Rhipsalis pilocarpa - Pflege

Rhipsalis pilocarpa hat zylindrische, gut verästelte Zweige. Diese haben einen Durchmesser von etwa 6 Millimetern und sind mit Areolen, also Haarkissen mit weißen Haaren besetzt. Daran ist der Kaktus auch gut zu erkennen. Die Triebe wachsen anfangs aufrecht, können bis zu einem Meter lang werden und hängen mit zunehmender Länge nach unten. Die Glieder sind rund. Die einzelnen Rippen sind in Längs- und Querrichtung fein gestreift. Die Farbe der Blüten ist weiß. Sie sind endständig und duften. Die Blüten erscheinen einzeln oder zu zweit und erreichen einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. Die grünen, etwas wolligen

Areolen sind gelegentlich purpurn überhaucht.

Standort

Rhipsalis pilocarpa benötigt einen hellen und warmen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da das starke Sonnenlicht zu Verbrennungen führen kann. Ansonsten kann die Pflanze ganzjährig im Zimmer kultiviert werden. Sie mag es allerdings, wenn man sie im Sommer ins Freie bringt, allerdings auch hier geschützt vor der Mittagssonne, zu viel Regen und starkem Wind, der die Triebe abreißen kann.

Pflanzsubstrat

Als Pflanzsubstrat eignet sich sehr durchlässige Erde. Kakteenerde enthält recht viel Torf. Dieses hält die Feuchtigkeit immer recht lang, was nicht so günstig ist. Die kleinen Wurzeln der Pflanze faulen oft weg. Besser ist ein Gemisch aus Lava, Tuffstein und Bims. Man kann auch normale Erde nutzen und sie mit Sand mischen. Auch Humus kann enthalten sein, nur besser kein Torf.

Gießen

Rhipsalis pilocarpa muss nicht übermäßig gegossen werden. Wie alle Kakteen ist die Pflanze sehr genügsam. Einmal Gießen pro Woche ist in der Regel ausreichend. Es ist selten dramatisch, wenn man das Gießen ab und zu einmal vergisst, obwohl der Pflanzballen besser nicht ganz austrocknen sollte. Ist er einmal sehr trocken, kann er in Wasser getaucht werden, damit er sich wieder richtig voll saugen kann. Wichtig ist, dass man überschüssiges Wasser nach dem Gießen aus
den Untersetzern und Übertöpfen entfernt. Man wartet etwa 10 bis 20 nach der Wassergabe und kontrolliert, ob stehendes Wasser ausgeschüttet werden muss. Häufig nasse Füße führen schnell zu einer Wurzelfäule, von der sich die Pflanzen nur selten erholen. Also, lieber einmal das Gießen vergessen, als zu viel Wasser zuzuführen. Im Sommer, wenn es sehr heiß ist, sollte man etwas häufiger gießen.

Düngen

Rhipsalis pilocarpa wird zwischen Februar und Juli gedüngt, am besten mit einer verdünnten Superphosphatlösung oder normalem Kakteendünger.

Überwintern

Man überwintert Rhipsalis pilocarpa warm, aber doch kühler als im Sommer. Temperaturen zwischen 10 und 15 ËšC sind ideal. So setzt die Pflanze gut Blüten an. Gegossen wird im Winter nur wenig. Je kühler die Kaktee steht oder hängt, desto weniger muss gegossen werden. Bei einer Überwinterung bei nur 5 ËšC stellt man die Wassergaben ganz ein.

Schnitt

Ein Schnitt ist normaler Weise nicht notwendig. Will man die Pflanze dichter haben, kann man sie ab und zu vorsichtig stutzen. Unansehnliche Triebe können einfach weg geschnitten werden.

Vermehrung

Rhipsalis pilocarpa wird durch Stecklinge vermehrt. Dazu schneidet man etwa 10 Zentimeter lange Stecklinge von der Mutterpflanze ab. Diese lässt man etwa 10 Tage an einem absonnigen und nicht zu warmen Platz trocknen. Anschließend topft

man die Stecklinge ein, idealer Weise in Gruppen. Die Pflanztiefe beträgt etwa ein Drittel des Stecklings. Als Pflanzsubstrat eignet sich ein Erde-Sand-Gemisch, wie handelsübliche Kakteenerde. Der Standort für die Stecklinge sollte hell bis halbschattig sein. Direkte Sonne ist zu vermeiden! Temperaturen um die 20 ËšC sind förderlich, ebenso wie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Es empfiehlt sich deshalb, eine Tüte über das Anzuchtgefäß zu stülpen. Man muss allerdings täglich lüften, um eine Schimmelbildung der Erde zu vermeiden. Die Erde muss immer leicht feucht gehalten werden, auf keinem Fall nass. Sobald sich neue Kakteenglieder zeigen, kann man die junge Pflanze an das Raumklima gewöhnen.

Schädlinge und Krankheiten

Als Schädlinge treten häufiger Wollläuse auf. Diese können mit Neem- oder Paraffinöl-Produkten bekämpft werden.

Wenn man zuviel gießt und der Pflanzballen häufig im Gießwasser steht, kommt es recht schnell zu einer Wurzelfäule, in deren Folge der Kaktus eingeht.