Ob Grashüpfer, Heuschrecken oder Heupferde - die Insekten können erheblichen Schaden anrichten, wenn sie in großer Anzahl auf Feldern oder im Garten vorkommen. Menschen können sie jedoch ebenfalls verletzen. Doch wie?

Vorkommen

Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, ist das Zirpen der Grillen vor allem in der Dämmerung deutlich zu hören. Das gilt

vor allem für ländliche Gegenden mit Feldern, Gärten und anderen Grünflächen. Die sortenreiche Insektenfamilie findet sich jedoch auch in städtischen Parks oder verwilderten Ecken, in denen Unkraut und Gräser wachsen.

Ernährung und Schäden

Die Grashüpfer und Heupferde ernähren sich nicht nur rein pflanzlich. Bevorzugt werden unter anderem:

  • Gräser
  • Getreide
  • Blattläuse
  • Raupen
  • andere kleinere Insekten und Larven
  • Pflanzen wie Klee und Löwenzahn
  • Moose
  • Flechten
  • Algen
  • Beeren und anderes Obst
  • krautige Pflanzen und Kräuter
  • Blätter von Obstbäumen

Es ist jedoch noch längst nicht bei allen Arten bekannt, wie sie sich ernähren. Gut erforscht sind bisher nur die Sorten, die in der Landwirtschaft erhebliche Schäden anrichten können. Denn wenn ein ganzer Schwarm an Heuschrecken in ein Getreidefeld einfällt und einen großen Teil der Ernte vernichtet, ist die Erforschung auch aus wirtschaftlichen Gründen interessant.

Heupferd

Auf abgeernteten Feldern oder hochgewachsenen Wiesen lassen sich die Heuschrecken und Grashüpfer oftmals gut beobachten und Kinder machen sich nicht selten einen Spaß daraus, die Insekten einzufangen und wieder freizulassen. Ebenso müssen Terrarien Besitzer die Tiere häufig als Nahrung für Reptilien verwenden und somit in engeren Kontakt mit den Grashüpfern kommen.
Doch besteht dabei eine Gefahr durch Stechen oder Beißen?

Stechen

Heupferde gehören zu den größten Exemplaren der Familie und die Weibchen dieser Art weisen optisch durchaus einen Stachel auf. Allerdings setzen sie diesen nicht gegen Feinde oder bei vermeintlichen Bedrohungen zur Gegenwehr ein. Es handelt sich um einen sogenannten Legestachel und dient dazu, Eier abzulegen. Menschen stechen sie damit jedoch auch dann nicht, wenn sie in den Händen gefangen werden.

Hinweis: Stechen ist weder Heupferden noch anderen Arten der Heuschrecken wie Grashüpfern möglich. Zudem ist selbst bei einer Verletzung keine Gefahr zu befürchten, da die Tiere nicht giftig sind.

Beißen

Grashüpfer und Heupferde sowie andere Arten der Heuschrecken ernähren sich durch das Fressen von kleineren Insekten, Larven, Gräsern, Getreide und Blättern. Hierzu weisen sie entsprechende Beißwerkzeuge auf. Von ihnen gebissen zu werden ist also durchaus möglich. Allerdings sind die wenigstens Arten groß und kräftig genug, um bei Menschen einen Schmerzreiz auslösen zu können. Blutige Punktionen

entstehen zudem nur dann, wenn die Haut sehr dünn und zart ist. Selbst wenn dies passiert ähneln die Wunden jedoch eher winzigen Nadelstichen oder erinnern an ein leichtes Zwicken und erzeugen keine sichtbaren Wunden.

Grashüpfer

Kratzen

An den Beinen der Heuschrecken finden sich Widerhaken-ähnliche Abschnitte, die ihnen das Klettern und Festhalten auch auf schwierigen Untergründen ermöglichen. Allerdings können sie sich damit auch auf der Kleidung und der Haut festhalten. Verletzungen entstehen dabei in der Regel nicht. Es kann jedoch ein unangenehm ziependes Gefühl auf der Haut entstehen. Vor allem dann, wenn versucht wird die Insekten mit Gewalt abzuziehen.