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Eisendünger gegen Moos im Rasen

Rasen und Moos - das passt einfach nicht zusammen. Wo Moos sich ausbreitet, bleibt für Rasen nicht viel Platz.

Doch das Prinzip der Verdrängung funktioniert auch umgekehrt; wo Gräser gesund und kräftig sprießen, hat Moos keine Chance.



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Wo Moos entsteht


Vor allem in schattigen, leicht feuchten Lagen fühlen sich Moose zu Hause und machen auch vor Rasenflächen nicht halt. Hat man in dieser Lage nun fälschlicherweise keinen speziellen Schattenrasen gesät (normaler Rasen braucht Sonne) und versorgt man seine Gräser nicht regelmäßig mit wichtigen Nährstoffen, kränkeln sie und können dem sich ausbreitenden Moos nichts entgegensetzen.
Natürlich kann man auch anderweitig das Moos zu entfernen versuchen, doch ist das recht mühsam und auf Dauer wenig effektiv. Denn so behandelt man nur die Auswirkung, nicht die Ursache des Problems was zur Folge hat, dass das Moos immer wiederkommen wird.

Eisenmangel

Eine Eisenchlorose (Eisenmangel) kann schnell bei fehlender ...



Düngung oder der Verwendung des falschen Düngemittels entstehen. Die Pflanzen benötigen Eisen zur Blattgrünausbildung. Dies gilt nicht nur für den Rasen, sondern sind die meisten Pflanzen auf Eisengaben angewiesen, um ein ordentliches blattgrün erzeugen zu können.

Die blassgrüne Farbe ist allerdings nur ein optisches Indiz dafür, dass der Rasen schwächelt. Eisendünger versorgt ihn mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen und macht ihn so strapazierfähig, hält ihn gesund.

Eisenmangel erkennen

Ein Indiz für einen herrschenden Eisenmangel ist die blasse Farbe des Rasens. Wenn die einzelnen Gräser nicht mehr kräftig dunkelgrün, sondern eher verwaschen aussehen, manche fast durchscheinend, ist das ein klares Zeichen, dass hier ein Eisendünger ran muss.

Auch die Ausbreitung von Moos oder anderen Unkräutern ist ein untrügliches Zeichen, dass das Gras zu schwach ist, sich gegen die Feinde durchzusetzen.

Wie wirkt der Eisendünger?

Eisendünger fördert das gesunde Wachstum, gibt dem Rasen eine gesunde frische Farbe. Aber natürlich ist die Farbe dabei nicht ausschlaggebend. Wichtiger ist eher, dass Gras Eisen benötigt, um kräftig wachsen zu können und bei ausreichender Zuführung dichte Grasnarben bildet, welche Moos verdrängen.
Das Moos stirbt langsam ab, es nimmt dabei eine dunkelgrüne Farbe an. Dann kann es einfach herausgeharkt werden.

Eisendünger kann auch Eisenchlorosen bei anderen Pflanzen wie Gehölzen, Rhododendron oder Rosen vorbeugen bzw. beseitigen. Auch hier fördert er einen raschen, kräftigen Wuchs.

Inhaltsstoffe des Eisendüngers

In Form von Eisensulfat sind in einem normalen Eisendünger 18 bis 30% Eisen enthalten, bei den meisten Produkten sind es 20%. Zudem enthält er oft um die 20% Stickstoff, daneben noch meist Phospat, Kaliumoxid sowie Magnesiumoxid und andere Spurenelemente.

Verwendung

Häufig wird der Eisendünger als schnell lösliches Granulat angeboten. Das hat gegenüber einem Pulver den Vorteil, dass man den Dünger auch mit einem Streuwagen auf die Rasenfläche bringen kann. Somit ist eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet. Wer möchte, kann das Granulat auch im Wasser lösen und dann damit den Rasen gießen.

Da es bei diesem Dünger um ein schnelles, gesundes Wachstum des Rasens geht, sollte der Dünger im Frühjahr zwischen März und Mai ausgebracht werden. Bei starkem Moosbefall kann eine zweite Düngung im September bis Oktober erfolgen.

Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist 5 bis 7 Tage nach dem Mähen. Dann ist das Gras niedrig genug, damit der Dünger auch auf den Boden gelangt, doch hat es sich von dem Mähen bis dahin schon wieder erholt. Temperaturen über 10 Grad Celsius begünstigen die Wirkung des Düngers.

Im ersten Jahr wo gerade gesät wurde, sollte noch kein Eisendünger verwendet werden.

Ideal ist es, wenn der Boden leicht feucht, die Gräser selber aber trocken sind. So kann der Dünger auf den Boden fallen und bleibt nicht an den Halmen hängen. Die Feuchtigkeit der Erde löst die Nährstoffe, sie stehen den Wurzeln schneller zur Verfügung. Nach dem Düngen sollte etwas gewässert werden.

Sind Unwetter vorhergesagt, sollte man mit der Ausbringung des Düngers noch warten, denn zu starker Regen schwemmt ihn schnell weg. Auch das nächste Sprengen der Rasenfläche sollte erst nach 1-2 Tagen erfolgen. Betreten sollte man den Rasen ebenfalls erst nach ein paar Tagen.

Vorsicht

Auf Kleidung und auch Steinplatten kann Eisendünger hässliche Rostflecke hinterlassen, daher sollte man damit sehr vorsichtig umgehen. Den Dünger auch nicht mit den bloßen Händen, sondern besser mit Handschuhen anfassen.

Eisendünger ist giftig, daher von Kindern und Haustieren fernhalten, nicht einatmen oder in die Augen reiben. Erst recht nicht oral zu sich nehmen.



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