Bärlauch kommt wild in der Natur vor, das Gewächs lässt sich aber auch im heimischen Garten anpflanzen. Im Laufe der Zeit hat sich die Meinung durchgesetzt, dass das Wildgemüse ab der Blütezeit nicht mehr verzehrt werden sollte, da dieses dann giftig wird. Allerdings ist diese These nicht ganz richtig, obwohl sich beim Geschmack mit der einsetzenden Blüte so manches verändert.

Essbarkeit

Bärlauch ist ein heimisches Gewächs und verfügt über eine besonders delikate und würzige Geschmacksnote, die dezent an Knoblauch
erinnert. Frische Bärlauch-Blätter sind vor allem für Salate sehr gut geeignet. Da sich der Anbau von Bärlauch relativ einfach gestaltet, ist dieser in auch vielen heimischen Gärten anzutreffen. Die würzige Pflanze wächst wild in den hiesigen Wäldern und ist vor allem an Feldrändern ansässig. Im Laufe der Zeit hat sich das Gerücht verbreitet, dass Bärlauch während und nach der Blüte giftig ist. Jedoch entspricht dies nicht der Wahrheit, kein einziger Bestandteil des Bärlauchs ist giftig, komplett unabhängig von der jeweiligen Jahreszeit und dem Stand der Blüten. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede, abhängig davon, wann das Wildgemüse geerntet wird.
  • Wird auch als Waldknoblauch bezeichnet
  • Alle Pflanzenteile sind unbedenklich zu verzehren
  • Egal zu welcher Jahreszeit diese geerntet werden
  • Junge und frische Blätter weisen den intensivsten Geschmack auf
  • Blüten sind ebenfalls würzig und essbar
  • Lassen sich genau wie die Blätter verwenden
  • Jedoch schmecken Blätter von blühenden Pflanzen nicht mehr so gut
  • Blätter werden mit dem Einsetzen der Blütezeit faserig und unansehnlich

Blütezeit

Bärlauch gehört zu den beliebtesten Frühlingskräutern und fängt schon sehr zeitig an, seine Blätter und Blüten auszubilden. Da Bärlauch so manch anderen Gewächsen sehr ähnlich sieht, welche teilweise giftig sind, ist Vorsicht angeraten. Deshalb sollte vor dem Verzehr eine Probe gemacht werden, um ganz sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um das gewünschte Wildgemüse handelt. Dazu wird ein Blatt fest zwischen den Fingern zerrieben. Wenn dabei ein knoblauchartiger Geruch entsteht, dann handelt es sich garantiert um Bärlauch. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollte das Gewächs besser nicht verzehrt werden.
  • Blütezeit beginnt im Laufe des Aprils
  • Es bilden sich dann weiße Blütenstände aus
  • Blüten wachsen sternförmig heran
  • Verfügen ebenfalls über eine würzige Geschmacksnote
  • Mit der Blütezeit wandert das Aroma der Blätter in die Blüten
  • Blüten lassen sich gut als Dekoration für Speisen verwenden

Ernte

BärlauchDer Bärlauch gehört zu den frühesten Wildpflanzen, welche im Jahreslauf gesammelt werden. Wenn dieser an einem geschützten Ort im Garten wächst, dann bildet dieser schon zum Beginn des Frühlings seine würzig schmeckenden Blätter aus. Theoretisch gesehen lässt sich Bärlauch vom Frühling bis in den Herbst hinein ernten, denn das Gewächs ist zu keiner Jahreszeit giftig. Zwar
halten sich die Gerüchte dazu hartnäckig, aber diese entsprechen nicht dem Tatbestand. Auch nach der Blüte ist das Wildgemüse noch essbar. Dennoch sollte die Ernte von Bärlauch vor oder während der Blütezeit stattfinden, da Blätter nach der Blüte beständig faseriger werden und allmählich an Geschmack verlieren. Frische geerntete Blätter sind nur wenige Tage haltbar, diese lassen sich aber mit den richtigen Methoden für einen späteren Verzehr konservieren.
  • Vielerorts bilden sich schon Anfang März die ersten zarten Blätter aus
  • Ideale Erntezeit ist von März bis Anfang Mai
  • In den frühen Morgenstunden ernten, dann sind die Blätter besonders saftig
  • Bloß von großen Beständen absammeln
  • Pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter ernten
  • Blätter abschneiden und nicht brutal ausreißen
  • Pflanzen schonen und nicht unnötig zertrampeln
  • In der Natur abseits von Wegen sammeln
  • Lässt sich durch Einfrieren und trocknen konservieren
  • Möglich ist auch das Einlegen in Essig oder Öl
Tipp: Wenn die Bärlauch-Blätter nach dem Ernten in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt werden, dann halten sich diese bis zu eine Woche im Kühlschrank noch frisch und würzig.

Naturschutz

Am besten bauen Sie Bärlauch selber an und pflücken auch nur Ihren eigenen Bärlauch. Wenn Sie in der freien Natur Bärlauch ernten wollen ist dies nicht ganz so einfach und es müssen ein paar Regeln unbedingt eingehalten werden.

Wenn der Bärlauch im Naturschutz- oder Flächenschutzgebiet steht, herrscht absolutes Pflückverbot!

Wie bei allen Wildpflanzen (Pilze, Waldbeeren, Wildkräuter ...) besteht die Notwendigkeit für einen "vernünftigen Grund" um etwas aus der Natur zu entnehmen. Als anerkannter Grund zählt u.A. "Hunger". Darum sollten Sie unbedingt auch nur so viel Pflücken wir Sie wirklich benötigen, ohne dabei die Pflanze zu zerstören. Damit der Bärlauch nicht beeinträchtigt wird sollten Sie nicht mehr als ein Blatt pro Pflanze ernten, damit dieser noch weiter leben kann.