Blaues Pfeifengras, Molinia caerulea - Pflege und Schneiden

grashochDas Blaue Pfeifengras gehört zur Familie der Süßgräser. Es hat zudem noch weitere Namen wie Gewöhnliches Pfeifengras, Benthalm, Bentgras oder Kleines Pfeifengras. Den Namen hat das Gras erhalten, da aus den Halmen ein Besen gebunden wird.

Die Wuchshöhe von Blauem Pfeifengras beträgt in der Regel 50 bis 100 cm. Die Blütenrispen, in denen sich die Samen verbergen, werden ebenfalls 5 bis 50 cm lang. Die Blütenrispen weisen außerdem eine blauviolette Farbe auf. Das Pfeifengras kann zwischen den Monaten Juli und

September mit einer wundervollen Blütenpracht den Garten verzaubern. Es könnte auch als schilfartiges Gewächs beschrieben werden, welchen Gärtner mit Vorliebe um den Teich pflanzen.

Aussaat und Vermehrung von Blauem Pfeifengras

Die Molinia caerula Graspflanze kommt in nahezu allen Gegenden vor. Wenn Sie an einem freien Naturgebiet vorbeikommen, werden Sie diese Grasart bereits von Weitem erkennen. Somit ist es eigentlich hinfällig, den Samen für das Gras in einem Ladengeschäft zu erwerben:
  • Ziehen Sie die Samen von der Molinia caerula einfach ab und setzen diese zum Keimen an.
  • Hierfür reicht es, wenn Sie den Samen in einem Topf voll mit Erde nur leicht gegen die Erde drücken.
  • Innerhalb von zwei Wochen müsste der erste Keimling zusehen sein.
  • Wenn das Thermometer unter 15 °C fällt, kann der Samen nicht keimen! Die Temperatur sollte also konstant 20 °C betragen.
  • Sobald der Keimling 10 cm gewachsen ist, dürfen Sie diesen in den Garten setzen.
  • Sie können natürlich auch sofort mit der Aussaat im Garten beginnen und den Boden mit etwas Sand markieren.
  • Wenn Sie eine weitere Vermehrung des Grases anstreben, können Sie nun von den eigenen Blüten Samen entnehmen und diese wieder hochziehen.
Pfeifengras pflanzen und pflegen

Sobald das Pfeifengras gewachsen ist, lässt es sich einfach handhaben. Es ist nahezu anspruchslos und übersteht auch mehrere Tage ohne Wasser. Zu trocken darf es jedoch nicht werden, da es sonst keine Überlebenschance hat.

Die Molinia caerula benötigt nur einen geringen Pflegeaufwand. Die Pflanze an sich ist vollkommen anspruchslos und benötigt nur mäßig Wasser. Im Winter kann das Gras im Freien bleiben und mit der herrlichen Farbe die Augen des Besitzers erfreuen. Als Standort ist es vorteilhaft, wenn Sie einen sonnigen oder halbschattigen Platz auswählen. Das blaue Pfeifengras wächst gerne am Teichrand oder zwischen Gehölzen. Damit die Pflanzen ausgiebig wachsen, ist ein humusreicher Boden erforderlich. Die Molinia caerula sollte im Frühjahr geschnitten werden, damit Sie den Sommer über wieder schon und farbenfroh wachsen kann.
  • Standort
Wählen Sie für die Molinia caerula einen sonnigen oder halbschattigen Platz aus. Die Beschaffenheit des Bodens sollte neutral bis sauer sein sowie durchlässig und feucht. Das Gras übersteht auch einmal eine Trockenperiode unbeschadet. Sie können also beruhigt in den Urlaub fahren und kehren mit der Gewissheit nach Hause zurück dass Sie Gras immer noch in voller Größe und Gesundheit an seinem Platz vorfinden werden.
  • Gießen
Im Sommer benötigt die Molinia caerula etwas mehr Wasser. Zwei bis
drei Mal die Woche sind jedoch völlig ausreichend.
  • Düngen
Im Winter benötigt die Molinia caerula keinerlei Dünger. Im Sommer reicht es, wenn Sie einmal alle zwei Monate einen Schuss Dünger dem Gießwasser zugeben.
  • Schneiden
Damit das blaue Pfeifengras Jahr für Jahr wachsen kann,

sollte es jedes Jahr im Frühjahr in Bodennähe geschnitten werden. Sie können das Gras anschließend Trocknen und in einer Vase als Trockenstrauß aufstellen.
  • Überwintern
Für das Überwintern sind keine besonderen Maßnahmen notwendig. Schützen Sie den Boden etwas für Frost, indem Sie Holzspäne oder Pellets zwischen den Grashalmen verstreuen.
  • Krankheiten und Schädlinge
Das blaue Pfeifengras wird von keinem Schädling angegriffen, sodass auch hier keine Probleme auftreten. Krankheiten sind außerdem unbekannt.

Besonderheiten des Pfeifengrases


Bei diesem Gras handelt es sich um eine geschützte Art, die in der Natur, besonders in Moorgebieten vorkommt. In Europa und Westasien sind ebenfalls Pflanzen dieser Gattung zu finden. Wenn Sie ein Moorbeet anlegen möchten, ist das blaue Pfeifengras wie geschaffen dafür. Es kann zudem auch gut in einem Topf kultiviert werden. Die Blätter sowie Blüten lassen sich hervorragend schneiden und trocknen. Aufgrund der optimalen Eigenschaften der Pflanze ist diese für Gärtneranfänger geeignet. Heidegärten oder Wildgärten werden mit dem Gras zu einem bewundernswerten Bereich.

Bekannte Sorten von Blauem Pfeifengras

Es gibt viele Sorten, die unter die Bezeichnung "Blaues Pfeifengras" fallen:
  • Heidekraut ist ebenfalls ein blaues Pfeifengras und erreicht mit der Blüte eine erstaunliche Höhe von 150 cm.
  • Moorflamme zählt ebenfalls zur Familie des blauen Pfeifengrases. Hierbei entwickelt sich eine herrliche violett-rote und auch herbstliche Färbung, die ein fantastisches Farbenbild abgibt.
  • Die Moorhexe ist im Herbst mit einer goldgelben Färbung zu sehen. Zudem kommen purpurfarbene Ähren und eine Höhe von etwa 80 cm. Transparent nennt sich eine Art des blauen Pfeifengrases und fasziniert mit einem grazilen Wuchs und einer Höhe von ca. 50 cm.
  • Die Pflanze Windspiel wächst nahezu aufrecht bis in eine Höhe von 180 cm und fasziniert ebenso mit einer tollen Farbgebung.
Wissenswertes zum Blauen Pfeifengras in Kürze

Das blaue Pfeifengras hat einen natürlichen Ursprung und zählt zu den geschützten Grasarten. Es ist pflegeleicht und wird kaum von Schädlingen befallen. Es bedarf keiner gesonderten Pflege und ist daher optimal für den Wild- oder Heidegarten geeignet. Zudem kann die Molinia caerula Graspflanze an Teichen gesät werden, um eine natürliche Windbarriere zu erschaffen. Denn auch starker Wind kann dem blauen Pfeifengras nichts anhaben.
  • Art/Familie: eine Staude, die zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört
  • Pflegeaufwand: gering, pflegeleicht, anspruchslos und robust
  • Blüte: sitzen in lockeren Rispen an aufrechten Blütenstielen, diese wiederum ragen strahlenförmig aus den Blättern heraus
  • Blütezeit: Juli bis Oktober mit dunklen purpurfarbenen bis hellbraunen Ähren, goldgelbe Herbstfärbung
  • Belaubung: schmal linealisch grüne Blätter mit auffälliger gold-gelber Herbstfärbung, auch im Winter eine Zierde
  • Wuchs: buschig, aufrecht, dichte Horste bildend
  • Höhe: je nach Sorte Blattschopf 20 bis 60 cm, mit Blütenständen 50 bis 200 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig, gerne vor und zwischen Gehölzen sowie am Teichrand
  • Substrat: humoser, feucht, jedoch durchlässig, neutral bis sauer
  • Pflanzzeit: jederzeit solange der Boden nicht gefroren ist, kann im Frühjahr auch ausgesät werden
  • Schnitt: Frühjahr bodennah
  • Partner: passt schön in einen Teppich von Polstergräser wie Blau-Schwingel, wo es Kontraste setzt, schöner Partner auch von Herbst-Astern
  • Vermehrung: Teilung im Frühjahr
  • Pflege: bei anhaltender Trockenheit wässern, kombiniert mit Rückschnitt im Frühjahr düngen
  • Überwinterung: winterhart
  • Besonderheiten: kommt natürlich in den Moorgebieten von Europa und Westasien vor
  • Verwendung: sowohl Blätter als auch Blütenstände lassen sich gut schneiden und trocknen