Efeutute - Pflege, Schneiden und Vermehren

EfeututeDie hübsche und zudem pflegeleichte Efeutute (Epipremnum aureum) stammt aus tropischen und subtropischen Regionen. Zahlreiche bunte Zuchtformen der Pflanze machen sie so attraktiv als Zimmerpflanze. Die Blattfärbungen reichen von Weiß über Gelb, Hellgrün bis zu Dunkelgrün.

In der Natur wachsen Efeututen als Rankpflanzen, im Zimmer jedoch können sie gut auch in Hängeampeln kultiviert werden. Auch als Rankpflanze, die jedoch unbedingt eine Kletterhilfe benötigt, eignet sich die Efeutute. Sie können die Pflanze dann um Fenster herum leiten, oder schöne,

dichte Wuchsbilder erreichen.

Der günstigste Standort für Efeututen

Efeututen lieben einen hellen Standort, der aber nicht zu sonnig sein sollte. Als Rankpflanze verträgt die Efeutute aber auch durchaus weniger Licht und gedeiht üppig im Schatten und mit schwächeren Lichtverhältnissen. Sie sollten aber bedenken, dass die Pflanze versucht, den Lichtmangel auszugleichen. Zu diesem Zweck bildet sie verstärkt Blattgrün und die schöne Zeichnung der Blätter verblasst. Die intensiv gezeichneten Sorten der Efeutute sollten deshalb einen Standort mit ausreichend Licht erhalten.

Wasserbedarf von Efeututen

Die Efeutute benötigt in den Wachstumsphasen reichlich Wasser und sollte gleichmäßig gegossen werden. Das Substrat sollte nie ganz austrocknen. Nur in den Phasen, in denen das Wachstum im Winter etwas stagniert, darf die oberste Schicht der Erde leicht antrocknen. Efeututen reagieren mit braunen Blättern oder Blattabfall auf zu wenig Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte die Pflanze regelmäßig mit weichem Wasser besprüht werden. Zusätzlich sorgt diese Blattdusche für einen schönen, natürlichen Glanz der Blätter.

Temperaturempfindlichkeit

Die Efeutute liebt Temperaturen um die 20 °C, also normale Raumtemperatur. Bei höheren Temperaturen sollte man die Pflanze öfter mit Wasser versorgen und für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Efeutute verträgt auch etwas geringere Temperaturen, ist aber keinesfalls frostbeständig. Unter 10 °C verkümmern die Pflanzen.

Vermehrung von Efeututen

Die Pflanze lässt sich durch Stecklinge sehr einfach vermehren:
  • Im Frühjahr kann man Stecklinge von der Pflanze abschneiden, die mindestens 3 bis 4 Blattknoten haben sollten.
  • Diese werden in ein Substrat, das zu gleichen Teilen aus Torf und Sand gemischt wird, eingesetzt.
  • Über das Töpfchen stülpt man eine Plastiktüte, die mit einem Gummiring am Topf fixiert wird.
  • Die Stecklinge sollten einen hellen, aber keinesfalls sonnigen Platz bekommen. Bei Mindesttemperaturen von 20 °C bilden sich rasch Wurzeln.
  • Die Stecklinge sollten nur mäßig mit Wasser versorgt werden, sodass die Erde nur ganz leicht feucht ist, denn sie können durch zu große Wassergaben leicht faulen.
  • Sobald die Stecklinge angewurzelt sind, kann man sie in kleinen Gruppen in ein größeres Pflanzgefäß umsetzen.
Auch in einem Glas Wasser wurzeln Stecklinge der Efeutute rasch. Sobald die Wurzeln mindestens 3 cm lang sind, können die kleinen Pflanzen eingetopft werden.

Empfohlene Erde und Düngergaben

Die
Efeutute ist anspruchslos, einfache Blumenerde reicht für die Kultivierung aus. Die Pflanze gedeiht auch sehr gut in Tongranulat, z. B. als Hydrokultur. Bedingt durch ihr starkes Wachstum benötigt die Efeutute vom Frühjahr bis zum Herbst regelmäßige Düngergaben. Empfehlenswert ist die mittlere Konzentration eines im Handel erhältlichen Flüssigdüngers.

Pflegefehler
  • Staunässe lässt die Wurzeln der Efeutute rasch faulen. Deshalb sollte man den Blumentopf immer mit einer Schicht Tongranulat befüllen, auf das die Blumenerde gegeben

    wird. Das Granulat speichert Wasser und verhindert Staunässe.
  • Wenn die Blätter ihre schöne Zeichnung verlieren, steht die Pflanze zu dunkel. Zudem bildet die Efeutute dann nur spärlich Laub aus. Die Efeutute sollte in diesem Fall einen helleren Platz im Zimmer bekommen. Dort bildet sie rasch wieder ihre schönen Blattmuster.
  • Verbleichen die Blätter hingegen, steht die Pflanze zu hell. Die Efeutute verträgt kaum Sonnenlicht! Treten Verbleichungen der Blätter auf, sollte die Pflanze einen schattigen Platz im Zimmer erhalten.
Schädlingsbefall

Die Efeutute ist eine an und für sich sehr robuste Zimmerpflanze. Bei zu trockener Raumluft, schlechter Erde oder zu wenig Licht könnte sie allerdings Schmierläuse, Spinnmilben oder Thripse bekommen.

Wollläuse sind Saugschädlinge, die sich auch für die Efeutute interessierenSchmier- oder Wollläuse
sind 1 bis 5 mm große Saugschädlinge die sich mit einer weißen, watteartigen Substanz umgeben. Die Nymphen der Laus ernähren sich vom Pflanzensaft. Befallene Pflanzen sollte man unbedingt alleine stellen, da sich Schmierlausbefall rasch auf andere Pflanzen überträgt.
In die Pflanzendusche sollte bei Befall mit Schmierläusen Neemöl gegeben werden. Dies tötet die Schädlinge auf natürliche Weise ab.

Spinnmilben
Spinnmilben sind winzig klein, nur 0,5 bis 1 mm groß. Sie zapfen mit ihren saugenden Mundwerkzeugen bevorzugt die Blattunterseiten an. Sie vermehren sich rasant und können zu großen Schäden an den befallenen Pflanzen führen. Erkennbar sind sie am weißen Gespinst an den Blattachsen. Den Befall kann man durch häufiges Besprühen der Pflanzen vermeiden. Sollten dennoch Spinnmilben festgestellt werden, kann die Pflanze in eine lichtdurchlässige Tüte gepackt werden, die dann luftdicht verschlossen wird. Die entstehende Luftfeuchtigkeit reduziert den Befall mit Spinnmilben.

Thripse oder Gewittertierchen
Hierbei handelt es sich um 1 bis 3 mm kleine, geflügelte Sauginsekten. Auch sie halten sich überwiegend an den Blattunterseiten auf.
 
Bei allen Schädlingen sollten zusätzlich zu umweltschonenden Methoden, je nach Topfgröße dosiert, Insektizidstäbchen zur Bekämpfung verwendet werden. Die Pflanze nimmt das Insektizid direkt auf und gibt es über den Pflanzensaft an die Schädlinge ab. Diese werden dadurch zuverlässig abgetötet.

Aussehen und Pflege-Tipps

Junge Pflanzen haben eine maximale Blattgröße von ca. 10 cm. Ältere Pflanzen hingegen können auch mit einer Blattgröße bis zu 40 cm aufwarten.

Die Epipremnum Aureum mag es warm aber nicht zu sonnig. Die Pflanze verträgt auch schattige Standorte, aber hierbei schwächen sich die Farben der Blätter ab. Die Pflanze wirkt dann blasser. Hier gilt der Grundsatz, umso mehr Muster die Efeutute besitzt, umso mehr Licht braucht sie, um gut und stark wachsen zu können.

Die Pflanze sollte vor allem in den Monaten April-September oft gegossen werden. Das Pflanzensubstrat sollte vor dem nächsten Gießen fast trocken sein, bevor man sie das nächste Mal gießt. Damit die Pflanze ihre optimale Luftfeuchtigkeit bekommt, sollte sie regelmäßig mit zimmerwarmen Wasser abgesprüht werden. Dabei sollte man vor allem darauf achten, dass das Wasser möglichst kalkfrei ist. Die Efeutute ist zwar klimatisch sehr anpassungsfähig, aber sie bevorzugt ein tropisches Klima. In der lichtschwachen Jahreszeit sollte man daher die Pflanze an einen hellen Ort stellen und das Substrat noch mehr eintrocknen lassen zwischen den Gießzeiten. Die Pflanze wächst sehr gut bei normaler Wohnungstemperatur. Wird die Temperatur erhöht, benötigt die Epipremnum Aureum auch mehr Luftfeuchtigkeit. Im Winter mag sie auch niedrigere Temperaturen bei ca. 15 Grad Celsius.

Eine Mischung aus Kompost- und Blumenerde ist die beste Basis für ein optimales Gedeihen der Efeutute. Für die richtige Düngung sorgt in den warmen Monaten ein flüssiges Düngemittel.