Wenn Ihre Waschmaschine Probleme mit dem Ab- oder Zulauf hat, kann nicht mehr effizient gewaschen werden. Glücklicherweise gibt es für die einzelnen Störungen effektive und schnelle Lösungen.

Zulauf-Störungen: 3 Ursachen

Häufigste Ursache für Zulauf-Störungen ist eine abgedrehte Wasserzufuhr. Überprüfen Sie daher zuerst, ob der Wasserhahn Ihrer Waschmaschine aufgedreht ist, damit Wasser überhaupt in das Gerät geleitet werden kann. Erst dann sollten Sie eine der weiter unten folgenden Lösungen nutzen.

Geringe Wassermenge

Steht nicht genügend Wasser zur Verfügung, lassen sich die einzelnen Programme nicht effektiv ausführen. Das Ergebnis ist verschmutzte Wäsche, die kaum gereinigt wurde. Verursacht wird das durch ein verstopftes oder beschädigtes Absperrventil. Feststellen können Sie dieses Problem durch den sogenannten Eimertest:

  • Waschmaschine vom Strom abschließen
  • Zulaufschlauch inklusive Aquastop demontieren
  • Eimer unter Wasserhahn halten
  • 5 l oder 10 l Eimer verwenden
  • Wasserhahn komplett aufdrehen
  • Zeit messen

Idealerweise laufen bis zu 20 Liter pro Minute durch den Zulaufhahn. Über den Eimertest ermitteln Sie die genaue Zeit. Ein Eimer mit 5 Litern sollte nach 15 Sekunden, ein 10 Liter Eimer nach 30 Sekunden

komplett gefüllt sein. Ist das der Fall, wird die geringe Wassermenge nicht durch den Zulaufhahn verursacht. Wird diese Zeit nicht erreicht, gibt es Probleme mit dem Absperrventil. Kontaktieren Sie einen Fachmann, um das Ventil überprüfen zu lassen.

Hinweis: Drehen Sie den Wasserhahn nach dem Öffnen eine halbe Drehung zurück, wenn es sich um ein altes Modell handelt. Mit diesem Schritt verhindern Sie, dass sich der Zulaufhahn festsetzt, was wiederum die Funktion einschränken könnte.

Zulaufsieb verstopft

Das Zulaufsieb sitzt am Ende des wasserführenden Schlauchs und verhindert, dass Ablagerungen oder Fremdkörper in die Maschine gelangen. Durch diese kann es verstopfen. Um das Sieb zu überprüfen, demontieren Sie den Zulaufschlauch von der Maschine. Lokalisieren Sie das Sieb und ziehen Sie es mit einer Zange vorsichtig aus der Maschine. Überprüfen Sie es auf mögliche Ablagerungen oder Verschmutzungen. Anschließend wird es wie ein Perlator (Strahlregler am Wasserhahn) gereinigt:

- unter fließendem Wasser spülen
- bei Kalkablagerungen in Essig einweichen
- Schlauch durchspülen
- Schlauch und Sieb montieren

Einspülkammer überprüfen

Die Einspülkammer könnte ebenfalls der Grund für das Problem sein. Bei dieser handelt es sich um die Kammer, in der die

Waschmittellade sitzt. Ziehen Sie die Waschmittellade heraus und überprüfen Sie die Kammer auf Ablagerungen und Verschmutzen. Entfernen Sie Waschmittelreste mit einer Bürste und Wasser, während Kalkablagerungen mit Essig oder Zitronensäure behandelt werden. Nach der Reinigung setzen Sie die Spülmittellade wieder ein und starten ein kurzes Programm ohne Waschmittel oder Wäsche. Ziehen Sie die Lade einen Spalt heraus und überprüfen Sie den Wasserstrom. Tröpfelt das Wasser nur oder ist es langsam, ist eines der folgenden Komponenten beschädigt:
  • Magnetventil
  • Aquastop

Den Aquastop können Sie selbst austauschen, indem Sie einen neuen Schlauch mit der Komponente erwerben. Falls das immer noch nicht geholfen hat, muss ein Experte das Magnetventil überprüfen.

Tipp: Falls Wasser dagegen ohne Probleme in die Maschine gelangt, diese aber ein Problem mit dem Zulauf anzeigt, ist wahrscheinlich die Luftfalle verstopft oder die Druckdose weist einen Defekt auf. Ist das der Fall, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen, da sich diese Probleme nicht ohne das nötige Know-how bewältigen lassen.

Ablauf-Störungen: 4 Ursachen

Liegen Ablauf-Störungen vor, kann das Wasser nicht mehr aus der Trommel geleitet werden. Es verbleibt in der Maschine, selbst nach dem Schleudern. Das Ergebnis ist triefnasse Wäsche, die sogar zu schwer zum Aufhängen ist.

Tipp: Wenn Sie Pech haben, leitet die Waschmaschine das Wasser aufgrund einer defektiven Elektronik nicht mehr ab. Kontaktieren Sie unbedingt einen Profi bei diesem Problem.

defekte Waschmaschinentrommel

Verstopftes Flusensieb

Das Flusensieb sollte in regelmäßigen Abständen geleert und gereinigt werden, um einen störungsfreien Ablauf zu garantieren. Sobald das Wasser nicht abläuft, sollten Sie zuerst das Flusensieb überprüfen. Folgen Sie diesen

Punkten, um es wieder funktionsfähig zu machen:
  • Klappe des Flusensiebs lokalisieren
  • befindet sich in der Front der Maschine
  • lässt sich mit einem Schraubenzieher aufhebeln
  • flache Wanne oder Schüssel unter die Maschine stellen
  • Flusensieb aufdrehen
  • Wasser wird aus dem Sieb fließen
  • Sieb komplett herausziehen
  • Fremdkörper, Haare und Fussel entfernen
  • Sieb unter fließendem Wasser säubern
  • hohen Wasserdruck und Bürste verwenden
  • Öffnung des Siebs ebenfalls überprüfen
  • gegebenenfalls reinigen
  • Flusensieb trocknen lassen
  • wieder einsetzen
  • Klappe schließen
  • Testlauf durchführen

Verstopfter Ablaufschlauch

Wie beim Zulaufschlauch kann es vorkommen, dass der Ablaufschlauch verstopft ist. Demontieren Sie den Schlauch und spülen Sie ihn gut aus. Flusen, Haare und Fremdkörper sammeln sich häufig im Schlauch und verhindern, dass das Wasser ablaufen kann.

Defekte Laugenpumpe

Problematisch wird es, wenn die Laugenpumpe im Gerät defekt ist. Erkennbar ist das von außen nicht, Sie können aber auf ein Klappern oder Krachen beim Absaugen des Wassers achten. Ist das der Fall, ist die Laugenpumpe auf jeden Fall beschädigt. Die Entstehung von Geräuschen ist aber nicht immer der Fall. Falls es nichts gebracht hat, den Ablaufschlauch und das Flusensieb zu reinigen, sollte ein Fachmann die Pumpe überprüfen und nach Notwendigkeit reparieren oder ersetzen.

Probleme mit Keilriemen

Manchmal kann es zu Störungen des Ablaufs durch einen abgerutschten oder gerissenen Keilriemen kommen. Der Keilriemen sorgt dafür, dass die Trommel in Bewegung gesetzt wird. Ohne den Keilriemen lässt sich die Trommel nicht mehr bewegen, was das Ablaufen des Wassers erschwert. Falls die bisher genannten Lösungsansätze nicht geholfen haben, kontaktieren Sie einen Fachbetrieb, um den Keilriemen überprüfen und gegebenenfalls auswechseln zu lassen.