass die Untersetzer bzw. Übertöpfe frei von überschüssigem, abgelaufenem Wasser sind. Rhipsalis cassutha kommt wesentlich besser mit länger anhaltender Trockenheit aus, als mit zu viel Nässe.

Im Winter werden die Wassergaben eingeschränkt. Man gießt etwa zweimal monatlich. Je kühler die Pflanze steht bzw. hängt, desto weniger Wasser benötigt sie. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze sollte deshalb, gerade im Winter, wenn die Heizungsluft für niedrige Luftfeuchte in den Räumen sorgt, regelmäßig mit Wasser besprüht werden.

Düngen

Gedüngt wird Rhipsalis cassutha in der Wachstumsperiode ein bis zweimal im Monat. Das fördert gesunde dunkelgrüne Triebe. Zum Düngen verwendet man Kakteendünger.

Überwintern

Überwintert wird der Kaktus am besten bei Temperaturen bis 10 ËšC. Die Wassergaben werden reduziert. Bei guter Pflege zeigen sich im Frühjahr kleine, weiße, sternenförmige Blüten an den Triebspitzen.

Schnitt

Ein Schnitt ist nicht zwingend notwendig. Damit sich die Pflanze gut und buschig verzweigt, ist es aber günstig, wenn man sie ab und zu etwas stutzt. Man kürzt dazu die längeren Ranken.

Vermehrung

Rhipsalis cassutha wird durch Stecklinge vermehrt. Dazu schneidet man etwa 10 Zentimeter lange Stecklinge von der Mutterpflanze ab. Diese lässt man etwa 10 Tage an einem absonnigen und nicht zu warmen Platz trocknen. Anschließend topft man die Stecklinge ein, idealer Weise

in Gruppen. Die Pflanztiefe beträgt etwa ein Drittel des Stecklings. Als Pflanzsubstrat eignet sich ein Erde-Sand-Gemisch, wie handelsübliche Kakteenerde. Der Standort für die Stecklinge sollte hell bis halbschattig sein. Direkte Sonne ist zu vermeiden! Temperaturen um die 20 ËšC sind förderlich, ebenso wie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Es empfiehlt sich deshalb, eine Tüte über das Anzuchtgefäß zu stülpen. Man muss allerdings täglich lüften, um eine Schimmelbildung der Erde zu vermeiden. Die Erde muss immer leicht feucht gehalten werden, auf keinem Fall nass. Sobald sich neue Kakteenglieder zeigen, kann man die junge Pflanze an das Raumklima gewöhnen.

Schädlinge und Krankheiten

Als Schädlinge treten häufiger Wollläuse auf. Diese können mit Neem- oder Paraffinöl-Produkten bekämpft werden.

Wenn man zuviel gießt und der Pflanzballen häufig im Gießwasser steht, kommt es recht schnell zu einer Wurzelfäule, in deren Folge der Kaktus eingeht.