Ein Rückschlagventil kann die Funktion der Pumpe auch unter schwierigen Umständen - beispielsweise bei großen Höhenunterschieden - sicherstellen und ist von entscheidender Bedeutung. Wie es in der Gartenpumpe funktioniert, erklären wir hier.

Funktionsweise

Ein Rückschlagventil kann in der Funktion mit einer Herzklappe verglichen werden. Ihre Aufgabe lässt sich in drei einfachen Schritten beschreiben.

Dabei handelt es sich um:

  1. Das von der Gartenpumpe angesaugte Wasser wird durch das Ventil geleitet. Durch den Sog öffnet sich die Klappe und das Wasser kann hindurch fließen.

  2. Lässt der Sog nach, schließt sich die Klappe in dem Ventil wieder. Das verhindert, dass das Wasser aus dem oberen Teil der Leitung hinter das Rückschlagventil zurückfließen kann.

  3. Aufgrund des Verschlusses durch das Rückschlagventil bleibt das Wasser oberhalb des Ventils "stehen" und es kann verhindert werden, dass die Pumpe leer läuft oder Luft zieht. Der Druck und der Wasserstand werden stabil gehalten, was Probleme mit der Gartenpumpe verhindern oder zumindest die Gefahr dafür verringern kann.

Tipp: Das Rückschlagventil sollte bei der Entlüftung wenigstens einmal jährlich kontrolliert werden, um Probleme frühzeitig erkennen und beheben zu können.

Position

Wo genau das Rückschlagventil positioniert werden muss, richtet sich nach der Art der jeweiligen Gartenpumpe. In der Regel gibt der Hersteller die exakte Position des Ventils in der Bedienungsanleitung an. Das ist unter anderem dann wichtig, wenn die Pumpe gewartet und entlüftet wird oder das

Rückschlagventil ausgetauscht werden muss.

Rückschlagventil - Bestandteile

Hinweis: Das wichtige Bauteil kann sich zwischen Ansaugschlauch und Pumpe außerhalb oder innerhalb des Geräts befinden. In jedem Fall sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Mögliche Defekte

Damit die Gartenpumpe ihre Aufgabe erfüllen kann, muss sie funktionstüchtig sein. Besteht ein Schaden an dem Rückschlagventil, können sich verschiedene Probleme ergeben. Zu den möglichen Defekten gehören unter anderem:

Kaputte Dichtung

Bei einer kaputten Dichtung kann das Wasser trotz geschlossenem Ventil wieder zurückfließen. Bei einigen Modellen kann die Dichtung gewechselt werden. Auf diese Weise muss kein vollständig neues Ventil eingesetzt werden. Der Aufwand lässt sich also gering halten.

Verschmutzungen

Algen, Schlamm oder andere, gröbere Schmutzteile können das Rückschlagventil verstopfen und so den Durchfluss behindern oder sogar vollständig verhindern. Das Durchspülen mit klarem Wasser oder eine manuelle Reinigung gehören daher unbedingt zur

jährlichen Wartung der Gartenpumpe.

Beschädigte Klappe

Wenn das Ventil oder die Klappe beschädigt sind, kann es ebenso zum Anziehen von Luft und zur Verhinderung des Durchflusses kommen, wie zum Rücklauf des Wassers. In der Regel muss das Bauteil dann ausgetauscht werden. Ob diese Maßnahme selbstständig durchgeführt werden kann oder eine fachkundige Reparatur erforderlich ist, ist wiederum abhängig von dem jeweiligen Modell.

Kontrollen, Reinigung, Wechsel

Bevor die Gartenpumpe mit Beginn des Gartenjahres in Betrieb genommen wird, sollte eine Kontrolle und Vorbereitung erfolgen.

  • Reinigung durch Spülen mit klarem Wasser
  • Einsatz einer Flaschenbürste bei stärkeren und hartnäckigen Verschmutzungen
  • Sicht- und Funktionskontrolle aller Bauteile
  • gegebenenfalls Austausch von Dichtungen und Ventilen
  • Entlüften der Gartenpumpe
  • Überprüfung der Leitungen auf Dichtheit
  • Rost mit geeigneten Mitteln entfernen
  • Verbindungen kontrollieren und bei Bedarf festschrauben
  • zur Sicherheit und Schutz vor Verletzungen Arbeitshandschuhe tragen
  • Wartung ausschließlich bei ausgeschalteter Pumpe und bei Raumtemperatur durchführen