Granitstelen für die Böschungsbegrenzung oder Treppeneinfassung können sich preislich erheblich unterscheiden. Dabei kommt es vor allem auf die Körnung, die Maße und die Verarbeitung des Materials an. Daher ist hier einiges an Einsparpotenzial vorhanden. Worauf es bei der Auswahl der Stelen ankommt und auf welche Faktoren geachtet werden muss, verraten wir im Folgenden.

Stelen

Der Begriff wird für zwei verschiedene Materialien beziehungsweise Formate benutzt. Einerseits für Säulen oder Pfeiler, die beispielsweise auf Gräbern oder aber als Sichtschutz oder Kunstobjekt verwendet werden. Diese Bezeichnung wird auch im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Die Steine sind quaderförmig. Andererseits werden damit Formen bezeichnet, die an Palisaden erinnern. Der Unterschied zu Palisaden ist jedoch, dass sich die Stelen nach oben hin verjüngen, also schmaler werden.
Tipp: Für Beeteinfassungen und als Treppeneinfassung werden jedoch die gleichförmigen Quader verwendet.

Granit

Der Vorteil bei Granit ist, dass das Material sehr beständig ist. Aufgrund der hohen Dichte ist Granit jedoch auch sehr schwer. Beim Setzen der Stelen kann es daher notwendig sein, zu zweit zu arbeiten oder entsprechende Maschinen
einzusetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Granit in verschiedenen Farben und Körnungen erhältlich ist. Die Stelen können daher passend zum eigenen Geschmack und zur Gestaltung von Treppe oder Beet ausgewählt werden. Zudem ergeben sich daraus auch teils erhebliche Preisunterschiede.

Preisunterschiede

Die Preisunterschiede bei den Stelen ergeben sich hauptsächlich aus zwei Faktoren.

Ausmaßen
Je größer der Stein, desto höher der Preis. Bei speziellen Maßen muss noch einmal mit einem Aufschlag gerechnet werden.
Körnung
Je feiner die Körnung, desto dichter ist das Granit. Je dichter es ist, umso bruchsicher und biegefester ist es auch. Steine mit gröberer Körnung sind jedoch ebenfalls sehr belastbar und zudem noch kostengünstiger, als Granit mit einer sehr feinen Körnung.
Hinweis: Ein dritter ausschlaggebender Faktor ergibt sich ebenfalls aus der Körnung. Frostsicheres Granit weist eine sehr Körnung auf und ist daher kostenintensiver als Granit, der nicht frostsicher ist.

Maße

GranitstelenIm Handel finden sich Stelen aus Granit meist in fünf
bis zehn verschiedenen Längen. Üblich sind Längen zwischen 30 und 300 Zentimetern. Die Schritte erfolgen in 25 Zentimeter Abständen. Bei den Seitenlängen beziehungsweise Querschnitten finden sich üblicherweise:
  • 12 x 12 cm
  • 8 x 12 cm
  • 10 x 25 cm
  • 15 x 15 cm
  • 20 x 20 cm
Je kürzer und schmaler die Stelen sind, desto geringer fallen auch die Kosten für das Material aus.

Verarbeitung

Die Verarbeitung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei dem Preis. Stelen aus bruchrauen Granit sind schon relativ günstig erhältlich. Am günstigsten sind die Pfeiler, wenn sie nicht ausgewiesen frostbeständig sind.
Kostenintensiver sind Stelen sind Varianten aus geflammten und gesägtem Granit.

Kosten

Eine bruchraue Granitstele von einem Meter Länge ist bei kleinem Querschnitt bereits für etwa 15 Euro erhältlich. Für größere Durchschnitte muss bei gleicher Länge mit bis zu 50 Euro gerechnet werden. Soll der Stein aufgrund seiner feinen Körnung ausgewiesen frostbeständig sein, ist bei einem Meter Länge und kleinem Querschnitt pro Granitstele ein Preis von wenigstens 30 Euro einzukalkulieren.
Die Kosten setzen sich aber nicht nur aus den Preisen für das Material zusammen.
Auch weitere Faktoren müssen einkalkuliert werden. Zu diesen gehören:
  • Stelen
  • Transport beziehungsweise Anlieferung
  • Setzen der Stelen
Vor allem der Transport kann mit relativ hohen Kosten zu Buche schlagen. Eine Stele von einem Meter Länge wiegt zwischen 30 und 70 Kilogramm. Bei vier Stelen als Randeinfassung für ein kleines Beet kann das Gewicht also bei bis zu 280 Kilogramm liegen. Nicht jeder kann dieses Gewicht im eigenen Auto transportieren. Bei größeren Projekten und damit auch höheren Gewichten können auf den Transport und ausgeliehene Maschinen für das Einsetzen daher vergleichsweise
hohe Kosten entfallen.

Einsparmöglichkeiten

Granitstelen als MauerEinsparmöglichkeiten bei den Granitstelen ergeben sich aus den folgenden Punkten:

1.Bruchrau statt gesägt und geflammt:
Aufgrund des geringeren Aufwands bei der Bearbeitung fallen die Preise für diese Stelen geringer aus. Die bruchrauen Steine wirken im Garten zum einen sehr natürlich. Zum anderen fallen eventuell entstehende Risse und abgeschlagene Ecken nicht auf.

2.Geringere Ausmaße:
Bei der Länge gibt es wenig Spielraum, beim Querschnitt kann allerdings teilweise einiges eingespart werden. Daher sollte sich jeder fragen, wie groß der Querschnitt der Granitstele wirklich sein muss. Einsparpotenzial ergibt sich hierdurch nicht nur bei dem Material selbst, sondern auch bei Transport und dem Einsetzen der Stelen, da das Gewicht geringer ausfällt.

3.Frostbeständigkeit
In stark beanspruchten Bereichen und in Regionen mit sehr harten Wintern kann es sinnvoll sein, in ausgewiesen frostbeständige Stelen zu investieren. Für eine Beeteinfassung, bei der die Steine kaum Krafteinwirkungen ausgesetzt sind und in Bereichen ohne hohes Wasseraufkommen sowie in Regionen mit milden Wintern reichen Stelen aus, die nicht ausgewiesen frostbeständig sind. Selbst wenn bei diesen einmal frostbedingt ein kleines Stück abbricht, fällt dies bei bruchrauen Steinen optisch kaum auf.
Tipp: Diese sind teilweise nur halb so teuer wie die Steine ohne ausgewiesene Frostbeständigkeit.

4.Preisvergleich
Nicht nur die Preise für die Granitstellen, sondern auch für den Transport sollten genau miteinander verglichen werden. Hier können sich zwischen den Anbietern erhebliche Unterschiede und damit auch Einsparpotenzial finden.