Wenn sich Schädlinge im Gartenteich ansiedeln, dann ist ein zeitnahes Eingreifen angesagt. Das unerwünschte Ungeziefer kann sich schnell ausbreiten und zu einer richtigen Plage werden. Einige der Schädlinge fressen nur die Teichpflanzen, während andere sogar die Teichbewohner angreifen. Da chemische Bekämpfungsmittel sich ebenfalls negativ auf die Fische und Pflanzen im Gartenteich auswirken, sind natürliche Maßnahmen empfehlenswert. Auf diese Weise bleibt das biologische Gleichgewicht im Biotop erhalten.

Blattläuse

Besonders die Seerosen werden von Schädlingen angegriffen, dazu gehören vor allem die Blattläuse. Dieses Ungeziefer bevorzugt das weiche Gewebe der Teichpflanzen, die über der Wasseroberfläche wachsen. Als Gegenmittel bewährt haben
sich die natürlichen Feinde der Seerosenblattläuse, diese halten die Bevölkerung der Schädlinge auf einem erträglichen Maßstab. Zum Spätsommer siedeln die Blattläuse auf in der Nähe stehende Bäume über, um dort ihre Eier abzulegen. Deshalb lohnt es sich, auf den Laubbäumen den Fortpflanzungszyklus der Parasiten zu unterbrechen. Auf diese Weise kann die Anzahl der Blattläuse erheblich verringert werden.
  • Blattläuse saugen den Saft aus den Seerosen heraus
  • Dadurch werden die Teichpflanzen extrem geschwächt
  • Bei Befall Seerosen regelmäßig mit Gartenschlauch abspritzen
  • Larven der Marienkäfer fressen gerne Blattläuse
  • Teichfische ernähren sich ebenfalls von diesem Ungeziefer
  • Im Winter Bäume der Umgebung mit Pflanzenschutzmittel behandeln

Köcherfliegen

Im erwachsenen Stadium erinnern Köcherfliegen an Motten. Diese Schädlinge fliegen vor allem in den frühen Abendstunden um den Teich herum. Köcherfliegen legen Hunderte von Eiern im Wasser des Gartenteiches ab und können sich deshalb schnell zu einer Plage entwickeln. Nach etwa zehn Tagen schlüpfen aus den Eiern die gefräßigen Larven, diese können alle Pflanzen im Gartenteich kahl fressen. Da eine chemische Bekämpfung aufgrund der anderen Teichbewohner nicht möglich ist, sollten die natürlichen Feinde des Ungeziefers die Abwehr verrichten.
  • Köcherfliegen legen ihre Eier in langen und gallertartigen Röhren ab
  • Diese hängen meistens an Blättern der Teichpflanzen ab
  • Eierröhren per Hand absammeln
  • Auf natürliche Fressfeinde wie Goldfische und Teichkarpfen setzen

Seerosen-Zünsler

Weit verbreitet ist der Seerosen-Zünsler, eine Mottenart, die vor allem in den kühleren Abendstunden unterwegs ist. Die Larven dieser Motten fressen gerne Löcher in die Blätter der Teichpflanzen, das Ergebnis ist sehr unansehnlich. Oft werden ganze Blätter bis zum Gerippe abgefressen und die Pflanzen dadurch extrem geschädigt.
  • Seerosen-Zünsler ist etwa 2-3 cm groß
  • An unregelmäßigen, weißen Flecken auf den Flügeln zu erkennen
  • Puppen überwintern in abgefallenen Blättern
  • Diese Blätter umgehend von der Teichoberfläche entfernen
  • Im Herbst
    zusätzlich schützendes Netz über Gartenteich spannen

Zikaden

Genauso wie die Blattläuse, ernähren sich auch die Zikaden gerne von Seerosenblättern. Besonders anfällig für Fraßschäden sind große Seerosenblätter, die komplett in der Luft stehen. Deshalb sollten die Seerosen nie zu groß werden, damit die Blätter ausreichend Platz zum Wachsen haben und auf der Wasseroberfläche komplett aufliegen können. Eine Überwucherung des Gartenteiches mit Seerosen ist ohnehin nicht empfehlenswert, da dadurch das biologische Gleichgewicht im Biotop gestört wird.
Zikade
  • Saugen den Saft aus den Blättern der Seerosen
  • Anschließend werden diese braun und wirken ausgetrocknet
  • Zu groß gewachsene Seerosen trennen und Wurzeln teilen
  • Dann mit genügendem Platzangebot erneut anpflanzen

Rückenschwimmer

Der Rückenschwimmer ist eine Art der Wasserkäfer, die bei Teichbesitzern einen besonders schlechten Ruf hat. Zwar ist der Käfer nur winzig, aber er kann sogar kleine Teichfische töten. Die Rückenschwimmer fliegen viel zwischen verschiedenen Teichen in der Umgebung umher, deshalb sind diese schwierig zu bekämpfen. Wenn ganz viele kleine Fische auf einmal sterben, dann ist dieser Tatbestand ein Hinweis auf einen Befall mit dem angriffslustigen Wasserkäfer.
  • Besitzt giftige Mundwerkzeuge
  • Kann durch zubeißen kleine Fische töten
  • An Sommerabenden auf Flugverkehr der Wasserkäfer achten
  • Als Schutz kleinmaschiges Netz über dem Gartenteich spannen

Seerosenblattkäfer

Der Seerosenblattkäfer ein farbenprächtiger Wasserkäfer, aber in den heimischen Wassergärten ist dieser Schädling nicht gern gesehen. De Käfer lebt auf den Oberseiten der Blätter der Teichpflanzen. Einmal unter Wasser, kann dieser nicht mehr selbstständig an die Teichoberfläche schwimmen und ertrinkt im Anschluss. Deshalb werden die unteren Seiten der Blätter verschont, damit diese nicht untergehen.
  • Bei geringem Befall Blätter mit kräftigem Wasserstrahl abspritzen
  • Nachwuchs legt Fraßgänge auf den Oberseiten der Blätter an
  • Betroffene Blätter unter Wasser drücken, dann dort mit Draht fixieren
  • Plagegeister werden ins Wasser befördert und ertrinken
  • Bei starkem Befall betroffene Blätter komplett abschneiden und entsorgen

Wasserskorpion

Der Wasserskorpion ist nicht mit den Skorpionen verwandt, dafür ist dieser aber genauso unangenehm. Bei einem Befall ist schnelles Handeln angesagt, ansonsten kann der Schädling vor allem den jungen Fischen sehr gefährlich werden.
  • Kann kleine Fische töten
  • An schnorchelähnlicher Atemöffnung zu erkennen
  • Besitzt stachelartiges Rückgrat
  • Bei Sichtung der Atemöffnung an der Wasseroberfläche, Parasiten entfernen
  • Gartenteich vorbeugend sehr sauber halten

Vorbeugemaßnahmen

Schädlinge im Gartenteich
Zwar haben auch Ungeziefer ihre Daseinsberechtigung im Ökosystem des Gartenteiches, aber diese können schnell zu einer Plage werden. Darüber hinaus können Nützlinge zu Schädlingen werden, wenn diese in einer großen Anzahl auftreten. Normalerweise schafft es ein gut funktionierendes Biotop selbstständig, das eigene biologische Gleichgewicht dauerhaft aufrecht zu erhalten. Selbst wenn eine Population an Schädlingen kurzfristig überhandnimmt, stehen die natürlichen Fressfeinde gegenüber. Jedoch kann es bei neu angelegten Gartenteichen einige Jahre dauern, bis sich eine ausgewogene Balance aller Bewohner eingestellt hat. Deshalb sollten vor allem neue Wassergärten regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Speziell Seerosen breiten sich schnell aus und locken viele Schädlinge an.
  • Auf absolute Sauberkeit im Gartenteich achten
  • Im Sommer den Teichfischen nicht zu viel Futter geben
  • Nicht verzehrtes Fischfutter sinkt auf den Grund
  • Im Anschluss kommt es zu Verschmutzungen
  • Bei extrem trübem Wasser Schlammreiniger einsetzen
  • Etwa zwei Drittel des Schlamms absaugen
  • Teichfilter regelmäßig reinigen
  • Sehr stark wuchernde Teichpflanzen zurückschneiden
  • Abgestorbene Pflanzenteile und Laub umgehend entfernen
  • Übermäßigen Algenwuchs mit Kescher abschöpfen
  • Käferlarven und Raupen per Hand absammeln