Tradescantia pallida, Rotblatt - Pflege der Dreimasterblume

Rotblatt ist eine Zierpflanze, welche in Topf und Kübel kultiviert wirdIn subtropischen Gebieten ist die Pflanze aus der Familie der Commelinagewächse häufig in öffentlichen Parkanlagen anzutreffen. Während die aus Mexiko stammende Dreimasterblume in Florida als invasives Gewächs eingestuft wird, bietet sie bei uns einen aparten Blickfang in Pflanzgefäßen. Die purpurvioletten Triebe sind ein Blickfang im Zimmer oder Wintergarten, besonders in der kalten Jahreszeit mag man diese farbenfrohe Pflanze nicht missen. Das Rotblatt ist nahezu unverwüstlich, lediglich Frost und Staunässe können dem Gewächs

mit der interessanten Blattmusterung gefährlich werden.

Standort und Boden

Die Familie der Dreimasterblumen ist vielfältig. Die einzelnen Sorten variieren jedoch nicht nur im äußeren Erscheinungsbild, sondern unterscheiden sich auch in den Standort- und Pflegeansprüchen. Tradescantia pallida ist eine aus Mexiko stammende Pflanze, welche einen vollsonnigen Standort benötigt. Selbst einen Platz im lichten Halbschatten gilt es zu vermeiden, damit die eindrucksvolle Blattfärbung nicht verblasst. Fahles Laub regeneriert sich nicht, erst die neu austreibenden Blätter der Dreimasterblume weisen die faszinierende Maserung wieder auf. Kultivieren Sie das farbenfrohe Rotblatt auf einer südwärts gelegenen Fensterbank oder im Sommer direkt auf dem sonnigen Balkon.

Die wärmeliebende, krautig wachsende Pflanze wird fast ausschließlich im Kübel kultiviert. Greifen Sie auf ein lockeres, humusreiches Substrat aus dem Garten zurück. Doch auch normale Blumenerde hat sich bewährt. Fast wichtiger als die Bodenkonsistenz ist die Drainage aus porösem Material am Boden des Pflanzgefäßes.

Gießen und Düngen

Das Gewächs mit den purpurvioletten Trieben verträgt keine Trockenheit, der Wurzelballen darf niemals vollständig austrocknen. Gießen Sie in der Hauptvegetationszeit sofort nach, sobald die oberste Substratschicht spürbar abgetrocknet ist. Doch auch auf stehende Nässe ist die mexikanische Pflanze nicht gut zu sprechen. Wurzelfäule können Sie dadurch vermeiden, indem Sie regelmäßig, dafür aber in Maßen gießen. Am Kübelboden sorgen zusätzlich Lavasplitt oder Tonscherben dafür, dass das überschüssige Wasser schneller abfließen kann. Während der Überwinterung wird die Gießmenge auf ein Minimum reduziert. Tipp: Gießen Sie nicht direkt über das Laub der mexikanischen Schönheit. So lassen sich unschöne Blattflecken vermeiden.

Bei Tradescantia pallida "Purple Heart" gilt es, das richtige Maß bei der Versorgung mit Nährstoffen zu finden. Besonders das Substrat von Kübelpflanzen kann nur begrenzt Mineralstoffe speichern. Das Rotblatt ist jedoch äußerst genügsam. Gedüngt wird das Gewächs von März bis September zwei Mal pro Monat mit Tradescantia pallida haben häufig violette Blüteneinem herkömmlichen Flüssigdünger. Halbieren Sie die auf der Verpackung angegebene Menge. Denn zu viel Dünger kann ebenfalls zu einer ungewollten Grünfärbung der Blätter führen.

Pflanzen und Umtopfen

Das zur Familie der Commelinaceae gehörende Gewächs bildet mit zunehmendem Alter lange, schlaff herabhängende Triebe aus. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Rotblatt direkt in einer Hängeampel zu kultivieren. Auf Temperaturen unter 8 °C reagiert die Tradescantia empfindlich. Deswegen ist von einer ganzjährigen Pflanzung im Freiland abzuraten. Jüngere Exemplare erhalten Sie im gut sortierten Gartenfachmarkt oder direkt über das Internet. Wenn Sie einen bewurzelten Ableger einsetzen möchten oder dem Gewächs ein neues Pflanzgefäß gönnen, sollten Sie folgende Tipps befolgen:
  • Beim Umtopfen muss der neue Kübel um einige Zentimeter größer als der bisher verwendete sein.
  • Am Boden eine dicke Schicht aus Lavasplitt, Blähton oder Tonscherben auslegen.
  • Eine Handvoll humusreicher

    Erde ausbringen.
  • Befreien Sie die Pflanze von dem alten Substrat.
  • Gewächs einsetzen und Hohlräume mit frischer Erde füllen.
  • Kräftig angießen.
Umgetopft wird, sobald die Wurzeln das Pflanzgefäß vollständig ausfüllen. Der ideale Zeitpunkt dafür liegt zwischen Februar und März, noch bevor das Gewächs vollständig aus der Vegetationspause erwacht und mit der Ausbildung neuer Triebe und Blätter begonnen hat.

Schneiden

Bereits nach wenigen Jahren verliert das Rotblatt zunehmend sein apartes Erscheinungsbild. Die Triebe werden blass und stetig länger. Aufhalten können Sie diesen Prozess nur bedingt. Ratsam ist es
deswegen, regelmäßig Stecklinge zu ziehen. Kürzen Sie die langen Triebe jährlich um einige Zentimeter ein, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Verwenden Sie dafür statt einer Schere ein gut geschärftes Messer. Damit wird die Schnittstelle nicht gequetscht, sondern sauber durchtrennt. Abgestorbene oder vergeilte Triebe sollten Sie möglichst bodennah entfernen.

Vermehren

Das robuste Gewächs lässt sich im Frühjahr und Sommer bequem durch Stecklinge vermehren. Diese Maßnahme ist besonders sinnvoll, da ältere Rotblatt-Pflanzen durch die langen Triebe einen unansehnlichen Wuchs aufweisen. Verwenden Sie etwa 15 cm lange Triebspitzen, welche Sie mit einem scharfen Messer am unteren Ende schräg anschneiden. Sofern vorhanden können Sie das Triebende mit einem speziellen Bewurzelungspulver benetzen.
  • Lassen Sie die Schnittstelle einen Tag trocknen.
  • Stecken Sie den abgeschnittenen Pflanzentrieb in magere Erde ein.
  • Der Standort sollte hell, aber nicht sonnig sein.
  • Die Umgebungstemperatur sollte 20 °C nicht unterschreiten.
  • Substrat mit einem Wasserzerstäuber feucht halten.
Auch ohne Pulver können Sie die Wurzelbildung beschleunigen: Umwickeln Sie das Gefäß und den Steckling mit einer durchsichtigen, leicht perforierten Folie. Rotblatt ist eine überaus wärmeliebende Pflanze, was sich auch bei der Ausbildung des Wurzelwerks bemerkbar macht. Fäulnisbildung im Erdreich können Sie dadurch vermeiden, indem Sie die Folie täglich für einige Stunden abnehmen.

Tradescantia pallida können in zu warmen Winterquartieren vergeilenÜberwintern

Tradescantia pallida ist kälteempfindlich, bereits bei Temperaturen unter 8 °C stellt die Exotin das Wachstum ein. Spätestens, wenn die Außentemperaturen auf diesen Wert dauerhaft absinken, sollten Sie die Dreimasterblume in einem frostsicheren Raum unterbringen. Überwintert wird das Gewächs bei 10° bis 15 °C. Wärmer sollte das Winterquartier nicht sein, um eine Vergeilung der Pflanze zu vermeiden. Auch der direkte Aufenthalt bei aktiven Heizkörpern kann schnell Probleme hervorrufen. Spinnmilben beispielsweise bevorzugen dieses trockene Milieu und befallen die bereits geschwächten Zimmerpflanzen.

In den kalten Wintermonaten ist das Gewächs nicht in der Lage, Nährstoffe zu verwerten. Stellen Sie deswegen ab Anfang bis Mitte September die Versorgung mit Dünger ein. Gegossen wird auch weiterhin, allerdings in unregelmäßigen Abständen. Prüfen Sie erst das Erdreich, ehe Sie Wasser zuführen. Wenn die oberste Substratschicht spürbar abgetrocknet ist, muss nachgegossen werden. Übrigens ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn die Pflanze im Winter einen Teil des Laubs verliert. Sofern der Standort hell gewählt wurde, die Temperaturen passen und der Wurzelballen nicht austrocknet, bildet das Gewächs im Frühjahr neue Blätter aus.

Krankheiten und Schädlinge

Nur wenige Schädlinge können dem Rotblatt gefährlich werden. Schildläuse und auch Spinnmilben machen selbst vor der exotischen Pflanze nicht Halt. Die nur wenige Millimeter großen Spinnmilben können Sie bereits durch einfache Vorkehrungen wirksam fernhalten:
  • Meiden Sie die Nähe zu Heizquellen.
  • Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Pflanzen regelmäßig gießen.
Schildläuse sind etwas hartnäckiger. Häufig wird empfohlen, die Tiere durch mechanische Maßnahmen zu entfernen. Davon wird abgeraten. Denn die weiblichen Schildläuse beherbergen die Eier unter ihrer Schale. Will man die Insekten wegkratzen, wird dabei meist der Nachwuchs großflächig über die Pflanze verteilt. Bringen Sie einen verdünnten Sud aus Brennnesseln oder Seifenlauge aus, um die Schädlinge zu bekämpfen.

Fazit der Redaktion

Die Dreimasterblume ist eine interessant gefärbte Zimmerpflanze und stellt relativ wenige Ansprüche an den Hobbygärtner. Während Tradescantia in den ersten Dreimasterblumen fallen mit ihrer feinen Blattmaserung aufJahren noch ihr faszinierende Blattmaserung besitzt, verblasst diese mit zunehmendem Alter. Die schlaff herabhängenden Triebe der älteren Pflanzen sind ebenfalls alles andere als dekorativ. Um diesem Problem zu entgehen, sollten Sie das Rotblatt regelmäßig durch Stecklinge "verjüngen".

Wissenswertes zur Tradescantia pallida in Kürze
  • Die Blätter des Rotblatt haben eine leuchtend rote Farbe und sind mit feinen Härchen übersät. An einem sonnigen Platz leuchtet das Rot noch kräftiger.
  • Stellt man die Pflanze aber zu schattig, werden aus strahlend roten Blättern schnell blasse grüne Blätter.
  • Die Blüten des Rotblatt sind rosa bis blass rosa und in ihrer Jugendzeit hat die Pflanze einen geraden und festen Wuchs.
  • Wird das Rotblatt aber älter, werden die Triebe länger und suchen sich ihren Weg hinweg über den Topfrand.
Tipp: Die Tradescantia pallidam Setcreasea pallida macht sich daher am besten in einer Blumenampel, damit die Triebe sich voll entfalten können. Es ist wichtig, dass man die Pflanze nicht zu lange kultiviert, denn wird sie älter, wird sie sehr schnell unansehnlich und so sollte man schnellstmöglich für Ableger sorgen.
  • Der bevorzugte Standort des Rotblatts ist sonnig und trocken. Die Temperaturen spielen keine allzu große Rolle.
  • Gerne überwintert es daher an einem etwas wärmeren Ort, aber kühl gestellt mag es das Rotblatt noch lieber.
  • Das Rotblatt bedarf keiner großen Pflege. Am besten ist es, wenn man sie nur selten gießt. Der Humus sollte aber nie komplett austrocknen.
  • Gedüngt wird alle 14 Tage mit der Hälfte des üblich verwendeten Düngers.
  • Düngt man sie zu viel, verwandeln sich die roten Blätter in einfache grüne Blätter.
  • Im Frühjahr sollte das Rotblatt umgetopft werden, hierfür verwendet man normale Blumenerde.
  • Um erfolgreich Ableger zu ziehen, verwendet man Stecklinge des Rotblatt.
  • Hierfür schneidet man von den Trieben ein Stück mit einer Länge von 2 cm ab.
  • Dieses lässt man dann 2 Tage lang trocknen, um es danach in eine Mischung aus Torf und Sand zu geben.
  • Um einen möglichst dichten Wuchs zu erreichen, gibt man einfach mehrere Stecklinge in einen Topf.