Ein Orangefarbener Milchstern sorgt für ansprechende Akzente in der Wohnung. Die intensive Färbung der Blüten sorgt für einen Blickfang, der sich ohne großen Aufwand pflegen lässt.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Gattung: Milchsterne (Ornithogalum)
  • Synonyme: Gärtnerschreck, Gärtnertod
  • Herkunft: Südafrika (Kapprovinz)
  • Wuchsform: krautig, ausdauernd, bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgan aus
  • Wuchshöhe: 15 cm bis 30 cm
  • Blätter: 10 cm lang, 2 cm breit, bewimpert, grün
  • Blüte: orange, weiß (selten), Blütentraube, zylindrisch, 20 mm bis 25 mm Durchmesser
  • Blütezeit: Mitte Juli bis Ende September
  • in allen Pflanzenteilen giftig für Mensch und Tier

Standort

Falls Sie sich für einen Milchstern entschieden haben, muss der Standort stimmen. Die Pflege des Bauernschrecks ist nicht schwer, wenn sie an einem geeigneten Plätzchen stehen und sich dort etablieren können. Neu erworbene Exemplare sollten Sie zudem immer an die Sonne gewöhnen, da sie sonst zu stark sein könnte. Milchsterne werden hauptsächlich in Kübeln gehalten, was die Anpassung des Standorts entsprechend leicht macht. Bei der Auspflanzung müssen Sie den Standort dagegen etwas genauer auswählen. Die folgenden Punkte helfen Ihnen bei beiden Varianten:

  • Lichtbedarf: sonnig bis hell
  • Mittagssonne vermeiden
  • nicht zu heiß
  • ideale Temperatur 18°C bis 22°C
  • nicht über der Heizung
  • gut geeignet: Fensterbänke, Wintergärten, Gewächshäuser

Boden

Milchsterne können über den Sommer ins Beet gepflanzt werden, wenn die Temperaturen nicht unter 8°C fallen. Damit sie ihre Vitalität erhalten und die warme Jahreszeit so richtig genießen können, muss die Bodenbeschaffenheit an die Bedürfnisse des Spargelgewächses angepasst werden.

Milchstern - Ornithogalum dubium

Die folgenden Eigenschaften sollte

er haben:
  • locker
  • durchlässig
  • stickstoffhaltig
  • nicht zu feucht
  • bei Bedarf mit Quarzsand auflockern

Substrat

Die Substratwahl bei der Kübelpflanzung ist ebenso wichtig wie der Boden, den Sie im Beet vorbereitet haben. Sie ist auf verschiedene Eigenschaften angewiesen, die es notwendig machen, das Substrat mit den passenden Mitteln anzupassen. Es sollte wie folgt beschaffen sein:

  • locker
  • kalkarm
  • geeignet ist Kakteenerde
  • alternativ Kübelpflanzenerde
  • bei Kübelpflanzenerde ausreichend Quarzsand untermischen

Pflanzen

Wenn Sie Ihre Ornithogalum-Exemplare im Blumenbeet genießen wollen, müssen Sie diese rechtzeitig und richtig einpflanzen. Auf diese Weise wird garantiert, dass die Zwiebel gut austreibt und für eine vitale Pflanze sorgt. Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung der Zwiebeln ist im Frühling, wenn sich die ersten grünen Triebe ausgebildet haben und keine Frostgefahr mehr besteht. In den meisten Regionen ist dies erst ab Mitte Mai nach den Eisheiligen möglich. Gesetzt werden die Gärtnerschreck-Zwiebeln nicht zu tief in die Erde und in einem Abstand von 15 Zentimetern bis 20 Zentimetern.

Umtopfen

Umgetopft wird Ornithogalum dubium entweder jährlich oder erst nach einigen Jahren, wenn das Substrat stark ausgelaugt ist. Soll Ihr Orangefarbener Milchstern jedes Jahr umgetopft werden, erhöht sich dessen Vitalität dadurch deutlich, da frisches Substrat mehr Nährstoffe enthält. Zum Umtopfen sollte immer ein Kübel mit genügend Platz gewählt werden, da Sie mehr als eine Zwiebel zusammen platzieren können. Vergessen Sie dabei nur den Pflanzabstand nicht, da sie sonst blühfaul werden. Der Kübel sollte über Abzugslöcher verfügen und am Boden eine Drainage aus einem der folgenden Drainagemittel erhalten:

  • Kies
  • Blähton

Hinweis: Speziell die Zwiebeln der Ornithogalum-Arten enthalten giftige Cardenolide und sollten daher vorsichtig

umgetopft werden. Die Steroide führen bei Verzehr zu schweren Vergiftungen und Herzrhythmusstörungen.

Gießen

Die Bewässerung von Ornithogalum dubium gestaltet sich etwas schwieriger, da die Pflanze eine fein abgestimmte Wassermenge benötigt. Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei:

  • nur nach Bedarf wässern
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • erste Substratschicht leicht antrocknen lassen
  • mit Fingerprobe checken
  • mit kalkarmem Wasser gießen
  • geeignet ist ebenfalls abgestandenes oder Filterwasser
  • ausgepflanzte Exemplare benötigen kaum zusätzliches Wasser

Hinweis: Achten Sie darauf, dass niemals Wasser in der Unterschale übrig bleibt. Das könnte die Gefahr auf Staunässe erhöhen, wodurch es zu einer für die Pflanze tödlichen Wurzelfäule kommt.

Düngen

Ein Orangefarbener Milchstern muss abhängig von der Häufigkeit des Umtopfens gedüngt werden. Wenn Sie das Gewächs umgetopft haben, müssen Sie es bis ins nächste Jahr nicht mehr düngen. Die Pflanze bezieht all ihre Nährstoffe aus dem Substrat und kommt aufgrund der gespeicherten Energie in der Zwiebel problemlos ohne weitere aus. Falls Sie die Zwiebel nach dem Winter nicht umtopfen, benötigt es eine zusätzliche Nährstoffzugabe, da das Substrat nicht mehr genügend enthält.

Milchstern - Ornithogalum dubium

Gedüngt wird wie folgt:

  • stickstoffhaltigen Flüssigdünger verwenden
  • geeignet sind Blühpflanzen- oder Universaldünger
  • über Gießwasser verabreichen
  • nur geringe Mengen Dünger ins Gießwasser geben
  • alle 4 Wochen

Schneiden

Geschnitten wird Ornithogalum dubium an sich nicht. Da die Pflanze nur eine bestimmte Anzahl an Blüten und maximal acht Laubblätter hat, ist ein Schnitt nicht notwendig. Dennoch können Sie die Blüten abschneiden und als Schnittblume für Vasen und Gestecke verwenden. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen bleiben die abgeschnittenen Blüten über mehrere Wochen frisch. Nach der Blütezeit sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab und können anschließend vor dem Winter einfach aus der Erde gezogen werden.

Tipp: Tragen Sie beim Schneiden der Milchsterne unbedingt Handschuhe. Der austretende Milchsaft führt zu Reizungen der Schleimhäute und Haut und nicht selten bleibt ein juckender Ausschlag zurück.

Überwintern

Die Überwinterung von Ornithogalum-Gewächsen gestaltet sich äußerst einfach. Da Sie sich keine Sorgen um die oberirdischen Pflanzenteile machen müssen, fällt die Pflege über den Winter gering aus. Wenn Sie die Gewächse nicht ausgepflanzt haben, können Sie den Topf mit der Zwiebel nach dem Entfernen des verdorrten Grüns in ein passendes Winterquartier befördern. Über die Winterzeit werden die Zwiebeln alle vier Wochen mit wenig Wasser besprüht. Auf diese Weise trocknen sie nicht aus, selbst wenn es nicht notwendig ist, sie zu gießen. Ausgepflanzte Exemplare werden direkt nach dem Verblühen ausgegraben und ebenfalls an einem

dunklen Standort gelagert, der nicht zu kalt ist. Die Zwiebeln der Milchsterne sollten nicht nass gelagert werden, da sie sonst schimmeln könnten. Der Standort sollte über den Winter wie folgt beschaffen sein:
  • Temperatur: 8°C bis 12°C
  • dunkel
  • vor Zugluft schützen

Vermehrung durch Tochterzwiebeln

Zu den einfachsten Vermehrungsmethoden der Ornithogalum-Pflanzen gehört die Nutzung der Tochterzwiebeln. Falls Ihre Exemplare Tochterzwiebeln ausgebildet haben, können Sie diese sofort für Vermehrung verwenden, da es sich quasi um kleinere Varianten der Mutterpflanze mit den gleichen Eigenschaften handelt. Erkennbar sind diese vor allem beim Umtopfen, was den Zeitpunkt für die Vermehrung idealerweise in den Frühling legt. Genutzt werden sie wie normale Zwiebeln des Milchsterns. Trennen Sie sie von der Mutterpflanze ab und pflanzen die kleinere Zwiebel einfach in ein Gefäß mit passendem Substrat. Die Pflege läuft genauso wie bei der Mutterpflanze ab.

Milchstern - Ornithogalum dubium

Vermehrung durch Aussaat

Der Milchstern lässt sich ebenfalls problemlos über eine Aussaat vermehren. Die Samen erhalten Sie aus dem Handel in Packungsgrößen von zwei bis zehn Stück, die Sie für die Anzucht verwenden können. Falls Sie Glück haben, wurden Ihre Exemplar über den Aufenthalt im Freien durch Insekten bestäubt und Sie können die Samen selbst ernten, nachdem die Blüten vertrocknet sind. Sobald Sie Saatgut zur Verfügung haben, folgen Sie dieser Anleitung:

  • Zeitpunkt: direkt nach der Ernte im Herbst, Frühjahr ab März
  • Substrat: Anzuchterde, Vogelsand oder Bimskies
  • Anzuchtgefäße mit Substrat füllen
  • Samen auf das Substrat legen
  • nicht bedecken
  • Standort: hell, warm, keine direkte Sonne
  • Temperatur: ab 20°C
  • Samen und Substrat anfeuchten
  • Keimdauer: 2 Wochen
  • nach einiger Zeit umtopfen

Blattläuse

Milchsterne sind äußerst robuste Pflanzen, die nur in den seltensten Fällen unter Krankheiten oder Schädlingen leiden. Falls sich Schädlinge an Ihren Exemplaren laben, handelt es sich hauptsächlich um Blattläuse, die Sie an den folgenden Symptomen erkennen:

  • Blattläuse deutlich erkennbar
  • Honigtau erkennbar
  • Blätter verkümmern
  • Blätter rollen sich ein

Der Befall erfolgt hauptsächlich über den Sommer, wenn Sie die Pflanze über diesen Zeitraum ins Freie befördern. Zimmerpflanzen werden in der Regel nicht befallen. Damit Ihr Orangefarbener Milchstern wieder zu Kräften kommt, stehen mehrere Lösungen zur Verfügung, die Sie anwenden können:

  • regelmäßig mit klarem Wasser abspülen
  • alternativ Schmierseifenlösung verwenden
  • Mischverhältnis: 50 g Schmierseife und 1 l Wasser
  • Marienkäfer als Nützlinge einführen

Hinweis: Falls sich eine Ameisenkolonie aufgrund des Blattlausbefalls eingebürgert hat, gehen Sie ebenfalls gegen diese vor. Es reicht meistens aus, das Nest umzusiedeln.