Steckbrief der Amsel - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Steckbrief der Amsel - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Die Amsel, mit wissenschaftlichen Namen unter Turdus merula bekannt, wird der Familie der Drossel zugeordnet. Das Männchen der Amsel ist mit einem schwarzen Federkleid ausgestattet und hat einen gelben Schnabel.

amsel_flUm die Augen hat das Männchen gelbe Ringe.

Dagegen hat das Weibchen dunkelbraunes Gefieder, wobei die Brust gefleckt ist und es eine helle Kehle hat. Die Körperlänge bei Amseln liegt zwischen 24 und 27 Zentimeter, wobei das Männchen in der Regel

größer ist als das Weibchen.

Auch bei der Spannweite der Flügel sind diese Unterschiede gegeben, die zwischen 34 und 38 Zentimeter beträgt. Im Durchschnitt beträgt die Flügellänge des Männchens 13,3 Zentimeter und die des Weibchens 12,8 Zentimeter.

Die Nahrung und der Nahrungserwerb von Amseln

Die Amseln können als Allesfresser bezeichnet werden, die in der Nahrung sehr flexibel und anpassungsfähig sind. Allerdings benötigen sie das ganze Jahr über eine gewisse Menge an tierischer Nahrung, wenn auch nur in geringem Maß.

Wird die tierische Nahrung knapp oder ist die Beschaffung sehr aufwändig, dann nehmen Früchte und Beeren einen besonderen Stellenwert ein.

In der Hauptsache werden die tierischen Nahrungsmittel in Form von Regenwürmern und Käfern aufgenommen, die bis zur Größe eines Maikäfers reichen. Außerdem ernähren sich Amseln regelmäßig von Tausendfüßlern, Blutegeln, Schnecken und unterschiedlichen Insektenstadien.

Ebenfalls zählen kleinere Wirbeltiere zur Nahrung der Amseln, wie unter anderem Mäuse und Spitzmäuse, Frosch- und Schwanzlurche und Eidechsen, in Ausnahmefällen sogar Schlangen. Besteht ein Mangel an Nahrung so können genauso kleinere Insekten, wie Blattläuse als Ersatz dienen.
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Am Anfang der Brutzeit ernähren sich Amseln überwiegend tierisch und ab Mitte Mai etwa verzehren sie vor allem Beeren und Früchte.

Die Brutzeit und der Nestbau der Amseln

Geschlechtsreif werden die Amseln in der Regel am Ende ihres ersten Lebensjahres und führen zum größten Teil während der Brutsaison eine monogame Beziehung, sie gehören zu den so genannten Frühbrütern.

Die ersten Bruten gibt es in Mitteleuropa bereits Ende Februar oder Anfang März. In der Regel brüten die Amseln zwei bis drei Mal im Jahr, wobei im August die letzte Brut möglich ist. Die Brutzeit in Neuseeland und Australien hingegen findet überwiegend zwischen August und Dezember statt.amsel2_fl

Es kann auch öfters zu Schachtelbruten kommen, das heißt, dass sich zwei Bruten überschneiden. Obwohl die erste Brut noch nicht flügge ist, beginnt sich das Weibchen bereits erneut zu paaren. Für die erste Brut ist dann das Männchen zuständig.

Für den Nestbau ist das Weibchen verantwortlich. Es baut das Nest in einer Schalenform und sammelt dafür grobe Halme, dünne Zweige, Moos und Flechten vom Boden, das Ganze wird noch mit feuchter Erde befestigt.

Die Nestmulde wird mit Moos, Laub und Halmen geformt und anschließend mit feuchtem Schlamm oder Lehm ausgekleidet. Nach der Trocknungsphase, die einen halben bis ganzen Tag dauert, wird das Nest wieder mit Blättern und Grashalmen ausgestattet, jetzt wird noch die endgültige Gestalt durch Hin- und Herbewegungen geformt.

Zwei bis drei Tage vergehen noch, bevor das erste Ei abgelegt wird, jeweils

in einem Abstand von 24 Stunden folgen die nächsten Eier. In der Regel besteht ein Gelege aus vier bis fünf Eiern. Am Anfang und Ende der Brutzeit sind es oftmals nur noch drei und teilweise nur zwei Eier.

Amseln im Winter füttern

Nur einige wenige Amseln ziehen im Winter in Richtung Südwesten, die meisten bleiben jedoch in ihrem Siedlungsgebiet und überwintern dort. Wird einmal mit der Fütterung im Winter begonnen, dann sollte dies auch regelmäßig geschehen.

Bei Frost und Schnee sollte die Winterfütterung der Amseln beginnen. Sie bevorzugen Meisenknödel, Kleie, Haferflocken, Obst und Rosinen, das ist alles Weichfutter, welches die Amseln gut verdauen können. In größeren Mengen nehmen die Amseln genauso Sämereien auf, die jedoch kaum verdaut werden.