Die Kultur der Efeutute ist vergleichsweise einfach. Dennoch müssen bei Standort, Substrat, Dünger und Rankhilfe einige Punkte beachtet werden. Der folgende Ratgeber hilft dabei.

Standort

Bei dem Standort sind nur wenige Punkte wichtig. Zu diesen gehören:

  • hell
  • keine direkte Sonne
  • möglichst hohe Luftfeuchtigkeit
  • starke Temperaturschwankungen vermeiden
  • Temperatur 18 bis 22 °C
  • vor Zugluft schützen

Vor allem im Sommer sollte darauf geachtet werden, dass weder pralle Sonne noch beständige Trockenheit herrschen. Ein Platz am Fenster in Richtung Osten oder Westen, beispielsweise im Badezimmer, ist ideal. Steht die Pflanze hingegen im Wohnzimmer oder einem anderen eher trockenen Raum, kann auch das Einsprühen mit weichem Wasser erfolgen oder ein Luftbefeuchter zum Einsatz kommen.

Tipp: Wenn sich die Blätter nahezu vollkommen grün färben und keine weiß-grüne Zeichnung zu erkennen ist, steht die Pflanze zu dunkel. Um dies zu kompensieren, wird mehr Chlorophyll gebildet.

Substrat

Bei der Erde ist die Epipremnum aureum ausgesprochen pflegeleicht. Die einzigen Ansprüche, die erfüllt werden müssen, sind die folgenden Kriterien:

  • durchlässig
  • humos
  • kalkverträglich

Hochwertige Universalerde reicht aus. Um die Durchlässigkeit zu erhöhen, können Sand oder Kokosfasern zugegeben werden.

Hydrokultur

Eine Alternative zu klassischem Substrat stellt die Hydrokultur dar. Hierzu kann beispielsweise Blähton verwendet werden. Allerdings müssen Sie dabei

beachten, dass einmal in Erde gezogene Exemplare nur schwer umgewöhnt werden können. Am besten ist es daher, wenn Sie sich bei der Auswahl direkt für eine Hydrokultur entscheiden oder aber Ihre Stecklinge in Blähton ziehen.

Efeutute-Senker im Wasser

Im Aquarium

Ableger und Stecklinge der Efeutute müssen nicht immer in Substrat eingebracht werden. Die Pflege und Kultivierung im Wasser sind ebenfalls möglich. Die Wurzeln nehmen Nährstoffe auf und haben dadurch eine reinigende Wirkung.
Sie müssen allerdings darauf achten, dass lediglich die Wurzeln in das Wasser ragen. Anderenfalls kann Fäulnis entstehen.

Gießen

Durchgängig leicht feucht gehalten zu werden bekommt dem Gewächs am besten. Staunässe verträgt sie ebenso wenig wie anhaltende Trockenperioden. Etwa von Februar bis Oktober sollte sie daher einmal pro Woche gegossen werden. Während des Winters reicht ein Wässern aller zwei Wochen aus. Optimal sind die folgenden Varianten:

  • abgestandenes oder gefiltertes Leitungswasser
  • gesammeltes Regenwasser
  • kalkarmes, weiches Leitungswasser
  • Wasser aus unbehandelten Aquarien oder Teichen

Denn der Vorteil an diesen Quellen ist, dass das Gießwasser weich und somit nur in geringem Maße kalkhaltig ist. Die Wurzeln können daher sowohl Flüssigkeit als auch Nährstoffe besser aufnehmen.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Leitungswasser einen hohen Kalkgehalt aufweist, fragen Sie bei dem zuständigen Wasseramt nach. Oft finden

sich diese Informationen bequem online.

Düngen

Das Düngen gestaltet sich sehr einfach. Ein flüssiger NPK-Dünger einmal monatlich von April bis August reicht vollkommen aus. Alternativ können Sie einen Langzeitdünger im Frühjahr einsetzen, wenn sich die ersten neuen Triebe zeigen. Denken Sie dabei stets daran, dass nach der Düngung ausreichend gewässert werden muss. Anderenfalls können chemische Verbrennungen an den Wurzeln entstehen.

Umtopfen

Aller zwei bis drei Jahre sollte die Erde in dem Pflanzgefäß ausgewechselt werden. Denn durch das vergleichsweise häufige Gießen verbraucht sich das Substrat relativ schnell. Zudem kann das Wachstum rapide ausfallen. Wurzelballen und Ranken brauchen dann entsprechend viel Platz.

Efeutute - Epipremnum pinnatum

Das Umtopfen der Efeutute ist einfach. Es sind lediglich die folgenden Schritte erforderlich:

1. Erde gründlich entfernen

Das alte Substrat umfassend von den Wurzeln zu entfernen hat eine vorbeugende Wirkung. Denn sowohl Krankheitserreger als auch eventuell vorhandene Schädlinge werden dabei entfernt. Zudem wird die Aufnahme von Nährstoffen verbessert. Entfernen Sie daher zunächst das trockene Substrat und waschen sie den Wurzelballen im Anschluss ab.

2. Beschädigte Teile abschneiden

Sollten abgestorbene oder beschädigte Stücke an den Wurzeln auffallen, müssen Sie diese entfernen. Geben Sie den Schnittstellen Zeit zum Abtrocken, um das Risiko für Fäulnis und Schimmel zu reduzieren.

3. Pflanzgefäß wählen

Wenn die Wurzeln bereits aus den Löchern des Blumentopfs wachsen, sollte dringend ein größeres Pflanzgefäß gewählt werden. Wenige Zentimeter mehr reichen bereits aus. Anderenfalls wird zwar der Wurzelballen nach dem Umtopfen größer, das restliche Wachstum verzögert sich jedoch.

4. Drainage einbringen

Damit keine Staunässe entsteht, sollten Sie eine Drainageschicht einsetzen. Diese befindet sich am Boden des Topfes und kann aus grobem Kies oder Keramikscherben bestehen.

5. Pflanze einsetzen

Achten Sie bei dem Füllen des Blumentopfes und dem Einsetzen des Gewächses darauf, dass die Erde nicht über die Wurzeln reicht. Anderenfalls könnte sich Fäulnis ausbreiten.

6.

Angießen

Nach dem Umtopfen der Epipremnum aureum muss das Substrat gut gewässert werden. Lassen Sie jedoch die Erde gut abtropfen, bevor das Pflanzgefäß in einen Übertopf oder auf einen Untersetzer gestellt wird.

Rankhilfe

Bei der Rankhilfe für die Efeutute haben Sie eine große und umfassende Auswahl. Möglich sind beispielsweise:

  • Bambusstäbe
  • Drahtgeflechte
  • Gitter aus Draht oder Holz
  • Moosstäbe

Durch den Einsatz einer Rankhilfe können die teilweise sehr langen Triebe problemlos gelenkt werden. Möchten Sie eine Herzform oder einen Bogen? Selbst Spiralen sind möglich.

Tipp: Befestigen Sie die Ranken mit Draht oder Pflanzenclips an der Rankhilfe, bis diese in der gewünschten Form gewachsen sind.

Verschnitt und Vermehrung

Die Vermehrung der Efeutute ist sehr einfach. Hierfür werden lediglich Triebe der Pflanze abgeschnitten und wahlweise in Wasser, eine Hydrokultur oder Anzuchterde verbracht. Innerhalb weniger Wochen bilden sich Wurzeln aus, die die Versorgung verbessern.

Efeutute (Epipremnum pinnatum) Senker

Überwinterung

Die Überwinterung ist auf zwei Wegen möglich und in jedem Fall einfach. Falls möglich kann die Pflanze bei etwa 15 °C überwintert werden. Höher als 18 °C und tiefer als 10 °C sollte die Temperatur dann nicht ausfallen. Wichtig ist zudem, die Gießmenge zu reduzieren und die Düngung einzustellen.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Pflanze bei normalen Zimmertemperaturen zu überwintern. Eine Änderung der Pflege muss dann nicht erfolgen. Es ist allerdings erforderlich, dass die Lichtzufuhr erhöht wird. Anderenfalls steht das Gewächs zu warm, hat jedoch nicht ausreichend Helligkeit. Eine Pflanzlampe kann hierbei Abhilfe schaffen.

Schädlinge

Ein potenzielles Problem stellen Spinnmilben dar. Eine angepasste und umfassende Pflege kann diesen Parasiten vorbeugen. Das gilt ebenso für die folgenden Maßnahmen:

  • Blätter abduschen
  • Pflanze mit kalkarmem Wasser besprühen
  • regelmäßige Kontrollen auf Verfärbungen und sonstige Schäden

Tipp: Wenn Sie die Pflege entsprechend anpassen, ist das Risiko für einen Befall ausgesprochen gering. Zudem ist die Efeutute widerstandsfähig und erholt sich schnell.