Wenn wir Fische im Gartenteich halten, wollen wir sie auch freudig beobachten. Goldorfen sind dafür ideal, denn mit ihrer goldgelben Färbung sind sie nicht zu übersehen. Hinzu kommt, dass dieser Fisch günstig zu bekommen ist und wenig Pflege erfordert. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie seine Lebensbedingungen optimal gestalten können. Dann kann er jahrelang munter seine Runden im Wasser schwimmen.

Mehrere Orfen halten

Goldorfen sind Schwarmfische. Ihre Haltung sollte daher idealerweise in einer größeren Anzahl erfolgen. Wenn das nicht möglich ist, so sollte im Teich doch zumindest ein Pärchen seine Runden drehen. Eine einzelne Goldorfe wird sich einsam fühlen. Davon abgesehen, dass dann auch keine Vermehrung stattfinden kann.

Geeignete "Mitbewohner"

Natürlich können Sie Orfen auch mit anderen Fischarten halten. Doch die verschiedenen Arten sollten sich harmonisch ihren gemeinsamen Lebensraum teilen. Wenn Sie eine weitere Fischart dazu kaufen möchten, erkundigen Sie sich diesbezüglich beim Händler. Unter anderem vertragen sich Orfen mit folgenden Fischarten:

  • Bitterling
  • Erlitze
  • Goldfisch
  • Goldschleihe
  • Moderlieschen

Häufig ist auch die Kombination mit Kois anzutreffen. Doch hier müssen Sie damit rechnen, dass sich die Kois weniger stark vermehren werden, als wenn sie allein leben würden. Das liegt daran, dass Goldorfen gern ihren Fischlaich verspeisen.

Mit gesunden Exemplaren starten

Goldorfen, die eine aus Aland hervorgegangene Züchtung sind, vermehren sich auch in einem Gartenteich gut. Doch die ersten Exemplare müssen erst beschafft werden. Diese Frische sind für

Gartenteiche inzwischen so beliebt, dass Sie sie problemlos im Zoohandel kaufen können. Auch lokale Koihändler haben oft diese Fischart im Angebot. Das macht es möglich, jede Goldorfe vor Ort in Augenschein zu nehmen und sich von guten Zuchtbedingungen zu überzeugen.

Inzwischen wird diese Fischart aber auch über das Internet angeboten. Ein ansprechender Preis ist sicher ein Kaufargument. Doch achten Sie auch darauf, von einer seriösen Quelle zu kaufen. Ansonsten kann es passieren, dass Sie mit den neu erworbenen Fischen Krankheiten in den Gartenteich bringen.

Auf optimale Teichgröße achten

Im Laufe ihres Lebens, welches unter optimalen Bedingungen mehr als 10 Jahre andauern kann, entwickeln sich die Goldorfe zu einem großen Fisch heran. So kann in einem Gartenteich jedes Exemplar bis zu 50 cm lang und etwa 3,5 kg schwer werden. Deswegen darf der Teich nicht zu klein sein. Die Fische dieser Art sind zudem schnelle Schwimmer. Auch das erfordert genügend Bewegungsraum. Folgende Maße sollte ihr Teich mindestens haben:

  • längliche Teichform ist ideal
  • ohne allzu viel Bepflanzung
  • mit mind. 4 m3 Wasservolumen
  • und mind. 1 m Tiefe

Orfen springen gern, deswegen muss der Teichrand so angelegt sein, dass die Fische keine Möglichkeit haben rauszuspringen.

Fischbesatz planen

Geht es nach den Experten, so wird bei der Haltung von Goldorfen für jeden Fisch 500 bis 1000 l Wasservolumen benötigt. Der optimale Fischbesatz wird folglich berechnet, indem das Teichvolumen durch diesen Wert geteilt wird. Doch der Faktor Zeit darf nicht außer Acht gelassen werden. Wenn sich im Frühjahr die Orfen fleißig vermehren,

wird sich ihre Anzahl alljährlich mindestens verdoppeln. In Verbindung mit guter Fütterung kann es im Teich schon bald vor Orfen nur so wimmeln.
  • mit einem Pärchen anfangen
  • oder max. 5-6 Orfen einsetzen

Diese Empfehlung sollten Sie unbedingt beachten, auch wenn zu Beginn der Teich etwas unterbesetzt erscheint. Das nachträgliche Herausfischen, um die Population zu reduzieren, gestaltet sich schwierig. Das Ablassen des Teichwassers ist ebenso zeitaufwendig, mühselig und bei großen Gartenteichen ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

Für gute Wasserqualität sorgen

Die Haltung von Goldorfen ist mit wenig Aufwand verbunden. Doch für eine wichtige Lebensbedingung muss ihr Besitzer unbedingt sorgen: gute Wasserqualität.

  • auf sauberes Teichwasser achten
  • es darf nicht belastet sein
  • sollte mit reichlich Sauerstoff angereichert sein

Damit die Goldorfe ihr sauberes Wasser bekommt, sollten Sie einen kräftigen Teichfilter installieren. Ohne einen derartigen Filter, wird das Wasser kaum den Anforderungen dieses Fisches entsprechen. Auch ein Oxydator, der für eine hohe Sauerstoffkonzentration sorgt, ist eine sinnvolle Anschaffung.

Fische richtig füttern

Die Goldorfe ist ein unkomplizierter Fisch, wenn es um ihre Nahrung geht. Sie ist nicht ausschließlich nur auf Fischfutter ihres Besitzers angewiesen. Viel Essbares findet sie in ihrer unmittelbaren Umgebung, besonders im Sommer. Deswegen kann in dieser Jahreszeit in der Regel ganz auf zusätzliches Futter verzichtet werden. Ist das Nahrungsangebot der Natur gut, würde sie dieses sogar stehen lassen. Zum Glück lässt sie auch die Bepflanzung des Teiches in Ruhe.

  • kein spezielles Fischfutter erforderlich
  • normales Fischfutter genügt - z. B. Körnerfutter
  • Goldorfen suchen sich zudem gezielt Nahrung - z. B. Fischlaich anderer Fische
  • Kaulquappen
  • Mückenlarven
  • Würmer
  • andere Teichinsekten von der Wasseroberfläche

Auf dem Markt wird spezielles "Farbfutter" angeboten. Der Hersteller verspricht, dass dadurch die Goldorfe ihren kräftigen Goldton behält. Es genügt, wenn Sie ab und zu etwas davon zufüttern.

Hinweis: Große Goldorfen fressen auch kleine Fische anderer Arten. Sie sind daher ideal, wenn der Besatz anderer Fischarten im Teich natürlich reduziert werden soll.

Vor Fressfeinden schützen

Durch die Haltung im Freien

haben diese Fische einige Fressfeinde zu befürchten. Herumstreunende Katzen und in manchen Gegenden auch Reiher sind eine Gefahr für sie. Da Goldorfen nah an der Wasseroberfläche schwimmen, können sie von diesen und anderen Feinden leicht rausgefischt werden. Gerade durch ihre leuchtende Färbung sind sie eine leicht zu erkennende Beute. Und Reiher kommen solange an den Teich zurück, bis dieser leer gefischt ist. Selbst das Verschlingen von bis zu 30 cm langen Orfen ist für sie mühelos machbar.

Hechtsalmler frisst GoldorfeDas Abdecken des Teiches mit einem feinmaschigen Netz ist eine Möglichkeit. Doch im Handel werden noch weitere Alternativen angeboten. Erkunden Sie daher schon zu Beginn ihrer Haltung, welche Schutzmöglichkeit für Sie am besten geeignet ist.

Fische sicher überwintern

Auch wenn die Goldorfe im Sommer eine Wassertemperatur von 25° C mag, kann sie im Winter in deutlich kälterem Wasser überwintern. Der Teich darf lediglich nicht bis zum Boden gefrieren. Deswegen ist es wichtig, dass seine Tiefe mindestens einen Meter beträgt. Dann können die Orfen draußen überwintern. Ansonsten müssen sie im Herbst den Teich verlassen, was eine mühselige Angelegenheit ist und zudem ein alternatives Quartier erfordert. Zusätzlich zu einer angemessenen Tiefe sollten die Teichwände nach Möglichkeit isoliert werden.

  • Teich von außen mit Styropor auskleiden
  • erst dann in die Erde einlassen
  • bestehende Teiche alternativ von innen isolieren
  • nachträglich an den Wänden Styroporplatten befestigen

Vermeiden Sie im Winter jegliche Störung der Fische. So sollten beispielsweise in Eisdecken keine Löcher aufgeklopft werden. Auch sonstiger Lärm und Erschütterungen in Teichnähe sollten vermieden werden.

Vermehrung fördern

Wenn Sie auf die Vermehrung der Orfen Wert legen, müssen Sie ihnen in erster Linie einen sehr großen Teich bieten. Auch sollte ihre Haltung im Schwarm erfolgen. Die Vermehrung findet alljährlich zwischen April und Juni statt, wobei sich nur ausgewachsene Fische fortpflanzen. Sie legen ihre Eier in flachen Bereichen des Teiches ab.

  • flache Bereiche stellenweise dicht bepflanzen
  • daran können die Eier haften
  • auf gute Sauerstoffversorgung achten
  • Jungfische mit Zooplankton füttern
  • später mit Kleinkrebsen oder kleinen Insektenlarven