Fledermausblume, Tacca chantrieri - Anzucht und Pflege

Die Fledermausblume ist ein bizarres Gewächs. Sie wird auch Teufelsblume oder Dämonenblüte genannt. Schon am Namen erkennt man, sie muss eine außergewöhnliche Blüte haben. Das Auffällige an dieser sind die großen, braunvioletten Hochblätter und die langen Bartfäden. Die ganze Blüte erinnert an eine Fledermaus, daher stammt auch der Name. Die Blüte dauert 3 bis 4 Monate. Aus einer Knolle können sich bis zu 3 Blüten bilden. Die Blüten gibt es in verschiedenen Farben, je nach Sorte. Tacca chantrieri greeni ist grün, Tacca chantrieri nivea weiß und Tacca chantrieri black beauty ist schwarz.

Die

Haltung dieser Pflanze ist recht schwierig, denn sie benötigt viel Wärme und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ideal ist die Kultivierung in einer beheizten Pflanzenvitrine oder einem speziellen Wärmehaus.

Standort

Obwohl die Fledermausblume aus den Tropen stammt, mag sie lieber einen halbschattigen Standort. Sie wächst im Regenwald und da scheint die Sonne kaum durch. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt sie nicht. Zugluft tut der Pflanze auch nicht gut. Viele Fledermausblumen stehen im Sommer im Freien, aber eben nicht in der Sonne.

Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat sollte locker und durchlässig sein. Geeignet ist normale Blumenerde, der etwas Torf oder Gartenerde untergemischt wird. Der Torf ist wichtig, damit das Substrat die Feuchtigkeit halten kann. Die Fledermausblume mag feuchten, aber keinen nassen Boden.  Die Wurzel wird beim Einpflanzen nur knapp mit Erde bedeckt. Umgetopft wird erst, wenn sich die Wurzeln aus dem Gefäß drücken. Oft reagiert die Pflanze mit Blattfall auf das Umtopfen, treibt aber zuverlässig wieder aus. Man darf nicht zu tief einpflanzen. Ein kleiner Teil der Wurzel sollte oben aus der Erde schauen. Das verhindert, dass die Wurzel fault.

Gießen und Düngen

Die Fledermausblume benötigt in der Vegetationsperiode viel Wasser. Man muss regelmäßig gießen. Staunässe ist dabei aber unbedingt zu
vermeiden. Die Blüten und Blätter müssen regelmäßig besprüht werden, denn die Luftfeuchte muss unbedingt hoch sein. Günstig ist, beim Gießen in die Blattachseln zu gießen. Dort kann immer etwas Wasser stehen. Dadurch wird auch die Bildung der Blüte angeregt. Verwendet wird kalkarmes, temperiertes Wasser, nach Möglichkeit Regenwasser. Wassermangel zeigt die Pflanze durch das Hängen lassen der Blätter an. Das ist nicht schlimm. Nach einer Wassergabe richten sie sich wieder auf. Viele Besitzer der Pflanze warten mit dem Gießen sogar immer, bis die Blätter etwas hängen. So bekommt die Pflanze nicht zu viel Wasser, was zu einer Wurzelfäule führen könnte. Die meisten Pflanzen werden bekanntlich ertränkt und vertrocknen nicht.

Die Pflanze benötigt viele Nährstoffe. Man düngt außer im Winter 14tägig. Verwendet wird handelsüblicher Pflanzendünger.

Überwintern

Zum Überwintern benötigt die Fledermausblume Temperaturen von mindestens 15 ˚C. Ideal sind 18 ˚C. Gegossen wird wenig, der Wurzelballen darf aber nicht vollständig austrocknen. Die Pflanze legt eine Ruhepause ein. Sie wird weder gedüngt noch besprüht.

Wenn das Substart ganz leicht feucht gehalten wird, bleiben die Blätter der Pflanze erhalten. Ansonsten kann man auch nur die Rhizome überwintern, so wie bei Begonienknollen. Allerdings muss man dann im Frühjahr wieder bei Null anfangen.

Schnitt

Man schneidet den Blütenstand nach dem Ablühen ab.

Vermehrung/Anzucht

Die Fledermausblume kann gut aus Samen gezogen werden. Die Anzucht ist im Haus ganzjährig möglich. Ideal ist ein

Zimmergewächshaus. Die Samen werden ohne Vorbehandlung direkt auf feuchter Anzuchterde verteilt. Sie werden nur ganz dünn mit Erde bedeckt. Das Pflanzgefäß muss warm stehen, das Substrat gleichmäßig leicht feucht gehalten werden. 25 ˚C sind ideal. Die Keimdauer beträgt etwa 4 bis 6 Wochen. Sobald die Samen gekeimt sind, wird viel Licht benötigt. Ein heller Platz am Fenster, ohne Sonneneinstrahlung ist perfekt. Am Anfang wachsen die Pflänzchen nur sehr langsam. Sie werden erst nach 4 bis 7 Monaten umgetopft.
Im Frühjahr ist auch eine Vermehrung durch die Teilung des Rhizoms möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Zu viel Nässe führt zu Wurzelfäule.