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Krebsschere – Pflanzen im Gartenteich

Krebsschere (Stratiotes aloides)

Bei der Krebsschere, die auch unter der Bezeichnung Wasseraloe bekannt ist, handelt es sich um eine winterharte Wasserpflanze, die sehr häufig in heimischen Gartenteichen zu finden ist. Sie ist zwar in den meisten Fällen selten zu sehen, erfüllt aber einen wichtigen Auftrag. Krebsscheren stehen unter Naturschutz und dürfen nicht aus der freien Natur entnommen werden.

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Krebsschere: winterharte immergrüne Wasserpflanze

Krebsscheren, deren botanischer Name Stratiotes aloides lautet, gehören zu den schwimmenden Wasserpflanzen. Die rosettenförmigen Pflanzen sind nicht immer an der Wasseroberfläche zu sehen, doch wenn sie während der Blütezeit ihre Wedel in die Luft strecken, sind sie sehr dekorativ. Die Blüten, die sie dann entwickeln, sind weiß und eher unscheinbar. Auch wenn die Pflanzen die meiste Zeit unter Wasser verbringen, werden sie von Teichbesitzern sehr geschätzt. Sie entziehen dem Wasser einen Überschuss an Nährstoffen und verhindern damit einen allzu starken Algenbefall.

Die unter der Wasseroberfläche befindlichen Ausläufer versorgen das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff, was besonders bei Besatz mit Fischen oder anderen Wassertieren sehr günstig ist. Tierischen Bewohnern bieten die scharfen Blätter sowohl über als auch unter Wasser gute Versteckplätze. Über Wasser werden sie gern von Wasserläufern genutzt und von Libellen und anderen wasserliebenden Insekten als Brutplatz genutzt.

  • Krebsscheren sind winterhart
  • sie verbessern die Wasserqualität
  • sie fördern die Ansiedlung von Insekten
  • sie stehen unter Naturschutz

Für die Pflege im Gartenteich werden je nach Größe des Teichs drei oder mehr Krebsscheren eingesetzt, weniger Pflanzen machen die Pflege einfacher, als wenn zu viele im Teich wachsen. Häufig sind andere Teichbesitzer gern bereit, überflüssige Krebsscheren abzugeben. Auch der Fachhandel hält ein großes Angebot bereit. Von dem manchmal etwas kümmerlichen Aussehen sollte der Teichbesitzer sich nicht abschrecken lassen. Bei guter Wasserqualität und einem ausreichenden Nahrungsangebot wachsen auch unansehnliche Exemplare schnell zu stattlicher Größe heran. Nach einiger Zeit wird es häufig notwendig, die Pflanzen zu stutzen oder herauszunehmen, damit sie nicht andere Teichpflanzen zu sehr bedrängen.

Krebsscheren brauchen sauberes, weiches Wasser in sonniger Lage

Krebsscheren werden nicht in den Teichboden gepflanzt. Die Pflanzen werden einfach in den Teich gelegt. Sie suchen sich ihren Platz sehr schnell selbst. Dazu bilden sie bis zu zwei Meter lange Ausläufer und ein starkes Wurzelgeflecht aus, mit dem sie sich selbst im Boden des Teiches verankern. Sie mögen es nicht, wenn sie angebunden und an einer bestimmten Stelle befestigt werden. Dann kümmern sie oder sterben nach kurzer Zeit ab. Der Teichbesitzer sollte nicht beunruhigt sein, wenn die Pflanze zunächst nur tief am Boden zu finden ist. Sie wird bei guter Wasserqualität von ganz allein auftauchen, sobald sie Blüten angesetzt hat.

Manche Krebsscheren benötigen mehrere Monate, bis sie sich an die Wasseroberfläche wagen. Sehr kleine Pflanzen brauchen manchmal mehrere Jahre bis sie die ersten Blüten entwickeln. Die Ansprüche an den Standort sind recht gering. Nährstoffreiches, möglichst weiches Wasser begünstigt ein gutes Gedeihen der Pflanzen. In kalkhaltigem Wasser wächst die Krebsschere nur sehr kümmerlich oder stirbt sogar ab. Ein sonniger oder halbschattiger Standort fördert das Wachstum. Es bilden sich dann die langen Ausläufer, an denen neue Rosetten erscheinen. Auch wenn Krebsscheren sehr nährstoffhaltiges Wasser benötigen, vertragen sie kein verschmutztes Wasser. Wenn die Pflanzen nicht gedeihen, kann eine Reinigung des Teichwassers hilfreich sein.

  • sauberes, nährstoffreiches Wasser
  • sonniger oder halbsonniger Standort
  • regelmäßig Auslichten

Pflege der Krebsschere

Die Hauptpflege findet im Herbst statt. Es ist dann notwendig, einen Teil der Krebsscheren mit einer Harke oder einem Kescher aus dem Teich zu entfernen. Beim Anfassen ist Vorsicht geboten. Die Blätter sind sehr scharfrandig und können zu Schnittwunden führen. Wenn sich die Pflanzen im Sommer zu stark ausbreiten, sollte auch schon früher mit dem Auslichten begonnen werden. Wenn die Wassertemperatur unter 15 Grad Celsius fällt, sinken die Pflanzen zu Boden. Dabei stirbt ein großer Teil der alten Rosetten ab und löst sich im Wasser auf. Die überlebenden Rosetten bilden Winterknospen und überwintern am Boden des Teiches. Sie tauchen erst mit steigenden Wassertemperaturen wieder auf und gelangen während der Blüte an die Wasseroberfläche.

Krebsscheren vermehren

Bei guter Wasserqualität braucht sich der Teichbesitzer um die Vermehrung der Pflanze nicht zu kümmern, er wird im Gegenteil eher damit beschäftigt sein, die Ausbreitung einzudämmen. Die Vermehrung der Krebsschere erfolgt in der Regel durch die Abtrennung der neuen Rosetten. Aber auch die Ausläufer eignen sich, um neue Pflanzen zu gewinnen. Dafür wird ein Stück des Triebes ausgewählt, der bereits Wurzeln gebildet hat, und abgeschnitten. Der Trieb braucht dann nur noch in das Wasser gelegt zu werden. Eine Vermehrung durch Samen ist ebenfalls möglich, wenn die Pflanze geblüht hat und die Samen abgesammelt wurden. Allerdings ist diese Art der Züchtung sehr viel umständlicher, sodass im Allgemeinen nur die Triebe oder kleine Rosetten verwendet werden.

Probleme bei der Pflege

Krebsscheren gelten als nützliche Wasserpflanzen, die sehr pflegeleicht sind. Schädlinge hat die Pflanze nicht. Sie bietet den Teichbewohnern Schutz und hilft die Wasserqualität zu verbessern. Das einzige Problem besteht in der starken Ausbreitung der Krebsschere, die bei günstigen Bedingungen ganze Teichoberflächen überwuchern kann. Eine regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf Auslichten verhindert dieses Problem.

Wissenswertes über Krebsscheren in Kürze

Die Krebsschere ist eine leicht zu pflegende Schwimmpflanze, die sich vor allem aus ökologischer Sicht für die Haltung im Teich besonders gut eignet. Bei richtiger Pflege verbessert sie die Wasserqualität und fördert die Ansiedlung wichtiger Insekten.

  • Als Wasserpflanze hat die Krebsschere ihren Namen von den scherenähnlichen Hüllen der Blütenstände.
  • Die Pflanzen bilden Schwimmgesellschaften.
  • Sie bevorzugen warme, windgeschützte, sonnige, schlammige, basenreiche, nicht verschmutzte und meist stehende Gewässer, …
  • zum Beispiel in Talauen, in Altwässern, Gräben, Tümpeln und Kanälen.
  • Die Vermehrung der Krebsschere erfolgt über Samen oder die vegetative Vermehrung über Ausläufer.
  • Die Pflanze ist empfindlich gegenüber starken Schwankungen des Wasserstandes und gegenüber Verunreinigungen.
  • Durch ihr Aussehen passt die Krebsschere sehr gut in einen mediterran angelegten Garten.
  • Durch die Eigenschaft Phosphor und Kalium zu binden, ist die Krebsschere eine ideale Teichpflanze.

Die trichterförmige Wuchsform hat Ähnlichkeit mit einer Aloe. Die Blätter der Krebsschere sind bis zu 40 cm große, rosettenförmig angeordnete lange schwertförmige Wedel. Sie sind dreikantig und hakig vorwärtsgerichtet gesägt und ragen teilweise aus dem Wasser heraus. Es bilden sich intensive Ausläufer, wodurch die einzelnen Rosetten miteinander zu großen Einheiten verbunden werden. Die unverzweigten Wasserwurzeln der Pflanze sind dicht und hängen unter der Pflanze. Sie nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf. Die Blüten sind recht klein. Sie bestehen aus je drei weißen Kron- und drei grünen Kelchblättern. Das Blütenzentrum ist gelb. Die Pflanze blüht von Mai bis Juli.

  • Die gesellig wachsenden Krebsscheren treiben nur während des Sommerhalbjahres an der Wasseroberfläche.
  • Im Herbst sinken die Rosetten auf den Gewässergrund ab und bilden Winterknospen (Turionen).
  • Die äußeren Blätter sterben ab. Im Frühjahr steigen die Turionen wieder an die Wasseroberfläche und bilden neue Pflanzen.
  • Im Gegensatz zu anderen Wasserpflanzen steigt aber auch das Herz alter Rosetten wieder nach oben und wächst weiter.
  • Über die großen Mutterpflanzen wachsen sehr schnell Tochterpflanzen, die sich über den Sommer kräftig entwickeln.
  • Die stockwerkartig übereinander wachsenden Rosetten bilden, vor allem an flachen Stellen, einen undurchdringlichen Dschungel.
  • Die starke Biomasseproduktion großer Vorkommen wirkt verlandungsfördernd (schlammbildend) in Gewässern. Die Art wird durch Hochwasser verbreitet.

Die Krebsschere steht auf der Roten Liste und gilt als besonders geschützt. Sie ist in natürlichen Gewässern nahezu ausgestorben. In Fischteichen wurde sie wegen ihres wuchernden Wuchses von Anglern intensiv bekämpft.

Autor Garten-Redaktion
Ich schreibe über alles, was mich in meinem Garten interessiert.

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