Rasendünger für den Frühling

Im Frühling braucht das Rasenwachstum einen Anschub - eine gezielte Düngung hilftGärtner, die sich das ganze Jahr über einen dichten, attraktiven Rasen erfreuen möchten, müssen sich sorgfältig um ihr grünes Paradies kümmern. Aufgrund ungünstiger Beschaffenheit des Bodens kann es vorkommen, dass der Rasen löchrig und kahl wird. Um dieses unästhetische Erscheinungsbild zu vermeiden, sollte man im Frühling Düngemittel verwenden.

Diese Gartendünger enthalten unterschiedliche Mineralien wie Phosphor, Kalium und Stickstoff, damit die Nährstoffreserven eines Bodens ergänzt werden. Eine erfolgreiche Düngung zur Frühjahrzeit garantiert einen sattgrünen

Rasen.

Vorbereitung des Rasens vor der Düngung

Bevor die Düngung erfolgen kann, muss der Gärtner die Rasenflächen von Laub und Ästen befreien. Für diesen Zweck verwendet man am besten einen großen Fächerbesen, der mindestens eine Arbeitsbreite von 77 Zentimeter besitzt. Viele Besen-Modelle lassen sich in zwei Teile trennen, sodass es möglich ist, das Rechengut unkompliziert aufzusammeln. Da sich unter dem Laub oft feuchte Stellen bilden, müssen sie trockengelegt werden. Außerdem ist es wichtig, Maulwurfhügel zu entfernen.
  • Ist die Rasenfläche frei, wird der erste Rasenschnitt ausgeführt, damit die Düngerkörner direkten Kontakt mit dem Boden haben. Der ideale Zeitpunkt ist der Monat April. Der Schnitt sollte nicht zu kurz sein und ungefähr vier Zentimeter betragen.
  • Ein weiterer Arbeitsschritt vor der Düngung besteht darin, den Rasen zu vertikutieren. Auf diese Weise werden Unkraut, Rasenfilz und Moose entfernt.
  • Um erneuten Befall zu vermeiden, kann man den Boden kalken. So reguliert man den pH-Wert der Erde.
  • Durch das Vertikutieren erreicht man eine gute Belüftung der Wurzeln und des Bodens. Für diesen Arbeitsvorgang sind verschiedene Elektro-Vertikutierer erhältlich. Je nach Größe des Rasenfläche wählt der Gärtner ein passendes Modell aus.
Diese Geräte verfügen meistens über Edelstahlmesser, die millimetertief in einen Rasen eindringen und so die Nährstoff- und Wasseraufnahme verbessern. Falls man keinen eigenen Vertikutierer besitzt, besteht die Möglichkeit, ein Gerät in einem Gartenfachgeschäft oder im Baumarkt auszuleihen.

Auch Beete düngen

Blumenbeete müssen nach der Winterpause auch ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, damit Narzissen, Hyazinthen und Tulpen erblühen können. Zunächst entfernt man Tannenzweige und Mulch, die für winterharte Pflanzen einen natürlichen Frostschutz darstellen. Sind die Beete dicht bepflanzt, ist Handarbeit notwendig. Für diese Arbeit sollte man Gartenhandschuhe verwenden, um die
Hände vor Schmutz zu schützen und zu schonen. Abschließend ist es notwendig, die Erde mithilfe eines Kleinhäckchens zu lockern.

Richtige Dosierung

Nachdem der Boden nach Vertikutieren und Kalken ausreichend geruht hat, kann der Gärtner mit der eigentlichen Rasendüngung für das Frühjahr beginnen. Um eine übermäßige Düngung des Rasens und der Beete zu vermeiden, muss man auf die richtige Dosierung achten. Damit der Dünger gleichmäßig auf dem Rasen verteilt wird, sollte ein Gärtner einen Streuwagen verwenden. Das Dosiersystem bewirkt eine gezielte und maßvolle Verteilung des Düngers. Aufgrund der Freilauf-Funktion der Streuwagen-Räder erfolgt die Streuung nur beim Schieben. Beim Wenden ist es nicht notwendig, den Wagen anzuheben. So kann man eine Überdüngung verschiedener Stellen der Rasenfläche vermeiden.

Für die Düngung von Beeten gibt es spezielle Flüssigdünger, die für eine kräftige Frucht- und Blütenentwicklung und ein gesundes Wachstum der Pflanzen sorgen. Auch für diese Düngung sollte man ein spezielles Micro-Drip-System verwenden, um eine exakte Dosierung zu erreichen. So

wird eine Überdosierung und eine Belastung des Grundwassers vermieden.

Wichtige Arbeitsschritte für Rasendüngung
  • Rasen von Laub sowie Ästen säubern
  • Vertikutieren
  • Boden kalken für Regulierung des pH-Wertes
  • Rasenschnitt
  • Ruhezeit für Boden
  • Passendes Düngemittel im Fachgeschäft erwerben
  • Streuwagen für Düngung des Rasens
  • Dosiergerät für Düngung der Beete
Rasendünger setzt sich aus verschiedenen Mineralien zusammen - wir geben einen ÜberblickRasendünger - wichtige Bestandteile

Rasen-Dünger enthält wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium. Phosphor sorgt für Frostbeständigkeit und unterstützt das Wurzelwachstum. Kalium fördert die Widerstandskraft und wirkt dadurch Rasenkrankheiten entgegen. Magnesium sorgt für eine satte, grüne Farbe der Wiese, während Calcium die Zellwände stabilisiert.

Es empfiehlt sich, einen Langzeitdünger zu verwenden, um unerwünschtes Stoßwachstum zu verhindern. Langzeitdünger sorgt für einen gleichmäßigen Wuchs des Rasens. Düngemittel werden grundsätzlich nach Anweisung der Hersteller angewendet, um optimale Erfolge zu erzielen. Rasen-Dünger sorgen nicht nur für eine ausreichende Nährstoffversorgung, zusätzlich wirken sie auch der erneuten Unkrautbildung entgegen.

WIssenswertes zur Rasenpflege in Kürze
  • Ist der Rasen von Unkräutern wie Löwenzahn, Giersch, Klee oder Moos befallen, sollte er vor dem Düngen unbedingt vertikutiert werden. Auf diese Weise werden das abgestorbene Gras, Moosfilz und Unkraut entfernt, so dass der Rasen wieder gesund wachsen kann. Des Weiteren wird die Bodenqualität verbessert, was zur Folge hat, dass Luft, Wasser und Nährstoffe leicht in den Boden eindringen können.
  • Neben dem Vertikutieren und Düngen im Frühjahr und Herbst, gehört auch das Mähen zur Rasenpflege. Der erste Rasenschnitt erfolgt im Frühjahr, wenn das Gras austreibt. Es ist wichtig das Gras dabei nicht zu kurz zu schneiden, damit es sich schnell regenerieren kann.
  • Ein schöner Rasen benötigt regelmäßige und richtige Pflege. Dazu gehören das Vertikutieren und anschließende Düngen sowie das regelmäßige Rasenmähen von Frühling bis Herbst. Unkraut breitet sich sehr schnell aus uns sollte daher gleich entfernt werden, bevor es große Flächen einnimmt.