Orchideenarten - Orchideensorten - Pflege

Phalaenopsis - die typische OrchideeOrchideen gelten seit jeher nicht nur als die schönsten, sondern auch als die begehrenswertesten unter allen Pflanzen dieser Erde. Von den Liebhabern wird ihre Haltung im Zimmer als die Krönung der Pflanzenpflege angesehen.

Unter den 25.000 wildwachsenden Orchideen eignen sich nur 24 Arten, zusätzlich zu den rund 50.000 Arten von Hybriden, also gezüchteten Orchideen, zum Zimmerstand. Abhängig von der Art sind die jeweiligen Lebensräume: es gibt Arten, die wachsen epiphytisch (in – und an Bäumen), litophytisch (an und auf Felsen und kleineren

Steinen) oder terrestrisch (in der Erde).

Als so genannte Fensterbrettorchideen eigenen sich vor allem Erdorchideen aus kühleren Klimabereichen.
Übersicht über die gängigsten Orchideenarten:

- Frauenschuh, Venusschuh

Die erdbewohnende Gattung ist in Asien beheimatet, sie blüht gewöhnlich von April bis März. Venusschuhe vertragen zu keiner Zeit direktes Sonnenlicht, außerdem bildet die Pflanze keine Speicherorgane aus, was heißt, dass sie auch in der Ruhephase im Vorwinter feuchter gehalten werden muss; umgetopft werden sollte höchstens alle drei Jahre nach der Blüte. Unter den rund 50 Arten eignet sich vor allem die Paphiopedilum insigne für eine Haltung unter den angegebenen Bedingungen.

- Tibetorchideen ( Pleione formosana und P. limbrichtii)

An diesen beiden Pflanzen ist der Rhythmus des Orchideenlebens besonders für Anfänger gut zu beobachten: die ruhende Bulbe, ein Blütenaustrieb, die Blattanlage, Ausbildung einer neuen Bulbe, Vergehen des Blattes und die Ruhezeit. Die einzige Besonderheit ist, dass sie nie gedüngt werden sollte. Im Verhältnis zu den kleinen Blättern haben Tibetorchideen erstaunlich große zartviolette Blüten.

- Hohlnarbe (Coelogyne cristata)

Orchideen Da diese Epiphyten aus dem Himalaja kommen, brauchen sie während der Wachstumszeit (Mai bis August) feuchtwarme Bedingungen, während der Ruhezeit (Oktober bis Dezember) hingegen einen kühlen Stand. Die ab Januar erscheinenden, wunderschönen weißen Blüten mit gelbem Mittenfleck erreichen bis 8 cm im Durchmesser. Zu halten sind sie am besten in Lattenkörben oder durchbrochenen Tonschalen.

- Odontoglossum Crispum

Die Haltung

entspricht ganz der der Hohlnarbe. Je Bulbe werden zwei bis drei Blätter ausgebildet, die Blütenrispe trägt bis zu 20 sternenförmige Blüten von verschiedenen Farben: rosa, weiß, rot getupft oder bräunlich marmoriert.

- Oncidium ornithorhynchum

Mit ihren vielblütigen Rispen rosaroter duftender Blüten ist die Oncidium eine empfehlenswerte Zimmerorchidee für einen kühlen aber hellen Stand. Ihre auffallend nach Vanille duftenden kleinen Blüten erscheinen zahlreich von Oktober bis Dezember, die Ruhezeit setzt nach der Blüte ein und dauert bis März.

- Kahnlippe (Cymbidium spp.)

Die Blätter der Kahnlippe sind beinahe schilfartig. Mitten in unserem Winter treibt sie die Rispen mit den handtellergroßen, wochenlang haltbaren Blüten von unterschiedlicher Farbe, zumeist gelbgrün bis weinrot, aus.

{mospagebreak}

- Lycaste skinneri / L. virginalis

Diese Sorte von Orchideen, von denen es etwa 50 Arten gibt, zählt zu den schönsten Zimmerorchideen. Die wächsernen, duftenden, einzeln stehenden Blüten auf etwa 30 Zentimeter langen Stielen sind meist rosafarben gefärbt und verfügen über purpurne Blütenlippen.

- Cattleyen

Cattleya sind vorwiegend kleine, und damit für den Zimmergärtner besonders geeignete Epiphyten. Es existieren in etwa 40 Arten, die in den verschiedensten Farben und Formen blühen. Zuhause sind sie auf den Karibischen Inseln und von Mexiko bis Brasilien.

- Odontoglossum (Zahnlippe) – grande und cirrhosum

kleine Blüten, große Wirkung Die beiden Arten haben sternförmige Blüten, die bei der

O. cirrhosum weiß und karminrot gefleckt, bei der O. grande gelb mit brauner Querbänderung sind. Ihrer Herkunft aus den feuchten und kühlen Gebirgslagen von Mexiko bis Bolivien entsprechend, sind sie vor allem in unserem Sommer möglichst kühl, luftig und schattig zu halten.

- Sophronitis coccinea

Die Bulben dieser Epiphyten tragen nur ein Blatt und wirken damit relativ unscheinbar, bis sie ihre großen und besonders prächtigen Blüten öffnen. Sie gedeihen am allerbesten auf einem Block rissiger Rinde.

- Stanhopea hernandezii

Für diese Epiphyten ist eine Kultur einzig in Lattenkörben geeignet, da ihre großen, weißgelben, violettgefleckten Blüten immer nach unten aus dem Substrat brechen. Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September

- Phalaenopsis – Malaienblume

Eine der beliebtesten und bekanntesten Orchideen - je nach Art wird diese Gattung bis zu einem halben Meter hoch, es werden sowohl einfarbige als auch mehrfarbige Arten und Hybriden angeboten. In der Stärke des Blütenduftes unterscheiden sich die verschiedenen Arten sehr stark.

- Doritaenopsis spp.

Diese Hybriden blühen bei guter, einfühlsamer Pflege vom Spätsommer bis zum Winter, bei zu schattigem Standort allerdings lässt die Blühwilligkeit deutlich nach. Eine Kultur eignet sich zwar auch hängend, gelingt aber besser in Töpfen oder durchbrochenen Orchideenschalen über einem Wassergefäß.

von Katharina Balser