Gurkenwelke im Gewächshaus - Krankheiten an Gurken

Gurkenwelke im Gewächshaus - Krankheiten an Gurken

Gurken sind sehr empfindliche und anspruchsvolle Pflanzen, daher treten bei ihnen leicht Krankheiten wie die Gurkenwelke auf, wenn die Standortbedingungen nicht stimmen oder die Pflege nicht optimal ist. Ebenso kann ein Pilz oder ein Virus die Ursache für schlaffe und herabhängende Blätter und ein Absterben einzelner Triebe oder der ganzen Pflanze sein.

Die Gurkenwelke

gurken flBei der Gurkenwelke, die durch einen Pilz verursacht wird, werden zunächst die Blätter welk, erholen sich in der ersten

Zeit jedoch nachts wieder. Im weiteren Verlauf vertrocknen die Blätter jedoch, danach sterben einzelne Triebe und später die ganzen Pflanze ab.

Ähnliche Symptome zeigen sich auch bei der Verticillium-Welke, die genau wie die Gurkenwelke nicht bekämpft werden kann. Diese Pflanzen sollten auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgt werden, denn von dort können sich die Pilzsporen erneut in den Garten ausbreiten. Sie werden am besten direkt im Gewächshaus in einen Müllsack gegeben und dann über den Hausmüll entsorgt.

In Gewächshäusern, in denen die Gurken- oder Verticillium-Welke aufgetreten ist, ist es sinnvoll, den Boden auszutauschen, weil darin die Pilzsporen bis zum nächsten Jahr überwintern und sonst wiederum die Gurken und andere Pflanzen befallen.

Weitere Krankheiten der Gurken

Ein häufiges Problem bei Gurken ist der Mehltau, er lässt sich jedoch verhindern, indem beim Anbau eine resistente Sorte gewählt wird. Außerdem kann der Gurkenmosaikvirus auftreten, bei dem die Blätter und Früchte ein geflecktes Aussehen wie ein Mosaik bekommen,
das sich immer weiter ausbreitet.

Optimale Bedingungen im Gewächshaus

Eine Bekämpfung der Gurkenkrankheiten ist meist schwerig, daher sollte der Standort für den Anbau der Gurken möglichst sorgfältig gewählt werden, damit die Pflanzen eine größtmögliche Widerstandskraft entwickeln können. Gurken brauchen zwar einen hellen Platz im Gewächshaus, müssen aber vor der prallen Mittagssonne geschützt werden, damit ihre Blätter nicht zu viel Wasser verdunsten oder verbrennen. Hierzu können sie hinter einer anderen großen Pflanze platziert werden oder bei starker Sonneneinstrahlung mit einem Schattiernetz geschützt werden.

Ein weiteres Problem für Gurken ist Zugluft, daher ist für Gurkenpflanzen ein Platz in einem geschützten Bereich weit entfernt von der Tür und anderen Öffnungen am besten geeignet. Obendrein ist noch zu beachten, dass sowohl Gurken im Gewächshaus wie auch die Freilandgurken jährlich einen neuen Platz bekommen und erst nach drei bis vier Jahren wieder an die gleiche Stelle gepflanzt werden sollten.

gurken-einlegen4 flWeitere Ursachen für Gurkenkrankheiten

Gurkenpflanzen werden aber auch leicht krank, wenn die Bodenbeschaffenheit nicht optimal ist. Ebenso vertragen sie keine Kälte, deshalb kann der Wurzelbereich mit einer Schicht Rindenmulch oder mit einer Mulchfolie abgedeckt werden. Ein rechtzeitiges Lüften bzw. Abdecken sorgt dafür, dass die Temperaturschwankungen nicht zu groß sind, was besonders bei einem plötzlichen Wetterumschwung wichtig ist.

Beim Gießen ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist, denn das schadet nicht nur den Pflanzen, sondern kann auch die Ursache für bittere Gurken sein. Ebenso können Gurkenkrankheiten aber auch durch Staunässe verursacht werden, wenn der Boden zu dicht ist und

das Wasser nicht abfließen kann.

Gurken-Veredelung auf Kürbis-Unterlagen

Relativ gut geschützt gegen sämtliche Krankheiten sind Gurkenpflanzen, die auf einem Kürbis veredelt wurden, weil dieser sehr widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen und Bakterien ist. Diese Gurkenpflanzen, die auf einem Feigenblatt-Kürbis veredelt werden, gibt es als kleine Pflanzen im Handel zu kaufen. Bei ihnen ist beim Setzen darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle immer oberhalb der Erdoberfläche verbleiben muss, weil ansonsten die aufgepropfte Gurkenpflanze wieder eigene Wurzeln bilden würde.