Hasenfußfarn - Hasenpfotenfarn - Pflege

Der Hasenfußfarn, auch bekannt unter Hasenpfotenfarn ist eigentlich eine tropische Pflanzenart und stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Er erreicht eine Höhe von bis zu 40 cm und ist im Prinzip eine sehr unkomplizierte Pflanze. Der Hasenfußfarn ist blassgrün und mehrfach gefiedert. Er weist ein sehr interessantes Wurzelwerk bzw. sehr interessante Ausläufer (Rhizome) auf, weshalb er auch gerne Spinnen- oder Hasenbein genannt wird. Die braunen, behaarten Rhizome sehen im Grunde wie Hasenläufer aus.

Wo hinsetzen?

Am besten kommt die Pflanze in flachen Schalen oder Blumenampeln zur Geltung. Die Ausläufer/Wurzeln beginnen sich zudem mit

der Zeit um den Topf zu schlingen. So wird die Pflanze zu einem echten Hingucker in Ihrem Wohnzimmer.

Idealer Standort

Der Hasenfußfarn sollte womöglich an einem mittelhellen Standort gehalten werden. Ein wenig Morgen- und Abendsonne schadet nicht, am besten steht der Hasenfußfarn aber im Schatten oder Halbschatten. Die direkte Sonneneinstrahlung während der Mittags- und Nachmittagszeit sollte vermieden werden. Steht nur ein Platz in der Sonne am Fenster zur Verfügung, dann sollte der Hasenfußfarn zumindest 100 cm vom Fenster wegstehen. Die optimale Temperatur für die Pflanze im Sommer beträgt 20 bis 29 °C. Da die Pflanze viel Luftfeuchtigkeit benötigt, eignet sich auch das Badezimmer als idealer Standort. Fazit also: ein heller bis weniger heller Standort - keine direkte Sonne und Hitze.

Welche Erde zum Einpflanzen?

Der Farn kann in handelsübliche Blumen- oder Kakteenerde gepflanzt werden. Erden mit hohem Torfanteil haben sich in vielen Fällen als sehr günstig erwiesen und bewährt.

Gießen

Beim Gießen die Erde gut durchfeuchten. Staunässe möglichst vermeiden. Im jungen Alter die Blätter regelmäßig mit einer Sprühflasche anfeuchten. Wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist, nachgießen. Fallen die Temperaturen für mehrere Tage unter 14 Grad sich mit dem Gießen zurückhalten. Während die Pflanze wachst, sollte sie mäßig gegossen werden, im Winter braucht sie weniger Wasser.

Düngen

Düngemittel sollten sparsam eingesetzt werden. Die Pflanze braucht relativ wenig Nährstoffe, da sie sehr genügsam ist. Zu viele Nährstoffe kann sie so gar nicht mehr aufnehmen, das schadet der Pflanze. Den Sommer über reicht eine Portion Flüssigdünger pro Monat. Der Flüssigdünger kann einfach normal zum Gießwasser gegeben werden.

Umpflanzen

Junge Farne sollten einmal im Jahr umgetopft werden. Dazu verwenden Sie flache Töpfe und torfhaltige Erde. Sobald sich die Ausläufer um den Topf schlingeln gestaltet sich das Umpflanzen schwierig. Um die Pflanze dann nicht zu schädigen und von ihrem Wachstum abzuhalten, sollte sie ab diesem Zeitpunkt nur noch alle paar Jahre umgetopft werden.
 
Überwintern


Überwintern kann die Pflanze bei Zimmertemperatur, am besten sollte sie während der Wintermonate aber an einem etwas kühleren Ort gehalten werden: zwischen 10 und 15 Grad während der Winterzeit sind für die Pflanze ideal. So startet sie wieder gesund und fit in den Sommer.

Krankheiten

Bei falscher Haltung oder Haltung am falschen Ort, finden rasch zahlreiche, lästige Wollläuse Platz auf der Pflanze. Hier bitte nicht sofort zu Insektiziden greifen. Das kann die leicht verwundbaren Blätter angreifen und zur noch größeren Schädigung der Pflanze beitragen. Verwenden Sie besser eine Spiritus-Seifen-Lösung, mit der Sie die Blätter einpinseln. Danach können Sie die eingepinselte Lösung einfach mit Wasser abwaschen.

Werden die Blätter braun, ist die Luft im Zimmer zu trocken. Die Pflanze braucht viel Luftfeuchtigkeit - deshalb am besten ab ins Bad mit ihr.

Vermehren der Pflanze

Um die Pflanze zu vermehren, 7 bis 10 cm lange Endstücke von Ausläufern abschneiden. Die abgeschnittenen Ausläufer flach auf feuchte Torferde und etwas scharfem Sand legen. Diese Kombination eignet sich am besten, um einen schönen Nachwuchs zu erhalten. Die frisch gesetzten Farne mit einem Plastikbeutel abdecken und anwurzeln lassen. Sobald sie angewurzelt sind, den Plastikbeutel entfernen.

Zusammenfassend betrachtend lässt sich sagen, dass die Davallia, wie der Hasenfußfarn auf lateinisch genannt wird, eine wenig anspruchsvolle bzw. sehr genügsame Pflanze ist. Schon beim Düngen wird ersichtlich, wie wenig Pflege der Farn braucht. Er wird Sie im Haushalt also nicht überfordern. Farne gehören zu den ältesten Pflanzen auf der Erde, kein Wunder also, dass auch der Hasenfußfarn hart im Nehmen ist. Hier noch einmal die wichtigsten Fakten: Die Pflanze benötigt am besten einen halbschattigen Platz, genug Luftfeuchtigkeit, keine direkte Sonneneinstrahlung, genug Wasser, aber keine Staunässe und weniger hohe Temperaturen im Winter als im Sommer. Bei Krankheit sollte nicht sofort zu Pestiziden gegriffen werden, sondern zuerst nach Alternativen gesucht werden und beim Vermehren der Pflanze sollte vor allem Torferde zuhilfe gezogen werden. Werden diese Regeln eingehalten, kann nichts mehr schiefgehen.
 
Wissenswertes zur Pflege
  • Viele Farne sind für die Innenräume weniger geeignet, doch der Hasenfußfarn stellt keinerlei Probleme dar, er benötigt wenig Pflege und ist auch kaum anspruchsvoll, was man bereits beim Düngen merkt.
  • Wie erwähnt, wächst dieser Farn unheimlich schnell und deshalb muss er auch nahezu nicht gedüngt werden. Einmal im Monat während der Wachstumsperiode (diese dauert von April bis September) reicht es, wenn der Hasenfußfarn einen Flüssigdünger bekommt.
  • Beim Gießen ist es ähnlich einfach: die einzige Bedingung des Hasenfußfarns ist, dass dieser immer feucht bleibt, ansonsten gibt es hier kaum etwas, das falsch gemacht werden kann. Und damit der Davallia auch feucht bleiben kann, sollen Sie einen Untersetzer verwenden, der Wasser enthält, auch wenn der Hasenfußfarn aufgehängt wird (als Blumenampel) kann dies durch einen speziellen Untersetzer noch verstärkt werden.
  • Hier sind im Handel bestimmte Vorrichtungen erhältlich, die die Bewässerung einfacher machen. Am besten Sie erkundigen sich im Gartenfachmarkt. Dort finden Sie auch größere Töpfe, wenn Not am Mann sein sollte.