Melonenbirne - Pflege, Schneiden & Überwintern

Melonenbirne FruchtAußergewöhnliche Pflanzen mit und ohne Früchte, gehören mittlerweile auf bei den Hobbygärtnern unbedingt zu täglichen Leben dazu. Zu den wirklich außergewöhnlichen Früchten zählt in jedem Fall die Melonenbirne, auch Peppino genannt dazu. In ihr vereinen sich die harmonischen Geschmacksrichtungen zwischen Birne und Melone, wie der Name es es sagt. Genau wie die Tomate ist die Peppino ein Nachtschattengewächs und bedarf der ungeteilten Aufmerksamkeit des Hobbygärtners, denn auch bei ihr können einige Fehler in der Pflege begangen werden, die sie so schnell nicht verzeiht.

Lassen Sie ihr allerdings die nötige Aufmerksamkeit zu Teil werden, werden Sie herrlich frische Früchte ernten und genießen können.

Pflege-Tipps:
  • einen sonnigen Standort
  • ausreichend Wasser
  • eine ausgewogene Düngung
  • Ausgeizen von Seitentrieben
  • frostfreie Überwinterung bei 10 °C.
Wenn Sie all die hier beschriebenen Pflegemaßnahmen beachten werden sie viele, leckere, reife Früchte ernten am Ende des Sommers.

Standort und Licht

Die Melonenbirne liebt Wärme und auch die Sonne. Im Garten oder auch auf dem Balkon in einer Hängeampel lässt sie sich also gut an einem sonnigen Standort mit viel Licht pflegen. Beachten Sie also, dass es sich um eine Pflanze handelt, die normalerweise nicht aus unseren Breiten, sondern aus südlicheren Gefilden stammt und bieten ihr diese Bedingungen, dann werden Sie auch bei uns leckere Früchte ernten können.

Gießen

Da die Peppino sehr sonnenliebend ist, braucht sie dementsprechend viel Wasser. Sorgen Sie aber im Topf für eine sehr gute Drainage, denn Staunässe bekommt ihr absolut nicht. Auf stehendes Wasser reagiert die Melonenbirne sehr empfindlich, was sogar dazu führen kann, dass die Pflanze eingeht und alle Mühe umsonst war. Lassen Sie den Boden leicht antrocknen bevor sie ihn wieder reichlich gießen und kontrollieren sie den Feuchtigkeitsgehalt der Erde täglich, um hier auf der sicheren Seite zu sein.

Düngung

Für regelmäßige Düngegaben ist die Melonen-Birne sehr empfänglich. Aber übertreiben Sie es nicht, da ansonsten lediglich die Triebe rasant wachsen, die Früchte sich jedoch nicht weiterentwickeln. Vorsichtig sollten Sie vor allen Dingen bei einem Dünger mit einem hohen Stickstoffanteil sein. Fangen Sie mit dem Düngen nach der Blüte an, um gezielt die Fruchtbildung und die Reifung zu fördern.

Überwinterung

Nachdem die Früchte nun reif sind, was man an der gelben Farbe der Früchte und den lila Streifen auf ihnen erkennt, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie die Pflanze überwintern möchten oder nicht. Die aus den
südlicheren Gebieten stammende Melonenbirne ist absolut kälteempfindlich und bereits gegen Ende September sollte sie in ihr Winterquartier bringen. Das Quartier für den Winter muss hell und selbstverständlich frostfrei sein. Sollten sich zu diesem Zeitpunkt noch unreife Früchte an der Pflanze befinden, müssen Sie diese nicht entsorgen. Die Früchte reifen im Winterquartier noch nach und können zu einem späteren Zeitpunkt noch genossen werden. Eine optimale Temperatur für das Winterquartier der Melonenbirne wäre 10 Grad Celsius. Bis zum Frühjahr müssen Sie die Pflanze auch nur mäßig gießen und die Düngung wird komplett eingestellt.

Vermehrung

Wenn Sie als Hobbygärtner Spaß daran haben, selbst Pflanzen zu ziehen, können Sie auch die Melonenbirne sehr leicht über Stecklinge vermehren. Im Spätsommer werden die Stecklinge geschnitten und zum Bewurzeln in

Wasser oder Anzuchterde gesetzt. Achten Sie gut auf die kleinen Pflänzchen und lassen Sie diese nicht austrocknen, damit Sie sie dann im nächsten Frühjahr in größere Töpfe pflanzen und noch mehr dieser außergewöhnlichen Früchte ernten und genießen können. Selbstverständlich kann die Melonenbirne auch über Samen vermehrt werden. Wobei die Vermehrung über Stecklinge wesentlich einfacher von Statten geht und sehr viel schneller Erfolg bringt.

Wachstum

Ganz ähnlich wie Kartoffeln oder Tomaten gehört die Pflanze zu den Nachtschattengewächsen. Sie wächst buschig und wird bis zu einem Meter groß. Ideal geeignet ist sie daher für die Topfkultur. Ganz gleich ob im Garten oder in der ausreichend großen Hängeampel auf dem Balkon oder der Terrasse.

Sonstige Pflegemaßnahmen

Nach der Blüte, sollten wie bei allen Pflanzen neben dem Düngen und dem ausreichenden Gießen eventuell verdorrte Triebe oder abgestorbene Blüten entfernt werden. Vorsicht ist allerdings dabei geboten, um nicht die kleinen Fuchtansätze zu beschädigen und sich so um eine reiche Ernte zu bringen. Seitentriebe, die ohne Blüte geblieben sind, können nach der Hauptblüte entfernt werden, um alle Kraft der Pflanze in die Früchte zu lenken.

Früchte

Die Früchte der Melonenbirne sind reif und können geerntet werden, sobald diese gelb und die Streifen violett sind. Wenn man die Früchte leicht drückt, sollten sie ein wenig nachgeben. Die Melonenbirne ist sehr kälteempfindlich. Möchte man die Pflanze gut über den Winter bringen, so sollte man sie bereits gegen Ende September in ein helles Winterquartier bringen. Wenn an der Pflanze noch Früchte sind, die noch nicht reif sind, müssen diese nicht weggeworfen werden, denn sie reifen im Winterquartier noch nach. Die Temperatur im Winterquartier sollte bei etwa 10 Grad Celsius liegen. Im Winter wird die Melonenbirne nur mäßig gegossen, gedüngt wird im Winter nicht. Die Melonenbirne lässt sich sehr gut über Stecklinge vermehren. Diese schneidet man im Spätsommer und setzt sie zum Bewurzeln in Wasser, oder in Anzuchterde. Bei der zweiten Methode stülpt man eine Plastiktüte, oder man setzt ein Einmachglas über den Topf, um damit für gespannte Luft zu sorgen.

Fazit

Gönnen Sie sich den außergewöhnlichen Kick dieser südlichen Pflanze im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Genießen sie die frischen, reifen Früchte deren Geschmack eine Mischung aus Melone und Birne ist. Das Fruchtfleisch ist schön fest und saftig und wird Sie und Ihre Familie begeistern. Auch im Obstsalat macht sich diese exotische Frucht sehr gut.