Große und dekorative Zimmerpflanzen - Arten-Tipps

Zamioculcas gehören zu dem großen, dekorativen Zimmerpflanzen
Nichts ist so privat und persönlich, wie die eigene Wohnung. Hier genießen wir unser privates Leben. Und dieses private Umfeld gestalten wir gerne individuell und nach eigenem Ermessen. Ob der Einrichtungs-Stil ländlich rustikal, stilvoll, oder modern elegant gestaltet wird, hängt von der Persönlichkeit des Bewohners ab. Alle Individualisten sind sich jedoch in einem einig - eine Wohnung wird erst durch große und dekorative Grünpflanzen zu einer Wohlfühloase.  Sie betonen den Wohnstil und bewirken in jedem Raum wahre

optische Wunder.

Zamie, die pflegeleichte Schönheit

Die dekorative Zamie (Zamioculcas zamiifolia), auch Glücksfeder genannt, ist eine besondere Schönheit. Sie stammt aus dem tropischen Ostafrika. Bei dieser Pflanze wachsen aus einem horizontal wachsenden knollenartigen Rhizom viele Sprosse, an denen sich fünf bis zwölf dunkelgrüne, glänzende Blätter bilden. Die unteren Enden der Stiele sind verdickt. Sie sind der Wasserspeicher. Steht die Pflanze lange Zeit zu trocken, wirft sie einen Teil der Blattsprossen ab. Zurück bleibt der Wasserspeicher in dem verdickten Stiel.

Pflege
Die Zamioculcas zamiifolia benötigt nur wenig Pflege und sie kommt mit wenig Licht aus. Wasser benötigt sie nur alle vierzehn Tage. Ihr Dank sind die prachtvollen grünen Blätter. Wird das Gießen vergessen, schützt sich die Pflanze und wirft einige Blätter ab. Erhält sie wieder ausreichend Wasser, wachsen neue Blattstiele nach. Die Glücksfeder wächst recht langsam. Umtopfen ist deshalb nur selten erforderlich. Universalblumenerde oder Palmenerde ist ihr am liebsten.

Standort
Die Pflanze steht gerne hell bis halbschattig. Sie verträgt aber auch die volle Sonne und den Schatten.

Düngung
Für ein Düngestäbchen alle drei Monate ist die Zamie dankbar.

Temperatur
Die Zamie ist eine anspruchslose Zimmerpflanze. Sie akzeptiert eine normale Zimmertemperatur. Im Winter reichen ihr 15 °C aus, um weiterhin in voller Schönheit zu glänzen.

Wuchshöhe
Die Zamie wird in aller Regel 40 bis 60 cm groß. Bei optimaler Pflege kann sie aber auch bis 1,50 m hoch werden.

Die Australische Kastanie ist eine schlanke, aber hochwachsende ZimmerpflanzeVermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung der knollenartigen Rhizome oder mit Blattstecklingen. Diese benötigen allerdings für das Anwachsen mehrere Monate.

Jamaika-Thymian, die Zimmerpflanze mit Charakter

Nicht nur die bekannten Zimmerpflanzen geben einer Wohnung Stil und Charme. Auch ungewöhnliche Würzpflanzen in dekorativen Pflanztöpfen sind ein echtes Highlight in einem Wohnraum. Eine besondere Gattung ist hier der Jamaika-Thymian. Mit Jamaika hat dieser Thymian allerdings gar nichts zu tun. Sein botanischer Name ist Plectranthus amboinicus. Seine Heimat ist Afrika. Allerdings fühlt er sich bei der richtigen Pflege auch in unseren Breiten richtig wohl. Als Gewürzpflanze hat dieser Thymian bei uns leider noch keine große Bekanntheit erlangt. Das ist sehr schade, denn sein Duft und sein Geschmack sind ein kulinarischer Hochgenuss. Als Zimmerpflanze machen den Jamaika-Thymian seine vorzüglichen Eigenschaften interessant. Er wächst sehr schnell, lässt sich ganz einfach vermehren und er ist robust. Die fast handtellergroßen, sukkulenten Blätter haben ein wundervolles  Thymianaroma. Die glänzenden und immer gesund aussehenden Blätter wirken immer ausgesprochen dekorativ.

Standort
Der Jamaika-Thymian liebt Wärme in der Sonne und im Halbschatten ohne Zugluft. Im Winter sollte die Temperatur nicht unter 12 °C fallen.

Wasserbedarf
Die Pflanze

benötigt wenig Wasser. Erst mit dem Finger prüfen, ob die Erde angetrocknet ist. Erst dann soll gegossen werden.

Düngung
Der Jamaika-Thymian benötigt alle zwei bis vier Monate etwas
Dünger. Je mehr Dünger die Pflanze bekommt, desto länger werden die Triebe.

Vermehrung
Der Plectranthus amboinicus lässt sich sehr einfach vermehren. Einfach einen Trieb abschneiden und in gut durchnässte Erde setzen. Die Keimlinge mögen es nass. Zeigen sich die ersten Triebe an der Oberfläche, soll der Keimling noch vor der prallen Mittagssonne noch geschützt werden.  Wurde aus ihm eine kräftige Jungpflanze, kann sie an den endgültigen Standort gestellt werden.

Blüten der Tabakpflanze sind Blickfänger in jedem ZimmerGlücksbaum - der Unproblematische

Der Glücksbaum ist bei uns auch als Flaschenbaum bekannt. Er gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, weil er tatsächlich ohne Pflegeprobleme in der Wohnung gehalten werden kann. Und seine ungewöhnliche Optik macht diese Pflanze zu etwas Besonderem jedem Raum. Es gibt sehr viele verschiedene Arten des Flaschenbaums. Bei uns wird meistens der Brachychiton rupestris verkauft, der Glücksbaum. Er ist der kleinste dieser Pflanzenfamilie und deshalb bestens für die Zimmerkultur geeignet. Sein an der Basis verdickter Stamm und seine durch die Einlagerung von Wasserreserven angeschwollenen und ineinander verschlungenen und verknoteten Wurzeln sind bei dieser Pflanze der besondere Blickfang. Dieser individuelle Wuchs, der mit keiner zweiten Pflanze identisch ist, soll seinem Besitzer Glück bringen. Deshalb erhielt dieses Bäumchen den Namen Glücksbaum. Tipp: Lässt man den Glücksbaum einfach wachsen und stutzt ihn nicht, dann erscheinen nach einigen Jahren wunderschöne rosa Glockenblüten.

Standort
Der Glücksbaum benötigt viel Licht. Er fühlt sich am sonnigsten Platz der Wohnung wohl. Ohne Sonnenlicht benötigt er eine Zusatzbeleuchtung. Im Winter reichen ihm Temperaturen zwischen 12 und 15 °C an einem sehr hellen Standort.

Pflege
Der Glücksbaum möchte eher trockener stehen, als zu feucht. Schließlich dient der verdickte Stammgrund als perfekter Wasserspeicher. Das bedeutet, dass im Sommer nur mäßig gegossen werden soll, im Winter sogar nur ganz wenig. An sehr heißen Tagen ist der Baum dankbar für das Besprühen seiner Blätter mit Wasser.

Düngung
Soll der Brachychiton rupestris als Bonsai wachsen, bekommt er während der Wachstumszeit nur zwei- bis dreimal eine kleine Portion Flüssigdünger. Erhält er Raum in einem großen Kübel, möchte er schnell wachsen. Dann benötigt er alle vierzehn Tage eine Düngergabe. Im Frühjahr kann der Glücksbaum umgepflanzt werden. Richtig ist dann Topf mit durchlässiger Erde und mit einer dicken Drainageschicht.

Vermehrung
Der Glücksbaum kann sehr einfach aus Samen gezogen werden. Sie sind im Fachhandel für exotische Sämereien erhältlich. Auch können im Frühjahr Triebspitzen als Stecklinge genommen werden. Die Stecklinge sollten eine Länge von 10 cm haben und in feuchter Luft wurzeln können.

Verschiedene Palmensorten sind als raumfüllende Zimmerpflanzen geeignetKrankheiten
Der Glücksbaum stellt keine großen Ansprüche und nimmt Pflegefehler nicht so leicht übel. Das Einzige, was er gar nicht verträgt, ist Staunässe in seinem Topf. Deshalb ist jeder Besitzer eines solchen Prachtexemplars gut beraten, wenn unten in den Pflanztopf eine dicke Drainageschicht aus Kiesel gefüllt wird. Trotzdem sollte im Untersatz nie Wasser stehen bleiben. Zeigen sich braune Blattspitzen, ist die Luft zu trocken. Dann sollte die Pflanze einfach häufiger besprüht werden.

Wissenswertes zu großen Zimmerpflanzen in Kürze

Viele Menschen verschönern mit großen Pflanzen ihre Wohnung. Sehr beliebt für diese Aufgabe sind verschiedene Palmenarten, aber auch diverse andere Zimmerpflanzen:
  • Die Yucca-Palme ist zum Beispiel ein typischer Vertreter der großen Pflanzen für die Wohnung. Die Yucca gehört zur Familie der Palmlilien. Sie wird bis zu 5 Meter hoch und ist dabei eine fast anspruchslos zu nennende Pflanze. Sie stammt aus Nord- bzw. Mittelamerika und mag es durchaus warm. Eine ideale Zimmerpflanze also.
  • Ebenfalls aus Amerika, allerdings aus südlicheren Gefilden, stammt die Dieffenbachia. Sie mag einen hellen Standort und dankt dies mit einem guten Wachstum. Die Dieffenbachia kann es, je nach Art, auf bis zu 2 Meter Höhe bringen.
  • Auch der Ficus mit seinen verschiedenen Familienmitgliedern ist in vielen Wohnungen zu finden.
  • Der Gummibaum gehört zum Beispiel zu dieser Pflanzengattung, ebenso wie der sich großer Beliebtheit erfreuende Ficus benjamina. Diese Pflanzen erreichen eine Höhe bis zu 2 Meter und sind dabei sehr pflegeleicht.
  • Etwas anspruchsvoller in der Pflege ist die Schefflera, auch Strahlenaralie genannt. Stimmen allerdings die Bedingungen, wird diese ebenfalls bis zu 2 Meter hoch. Zu der Gattung zählen etwa 900 Arten, von denen ein Großteil als Zimmerpflanzen kultiviert wurde. Ihre Heimat ist in Indonesien und Polynesien. Deshalb benötigen sie ein feuchtwarmes Klima, welches in der Wohnung nicht immer optimal erreicht werden kann.
Bei richtiger Pflege gibt es auch verschiedene Kakteenarten, die sich in der Wohnung wohl fühlen. Der Seeigelkaktus beispielsweise kann in der Wohnung bis zu 150 Zentimeter hoch werden. Bei Kakteen dauert dies allerdings einige Zeit. Sie wachsen sehr langsam und es gehen einige Jahre ins Land, bis sie zu den großen Pflanzen gezählt werden können. Kakteen sind allerdings nicht jedermanns Sache. Besonders wenn Kinder oder Haustiere in der Wohnung sind, können Kakteen gefährlich werden.