Anleitung: Gartenweg anlegen

Anleitung: Gartenweg anlegen Gartenwege können aus verschiedenen Materialien angelegt werdenGartenwege verbinden verschiedene Teilbereiche des Gartens miteinander. Ein Gartenweg, der von der Terrasse zum Komposthaufen oder zwischen den Beeten entlangführt, ist nicht nur aus praktischen Gründen wichtig. Alle Stellen des Gartens lassen sich so sicher und schnell erreichen, ohne dass Sie in schlammigem Untergrund versinken.

Die Möglichkeiten, die Wege durch den Garten praktisch und dekorativ zu gestalten, sind nahezu unbegrenzt. Wir möchten einige Lösungen vorstellen:

Ein Gartenweg muss gut geplant werden


/>Bevor Sie sich an die Gestaltung eines Gartenwegs machen, ist eine gute Planung, wie der Weg verlaufen soll, von großer Wichtigkeit. Da die Anlage des Wegs recht aufwändig sein kann, lohnt es sich, genau abzuwägen, wo die Wege sinnvoll verlaufen können und aus welchen Materialien sie bestehen sollen. Eine Planskizze hilft dabei, einen optimalen Wegeverlauf zu entwerfen. Außerdem müssen folgende Fragen beantwortet werden:
  • Muss der Weg schweren Belastungen standhalten?
  • Reicht ein einfacher Trampelpfad aus?
  • In welchem Stil soll der Weg gestaltet werden?
  • Wie breit soll er gehalten sein?
  • Soll er gerade oder geschwungen verlaufen?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, geht es daran, die notwendigen Materialien zu besorgen, damit die Verlegung des Weges schnell und unkompliziert erfolgen kann. Benötigt werden folgende Werkzeuge und Materialien:
  • verschiedene Holzpflöcke zum Abstecken des Wegverlaufs
  • Band als Markierung für den Wegverlauf
  • Schaufel oder Spaten
  • Steine, Randsteine, Rindenmulch oder Sand
  • Gummihammer für Wegsteine
  • gegebenenfalls Schotter oder Kies für den Untergrund
Kies, Steine, Steinplatten und Pflaster sind ideale Materialien für Gartenwege Schotter und Kies erhalten Sie ebenso wie Steine oder Steinplatten im Fachhandel. Kies und Sand werden in der Regel angeliefert und müssen von der Straße mit der Schubkarre in den Garten transportiert werden. Rindenmulch erhalten Sie günstig bei den Biomüllanlagen der Stadt.

Arbeitsschritte beim Anlegen eines Gartenwegs

Wegverlauf abstecken
Zunächst wird der geplante Verlauf des Gartenwegs abgesteckt. Dazu werden die Holzpflöcke in den Boden gesteckt und mit dem Markierungsband verbunden. So lässt sich vorab erkennen, ob der Weg optimal verläuft. Die Breite des Weges richtet sich danach, ob er auch mit einer Schubkarre oder gar dem Auto befahrbar sein soll. Zusätzlich zu der eigentlichen Wegbreite müssen die Randsteine berücksichtigt werden, die den späteren Weg an den Seiten befestigen.

Trägerschicht verhindert Absinken des Weges
Soll der Weg durch den Garten mit Steinen oder Steinplatten verlegt werden, ist eine Schotter- oder Kiesschicht ratsam. Sie verhindert das Eindringen von Unkraut und sorgt für einen festen Untergrund. Ein fester Untergrund ist sehr wichtig, da sich schwerere Steine mit der Zeit senken können und der Gartenweg so zu einer echten Stolperfalle wird. Für Gartenwege, die nur zu Fuß begangen werden sollen, reichen Rindenmulchschichten mit einer dünnen Untergrundschicht meist aus.

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Randsteine setzen und Isolierung verlegen

Zunächst wird der geplante Gartenweg über die gesamte Breite ca. 10 cm tief ausgegraben. Sollen auf dem Weg gelegentlich Autos fahren, muss entsprechend tiefer gegraben werden. Grasnarben und andere Unebenheiten werden entfernt. Auf den ausgehobenen Weg wird die Kies- oder Schotterschicht aufgebracht und so glatt wie möglich gestrichen. Als

nächstes werden die Randsteine verlegt. Mit einem Gummihammer werden sie leicht in den Boden
getrieben. Anschließend können die Steine oder Steinplatten sorgfältig auf der Isolierungsschicht verlegt werden. Die Fugen werden mit feinem Sand oder Mörtel ausgefüllt, sodass sich die Steine bei Belastung nicht verschieben oder heben können.

Gartenwege aus Rindenmulch oder Sand
Für einen Gartenweg aus Rindenmulch muss das Erdreich nur wenig ausgehoben werden. Eine dünne Kiesschicht verhindert, dass sich der Rindenmulch mit der Erde vermischt und nach einiger Zeit unbegehbar wird. Anschließend wird der Mulch auf dem Weg verteilt und festgetreten. Eine weitere Möglichkeit, einen Gartenweg sehr naturnah zu gestalten, ist Holz. Holzstäbe oder Latten werden dafür auf dem Weg ausgelegt und fest auf den Untergrund gedrückt. Weniger aufwendig ist ein Weg aus Split oder Sand. Auf den Weg wird zunächst eine Trägerschicht aufgebracht, die gut festgeklopft wird. Die Schicht verhindert, dass sich der Kies mit dem Erdreich verbindet. Außerdem kann sich das Unkraut nicht so schnell auf dem Weg ausbreiten. Anschließend wird der Kies schön glatt gestrichen.

Fazit - in diesen Arbeitsschritten verlegen Sie Ihren Gartenweg:
  • Wegverlauf abstecken
  • Obere Schicht des Weges entfernen
  • Trägerschicht aufbringen
  • Kantsteine setzen
  • Steine, Rindenmulch oder Kies aufbringen
  • Steine festklopfen, Rindenmulch und Kies glätten
Rindenmulch ist eine denkbare Alternative für die Anlage eines GartenwegsWelches Material eignet sich am besten?

Am haltbarsten sind Gartenwege aus Pflastersteinen. Sie halten auch starken Belastungen stand. Reinigen lassen sie sich einfach mit Wasser und Schrubber. Wege aus Rindenmulch oder Kies sind nicht so stark belastbar. Es besteht immer die Gefahr, dass der Belag durch das Befahren mit Rädern auseinandergetrieben wird. Gerade bei Rindenmulch verschwindet ein größerer Teil des Materials mit der Zeit und muss erneuert werden. Für das angenehme Gehgefühl haben Steinplatten die meisten Vorteile. Die glatte Oberfläche lässt sich auch barfuß begeben. Rindenmulch und Kies sind dagegen eher unangenehm. Auch dringen die Materialien schnell in offene Gartenschuhe und machen das Gehen zur Qual. Die Vor- und Nachteile müssen bei der Auswahl des Materials für den Weg durch den Garten berücksichtigt werden.

Der Gartenweg als dekoratives Element

Mit einem gut durchdachten Weg lässt sich ein Garten sinnvoll in verschiedene Bereiche teilen. Zu dekorativen Zwecken sorgen Blumen oder kleine Skulpturen an den Rändern für die passende Gartengestaltung. Gartenwege, die auch im Dunkeln häufig benutzt werden, lassen sich mit Leuchtsteinen erhellen. Solarbetriebene Modelle, die in den Weg eingelassen sind, verhindern Stolpern und beleuchten den Gartenweg auch in der Nacht.

Gartenwege verbinden praktischen Nutzen mit dekorativen Elementen. Alle Stellen des Gartens lassen sich über die Wege erreichen. Mit den passenden Materialien verleihen Sie Ihrem Garten ein dekoratives Flair. Vom mediterranen Stil bis hin zum historischen Bauerngarten setzten Sie mit Gartenwegen ganz besondere Akzente.

Nahezu jeder Bauherr möchte in seinem Garten selbst gepflasterte Wege aus Natur oder Betonpflaster, oftmals auch Pflasterklinker, anlegen. Dabei sind fast keine Grenzen in Form, Farben und Vielfalt gesetzt. Mit passenden Wegen kann man seinen Garten ideal einteilen und verschönern. Schön verlegte und gepflegte Wege bringen Ordnung in den Garten.

Zusammenfassung: Anlage des Gartenwegs

  1. Gartenweg(e) planen - Auf einem in der Rohfassung mehrfach kopierten Papierplan oder am Computer. Wenn Sie eine mögliche Wegführung eingezeichnet haben, sollten Sie diese im Garten ruhig mehrfach abschreiten. Meist wird es nicht bei der ersten Wegführung bleiben, und auch die Breiten der Wege verändern sich in der Planungsphase häufig gleich mehrfach.
  2. Material auswählen - Nicht nur passend zum Haus und zu Ihren optischen Vorlieben, sondern auch im Hinblick darauf, welche Heimwerker-Kenntnisse Sie haben und wie viel Zeit und Geld Sie in die Anlage Ihrer Gartenwege investieren möchten.
  3. Über den passenden Unterbau informieren - Wenn Sie wissen, welche Beläge die Oberflächen Ihrer Gartenwege zieren sollen, müssen Sie erkunden, welchen Unterbau Sie für den jeweiligen Belag und die auf Ihrem Grundstück gegebene Bodenqualität brauchen.
  4. Besonderheiten beim Verlegen? - Jetzt gilt es, sich über die Arbeitsreihenfolge der Verlegearbeiten zu informieren und eventuelle Probleme vorherzusehen und auszumerzen. So können manche Arbeiten nur bei absolut trockenem Wetter durchgeführt werden, darauf sollten Sie vorher eingestellt sein, um für diese Arbeiten schnell alles Notwendige zusammenholen zu können.
  5. Gartenwege können in Eigenregie angelegt werden - auch von unerfahrenen HeimwerkernZwischenlager festlegen - Je nachdem, welche Materialien Sie für Ihre Gartenwege planen, brauchen Sie irgendwo auf dem Grundstück recht viel Platz für die Zwischenlagerung und Vorbereitung. Pflastersteine z. B. werden auf Paletten geliefert, diese müssen abgestellt werden können. Am Abstellort muss genug Platz verfügbar sein, um die Pflastersteine vor dem Verlegen mischen zu können, da die Steine von Palette zu Palette leichte Farbunterschiede aufweisen können.Material bestellen - Wenn Sie die Pflastersteine oder sonstige Beläge bestellen, erkundigen Sie sich bitte gleich nach einer genauen Verlegeanleitung inklusive Werkzeugliste und danach, welche eventuell benötigten Großwerkzeuge bzw. Maschinen Ihnen dieser Händler ausleihen kann.
    Beschaffung der Werkzeuge erkunden - Zum Abschluss müssen Sie sich noch darum kümmern, woher Sie die restlichen Werkzeuge bekommen, die Sie benötigen werden, und Ihre Planung noch einmal ganz genau durchgehen, ob Sie irgendetwas vergessen haben.
    Nun brauchen Sie nur noch eine Zeit mit schönstem Wetter, viel Tatkraft und gute Laune (und zur Not viel dünne, wasserfeste Folie in der Hinterhand, damit die frischgeklopften Steine im Zweifel nicht weggeschwemmt werden), und bald werden Sie stolz Ihre neuen Gartenwege begehen können!