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Gartenschlauch verbessern: Wasserdruck im Garten erhöhen

Ein zu geringer Wasserdruck oder ein schlechter Gartenschlauch können vom Sprengen des Rasens bis hin zum Füllen des Gartenteichs zahlreiche Probleme erzeugen. Wie sich die Ursachen beheben lassen, zeigt dieser Ratgeber.

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Gartenschlauch als Ursache

Eine der häufigsten Ursachen für zu geringen Wasserdruck ist der Gartenschlauch selbst. Problematisch sind beispielsweise:

  • Ablagerungen im Inneren
  • Knicke
  • Knoten
  • Löcher
  • undichte Anschlüsse
  • Verstopfungen an den Enden

Der erste Schritt bei zu wenig Wasserdruck sollte daher immer sein, den Schlauch selbst und die Verbindungen zur Leitung zu kontrollieren.
Fallen hierbei Schäden oder Lecks auf, lassen sich diese schnell und einfach beheben.

Hinweis:

Ein hochwertiger Gartenschlauch und die richtige Pflege sowie Wartung reduzieren das Risiko für Probleme an dieser Stelle. Der Schlauch sollte daher nicht bei Frost im Freien verbleiben, geknickt oder zu stark zusammengerollt werden.

Schlauch-Düse

Eine sehr einfache Möglichkeit den Wasserdruck zu erhöhen ist das Aufsetzen einer Schlauch-Düse. Verstellbare Reinigungsdüsen oder Multibrausen machen es möglich, durch einfaches Drehen den Druck zu regulieren.

Das kann dabei helfen, Steine abzuspritzen oder auch gezielt die Rosenblätter zu befeuchten. Vor allem Multibrausen sind dafür optimal und mit 20 bis 30 Euro günstig in der Anschaffung.

Schlauch-Durchmesser

Der Durchmesser des Gartenschlauchs spielt eine entscheidende Rolle für den Wasserdruck. Ein Schlauch mit ½ Zoll hat bereits auf wenigen Metern einen erheblichen Druckverlust durch die entstehende Reibung und den Widerstand, auf den das Wasser stößt. Bei einem Durchmesser von ¾ Zoll sind Widerstand und Reibung deutlich geringer. Der Druckverlust wird durch die Größe also reduziert.

Wasserdruck messen

Mit einem Wasserdruckmessgerät lässt sich überprüfen, wie viel bar der Gartenschlauch oder die Wasserleitung ausgeben. In den meisten Haushalten liegt der Druck bei maximal 10 bar. Normal und ausreichend sind 5 bis 6 bar.

Durch den Schlauch nimmt der Druck nochmals ab. Handelt es sich um einen ¾ Zoll Schlauchdurchmesser, ist der Verlust gering. Selbst auf einer Länge von 50 Metern liegt er bei lediglich 0,4 bar.

Wasserzähler und Wasserhahn mindern Wasserdruck
Hinweis:

Um einen Druckverlust beim Gartenschlauch festzustellen, sollte das Messgerät zunächst direkt am Anschluss und dann am Ende des Schlauchs angeschlossen werden. Auf diese Weise lässt sich der Unterschied kontrollieren und auch ein Problem an der Leitung, wenn der Druck deutlich unter der Grenze liegt.

Wasserdruck erhöhen

Wie der Wasserdruck aus dem Gartenschlauch erhöht werden kann, ist auch von der Wasserquelle abhängig. Handelt es sich um ein Fass, eine Zisterne oder einen Brunnen, muss eine Pumpe genutzt werden. Die Leistung und Auslegung des Modells entscheiden darüber, wie hoch der Druck ist. Kommt das Wasser aus der Leitung, kann ein simples Aufdrehen des Hahns ausreichen, um den Druck anzupassen. Auch wiederholtes Durchspülen in Intervallen kann eine Verbesserung erzeugen.

Höhenlage

Abhängig von der Höhenlage kann der Wasserdruck aus der Leitung und damit auch im Gartenschlauch geringer ausfallen, da ein längerer Weg zurückgelegt werden muss. In diesen Fällen ist das Einschalten beziehungsweise Zwischenschalten einer Pumpe sinnvoll und praktisch. Hierdurch lässt sich der Verlust durch Strecke, Widerstand und Reibung ausgleichen.

Druckminderung vorbeugen

Für die Vorbeugung von geringem Wasserdruck aus dem Gartenschlauch bieten sich verschiedene Maßnahmen an.
Zu diesen gehören:

  • Wasserleitungen vor dem ersten Frost leeren
  • Wasser vor Minusgraden im Freien abstellen
  • Gartenschlauch frostfrei lagern
  • Leitungen entlüften
  • Wasserdruck regelmäßig überprüfen

Gerade bei sehr kalkhaltigem, hartem Wasser oder dem Abpumpen aus einem Fass, einem Brunnen oder einer Zisterne können sich Ablagerungen im Schlauch bilden. Diese setzen ihn mit der Zeit zu und bewirken einen größeren Widerstand durch vermehrte Reibung. Gleiches gilt für die Düse, sofern eine am Schlauchende vorhanden ist. Die Sauberkeit muss gewährleistet sein. Das Verkalken der Öffnungen bewirkt zwar einen höheren Druck im Gartenschlauch, verhindert aber die gewünschte Regulierung.

Autor Heim-Redaktion

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