Wie überwintern Marienkäfer?

Wie überwintern Marienkäfer?

Marienkäfer gehören zu den Tieren, die einen richtigen Winterschlaf halten. Diese Insekten wird man daher, abgesehen von wenigen Exemplaren, die in ihrer Winterruhe gestört wurden, in den Wintermonaten nicht sehen.

marienkaefer-nuetzling flErst im Frühling werden die hübschen kleinen Käfer dann wieder munter und beginnen sogleich mit der Paarung.

Marienkäfer wärmen sich gegenseitig

Marienkäfer überwintern nur ungern allein, sondern lieber in einer größeren Gemeinschaft, in der sie sich gegenseitig wärmen können. Außerdem hat die gemeinsame Überwinterung den Vorteil, dass jedes

Tier im folgenden Frühjahr einen Partner aus der Gruppe wählen kann, um sich direkt zu paaren und keine Zeit für die Partnersuche zu verschwenden.

Durch diese frühzeitige erste Paarung können Marienkäfer pro Jahr zwei neue Generationen erzeugen und so für einen entsprechend großen Nachwuchs zur Erhaltung ihrer Art sorgen.

Beliebte Überwinterungsplätze der Marienkäfer

Marienkäfer sammeln sich in großen Gruppen und suchen sich gemeinsam einen geschützten Platz. Dieser kann hinter
Steinen, unter einem großen Laubhaufen oder unter einer etwas dickeren Schicht Moos liegen. Ebenso nutzen diese Insekten hohle Baumstümpfe oder größere Spalten in der Baumrinde. Wohnhäuser strahlen im Winter viel Wärme ab, daher sind auch sie ein beliebter Platz für die Überwinterung. Dort kommen vor allem Spalten am Mauerwerk oder an den Fenstern und die Fensterrahmen infrage.

Nicht selten verirren sich einige Tiere auch in die Wohnräume, weil sie von der Wärme angelockt wurden. Dort haben sie jedoch kaum Überlebenschancen, denn einerseits ist es dort meist nicht kalt genug, damit sie in einen Winterschlaf fallen können, andererseits finden sie aber auch keine Nahrung, um bis zum Frühling ohne Winterschlaf zu überleben.

Der Winterschlaf der Marienkäfer

Während ihres Winterschlafs bewegen sich die Marienkäfer so gut wie gar nicht und nehmen auch keine Nahrung zu sich. Weil während dieser Zeit alle Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert werden, verbrauchen sie nur wenig Energie und kommen mit dem Fettpolster aus, das sie sich während des Sommers angefressen haben. Marienkäfer vertragen durchaus Minusgrade und überleben Temperaturen im Bereich von -10 bis -15°C. Erst im Frühling, wenn sie spüren, dass die Temperaturen in der Natur langsam wieder ansteigen, werden sie allmählich wieder munter und treten dann wegen der gemeinsamen Überwinterung oft in großen Scharen auf.

Tiere wie die Marienkäfer, die sich gerade in ihrem Winterschlaf befinden, sollten nicht berührt oder auf andere Weise gestört werden, denn dadurch würden alle Körperfunktionen, die zu Beginn des Winterschlafs heruntergefahren wurden, plötzlich wieder aktiviert. Dies würde den Marienkäfern zumindest schaden, oft aber auch zum Tode führen. Weil die Marienkäfer in den meisten Gärten als blattlausfressende Insekten gern gesehene Gäste sind, sollten sie daher während des Winters in Ruhe gelassen werden, um sich diesen Vorteil auch für die nächste Saison zu sichern.