Siebenschläfer fangen & vertreiben
Der Siebenschläfer ist ein Nagetier, das vor allem nachts aktiv ist. Es hat rundliche Ohren, große schwarze Augen und einen buschigen Schwanz.
Es sieht Eichhörnchen ein wenig ähnlich, ist aber sehr viel kleiner. Seinen Namen ... bekam er wegen seines langen Winterschlafs, der aber tatsächlich noch länger als sieben Monate, nämlich von Anfang September bis Anfang Mai dauert.
So lebt der Siebenschläfer
Der Siebenschläfer lebt in Laubwäldern, aber auch in großen Gärten und dort vor allem in Obstgärten. Seinen Schlafplatz sucht er sich gern in Baumlöchern, in Vogelhäuschen oder unter Hausdächern. Dort verschläft er den Tag und wird erst nachts aktiv. Seine Nahrung besteht vor allem aus Eicheln, Bucheckern, Kastanien, Haselnüssen und Samen. Daneben frisst er auch Früchte, Pilze, Knospen und Rinden und manchmal auch Vogeleier, kleine Vögel und Insekten. Anfang Juni beginnt die Paarungszeit. Die Tragzeit beträgt etwa einen Monat, meist kommen dann zwischen Anfang August und Mitte September vier bis sechs Junge ...
zur Welt, die nach weiteren drei bis vier Wochen beginnen, feste Nahrung für den langen Winterschlaf zu sich zu nehmen. Um diese lange Zeit durchzustehen, brauchen sie ein sehr gutes Angebot an Nahrung. Ihre natürlichen Feinde sind Eulen, Marder und Hauskatzen.
Siebenschläfer als Quälgeister im Haus
Siebenschläfer vergreifen sich zwar auch an Nahrungsmitteln und Einrichtungsgegenständen und hinterlassen ihren Kot, als wirklich störend wird aber meistens hauptsächlich der Lärm empfunden, den diese Tiere nachts verursachen. Trotz ihrer geringen Größe können sie den Bewohnern des Hauses jede Nacht den Schlaf rauben. Sie laufen auf ihrer Futtersuche hin und her, balgen sich, quieken, murmeln und pfeifen und machen dabei einen Riesenkrach. Um nachts wieder Ruhe zu haben, werden daher die meisten Betroffene versuchen, die Siebenschläfer im Haus zu fangen oder zu vertreiben.
Das vertreibt die Siebenschläfer
Zunächst einmal sollten alle möglichen Zugänge zum Haus verschlossen werden. Fenster können hierzu engmaschig vergittert werden, vor allem das Dach sollte sorgfältig abgedichtet werden und auch die Kaminöffnung mit einem engmaschigen Gitter abgedeckt werden. Siebenschläfer können sehr gut an Ranken hinauf zum Dach klettern, deshalb sollten Kletterpflanzen unterhalb des Daches abgeschnitten werden.
Siebenschläfer sind mit einigen Gerüchen zu vertreiben, die sie überhaupt nicht mögen. Dazu gehören der Geruch von Mottenkugeln, Räucherstäbchen, Möbelpolitur und Putzmitteln und weitere extreme Gerüche. Hierzu kann gut ein Lappen mit flüssigen Mitteln getränkt und auf dem Dachboden ausgelegt oder noch besser in die Zugänge gesteckt werden, soweit sie bekannt sind. Eine Lebendfalle ist eine weitere Alternative, sie wird mit Obst oder Nüssen bestückt. Ein gefangenes Tier muss mindestens zehn Kilometer entfernt in einen Wald gebracht werden, weil es sonst den Weg zurück findet. Maßnahmen, um Siebenschläfer zu fangen oder zu vertreiben, sollten jedoch nicht während der Fortpflanzungszeit geschehen, da Siebenschläfer als gefährdete Tierart angesehen werden.
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