Bergpalme - Pflege - Ist sie giftig?

bergpalme-gruen-hg-flDie Bergpalme (Chamaedorea) stammt aus Mittelamerika und kommt in ca. 120 Arten vor. Die am häufigsten als Zimmerplame gehaltene Art ist die Chamaedorea elegans. Bergpalmen wachsen recht langsam, können sehr alt werden und werden kaum größer als 1 m. Die Bergpalme ist eine der wenigen Palmen, die auch als Zimmerpflanze blüht. Früchte entwickelt sie allerdings normalerweise nicht, da männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen sitzen.

Standort

Die Bergpalme liebt einen hellen, sonnigen bis halbschattigen Platz, verträgt aber keine direkte Mittagssonne.

Im Winter sollte sie eine Ruhepause einlegen können. Hierzu ist ein Platz geeignet, dessen Temperatur dauerhaft nicht unter 12° C fällt. Das Winterquartier sollte aber nicht zu dunkel ausfallen, sonst werden die Blätter gelb. Die Bergpalme mag eine höhere Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte man sie ab und zu mit Wasser besprühen.

Pflanzen und Umtopfen

Die Bergpalme pflanzt man am besten in eine Mischung aus Kompost und Torf. Umtopfen muss man sie nur selten, wenn die Wurzeln das gesamte Pflanzgefäß ausfüllen. Dabei sollte man vorsichtig mit den Wurzeln umgehen, sie brechen leicht.

Wässern und Düngen

Vom Frühjahr bis zum Herbst braucht die Bergpalme viel Wasser. Sie sollte so gegossen werden, dass die Erde gut feucht ist. Die Bergpalme ist eine der wenigen Pflanzen, bei denen ruhig Wasser im Untersetzer stehen bleiben darf. Während der Winterruhe wird sie nur mäßig gegossen, so dass die Erde gerade mal feucht ist. Die obere Erdschicht darf ruhig zwischendurch abtrocknen. Die Bergpalme bekommt nur vom Frühjahr bis zum Herbst einmal im Monat etwas Flüssigdünger in mäßiger Konzentration.

Vermehrung

Theoretisch könnte man die Bergpalme aus Samen ziehen. Da es aber kaum möglich ist, diese Samen zu bekommen (sie bildet als Zimmerpflanze keine Früchte aus), bleibt nur die Vermehrung durch Stecklinge. Hierzu trennt man Seitentriebe am Fuß der Bergpalme ab und zieht sie in spezieller Anzuchterde heran.

Ist die Bergpalme giftig?

Auf vielen Internetseiten wird behauptet, dass die Blüten oder die Blätter der Bergpalme giftig wären. Sie sollen Saponine enthalten, die nach dem Verzehr
Magen-und-Darm-Probleme auslösen können. Laut der Giftpflanzendatenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich trifft das nicht zu. Die Bergpalme wird dort als ungiftige Zimmer- und Balkonpflanze geführt. Zur Vorsicht sollten Eltern kleiner Kinder und Besitzer von Haustieren vielleicht darauf achten, dass die Pflanze nicht "angeknabbert" wird.

bergpalme-rot-hg-flPflegefehler
  • Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, färben sich die Spitzen der Palmwedel braun. Durch gelgentliches Besprühen der Pflanze mit Wasser kann man hier Abhilfe schaffen.
  • Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit kann auch ein Befall mit der "Roten Spinne" = Spinnmilben auftreten. Dann werden die Blätter gelb und auf ihren Unterseiten befinden sich zarte Gespinste. Zur Bekämpfung wird ein spezielles Pflanzenschutzmitel eingesetzt.
  • Ist der Standort der Bergpalme zu kühl, färben sich die Blätter erst gelb, dann braun. Die Pflanze sollte dann einen anderen Standort bekommen.
  • Bei einem ungünstigen Standort kann es auch zum Befall mit Schildläusen kommen. Einen Schildlausbefall erkennt man an klebrigen Flecken auf den Blätter. Die Bekämpfung der Schildläuse ist schwierig und langwierig. Bei einem geringen Befall kann

    man versuchen sie mit Alkohol abzuschaben. Sonst gibt es systemische Mittel, die als Stäbchen oder Granulat angeboten werden. Die Stäbchen werden in die Erde gsteckt, das Granulat auf die Erde gestreut und leicht eingearbeitet. Problematisch ist daran, dass diese Mittel in der Regel auch Dünger enthalten. Hierdurch kann es schnell zu einer Überdüngung der Pflanze kommen. Von ölhaltigen Sprays ist bei den dünnen Blättern der Bergpalme abzuraten. Das Öl verklebt die Blattporen und führt zum Blattverlust. Bei großflächiger Anwendung kann die Pflanze daran zugrunde gehen.
Steckbrief
  • Höhe 90 - 240cm
  • Breite 60 - 120cm
  • Temperatur 16 -24 °C
  • Lichter Schatten
  • Palme
Zur Gattung Chamaedorea - Bergpalme - zählen insgesamt ungefähr 100 Arten in Südamerika. Unter diesen in der Regel kleinwüchsigen Palmen, die eigentlich im Unterwuchs der Tropenwälder wachsen, sind einige der beliebtesten Zimmerpalmen. Ihre Sprossachsen sind oftmals rohrartig, die Blätter fiederartig zerteilt oder auch ganzrandig.

Beliebte Arten

Chamaedorea elegans - die bekannte Bergpalme - mit kurzem grünem Stamm sowie mittelgrünen, überhängenden Blättern, die 45 - 60cm lang und in bis zu 30 Segmente geteilt sind, wächst langsam zu 90cm Höhe und 60cm Breite heran.

Chamaedorea erumpens, bis zu 240cm hoch und 120cm breit, treibt ein Büschel grüner, bambusartiger Stängel mit überhängenden dunkelgrünen Blättern. Diese erreichen eine Länge von bis zu 50cm und sind in bis zu 20 schmale, eiförmige Segmente geteilt.

Chamaedorea seifrizii wird höchstens 120cm hoch und 90cm breit. Ein Busch rohrartiger Stängel ist von filigranen Blättern gekrönt, die bis zu 90cm lang werden können und in bis zu 30 schmale, dunkelblaugrüne Segmente geteilt sind.