Randsteine richtig verlegen und setzen

Randsteine richtig verlegen und setzen Mit Randsteinen können Wege, Beete und andere Flächen eingefasst werdenRandsteine sind eine standfeste Abgrenzung von zwei unterschiedlichen Oberflächenarten und können zum Beispiel zwischen Rabatte und Weg oder zwischen Rasenfläche und Beet gesetzt werden. Durch Randsteine kann man Wege, Pflasterflächen oder auch Beete einfassen und so einen Garten mit Hilfe eines Weges oder einer Rabatte formschön gestalten.

Diese Anleitung hilft Ihnen bei der fachgerechten Setzung von Randsteinen, so dass Sie auf eine teure Fachkraft verzichten können:

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Schritt 1: Materialien und Vorbereitung der Randsteinverlegung

Bedenken Sie, dass Sie, um Randsteine selber zu verlegen, eine ausreichend große Fläche für Ihre Arbeiten und zum Lagern der Materialien haben. Räumen Sie im Notfall vielleicht etwas Fläche frei oder klären Sie mit Ihrem Nachbarn ab, ob Sie die öffentliche Fläche des Gehweges benutzen können. Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, keinesfalls den Verkehr der Autos oder Fußgänger zu behindern. Denken Sie daran: Eine gute Planung im Vorhinein lässt Sie später leichter und flüssiger Ihre Arbeiten durchführen. Zuerst erstellen Sie sich eine Liste für die benötigten Materialien. Erst wenn Sie Menge ermittelt haben, können Sie die Materialien und Hilfsmittel besorgen.
 
Benötigte Hilfsmittel:
  • Pflasterhammer
  • Pflasterschnur
  • Pflastereisen
  • Schaufel
  • Rüttelplatte
  • Wanne zum Anrühren des Betons
Benötigte Materialien:
  • Randstein aus Granit, Beton oder Naturstein
  • Frostschutzkies
  • Pflasterbeton C25/30
Bei großen und schweren Randscheinen besorgen Sie sich im Idealfall einen Helfer, um die körperlich schwere Arbeit zu erleichtern.
 
Palisadensteine werden als Randsteine immer beliebterSchritt 2: Vorbereitung der eigentlichen Pflasterarbeiten

  1. Legen Sie auf Rasen- oder Pflasterflächen, die Sie schützen wollen, Folie oder Planen aus, um die ausgehobene Erde und den Pflasterbeton später einfacher entfernen zu können.
  2. Zuerst sollten Sie an der Stelle, wo die Randsteine später liegen sollen, einen Graben, eine sogenannte Planie ausheben. Diese sollte etwa ein Drittel der späteren Randsteinhöhe betragen oder auch 15 bis 20 cm unter der Unterkante des Randsteins. Diese Planie sollte möglichst gerade sein. Am besten verdichten Sie diese Planie mit der Rüttelplatte.
  3. Nun etwa 15 cm Frostschutzkies einfüllen um spätere Frostschäden wie Aufreißen zu vermeiden. Auch diese Schicht wird mit der Rüttelplatte noch einmal verdichtet.
  4. Nun schlagen Sie die Pflastereisen in der Linie beziehungsweise der Flucht der späteren Randsteine ein.
  5. Zwischen die Pflastereisen wird die Pflasterschnur gespannt. Diese sollte die Höhe haben die später auch die Oberkante der Randsteine aufweisen sollte. Diese Arbeit ist eine der wichtigsten, weil eine schief gespannte Pflasterspur später zu krumm verlegten Randsteinen führen kann. Kontrollieren Sie den Verlauf und die Höhe lieber zweimal.

Schritt 3: Randsteine fachmännisch verlegen


  1. Bringen Sie nun den Pflasterbeton an den Anfang der Planie und entlang der Pflasterschnur ein. Füllen Sie dabei den Beton ruhig etwas höher ein, damit der Randstein gut in die Betonbettung einzulegen ist.
  2. Jetzt können Sie den ersten Randstein in den aufgehäuften beton einsetzen. Richten Sie den Randstein gut aus und klopfen Sie ihn mit dem Pflasterhammer ein, sodass er fest im Betonbett liegt.
  3. Formen Sie die Betonbettung vor und hinter dem Randstein zu einem Keil, den Sie mit der Schaufel andrücken und glatt ziehen. Dieser Bereich liegt zwar später unter der Erde und ist unsichtbar, verhilft aber bei zum Beispiel späteren Pflasterarbeiten zu einer
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leichteren Arbeit.
  • Nun fahren Sie auf diese Weise mit den restlichen Steinen fort. Vergessen Sie nicht, immer wieder die Abstände, die Höhe und die Lage zu überprüfen. Die Übereinstimmung mit der Pflasterschnur ist hier eine gute Hilfe. Jetzt können noch Korrekturen durchgeführt werden.
  • Wenn große Zwischenräume zwischen den Randsteinen sind oder Naturstein verwendet wurde, sollten die Fugen mit Mörtel gefüllt werden.

  • Kosten des selbständigen Verlegens von Randsteinen


    Pflasterbeton und Kies ist schon ab wenigen Euro den Sack zu bekommen. Steine dagegen können ein großes Preisspektrum aufweisen. Von einem Euro oder weniger das Stück einfachen Randstein aus Beton bis zu 15 Euro das Stück Naturstein ist alles möglich. Deshalb ist es gerade bei der Verwendung von teurem Naturstein nötig den genauen Verbrauch an Material zu ermitteln. Kaufen Sie trotzdem ein paar Steine mehr, falls sie sich vermessen haben oder vielleicht einen zuschneiden müssen.

    Fehlerquellen, Wartung und Pflege

    Achten Sie unbedingt darauf, den ausgehobenen Graben zu verdichten, besonders wenn Sie auf sandigen Boden setzen. Wenn sich der Boden senkt, können sonst, auch Jahre später noch, die Randsteine kippen oder die Fugen reißen. Viele Laien verzichten auf den eingebrachten Kies, was ein großer Fehler ist. Gerade dieser Kies verhindert, wenn er gut mit der Rüttelplatte verdichtet ist, das Kippen oder Absenken der Randsteine.
    Wenn Sie diese Dinge beachten, haben Sie viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte Freude an Ihren selber gebauten Randsteinen.

    Pflege oder Wartung braucht dieses kleine Bauwerk eigentlich nicht. Wenn Unkraut zwischen den Randsteinen wächst, können Sie dieses einfach ausreißen oder mit Unkraut-Ex entfernen. Gerade ein Randstein verhindert, dass Unkraut von einer Fläche auf die andere übergreift zum Beispiel von Rasen auf ein Beet. Somit ist ein gesetzter Randstein nicht nur ein dekoratives sondern auch ein überaus nützliches Bauwerk in Ihrem Garten oder Vorgarten.

    Wissenswertes zum Verlegen von Randsteinen in Kürze

    Wer etwas handwerkliches Geschick besitzt kann auf diese Weise seine Steine selber verlegen, den Handwerker und somit Geld sparen und später voller Stolz auf die Arbeit der eigenen Hände schauen. Fachmännisch und umsichtig ausgeführt werden Sie an Ihren Randsteinen viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Freude haben. Hier noch einmal die wichtigsten Arbeitsschritte im Überblick:
    • Mit der Wasserwaage wird eine gerade Linie mit Hilfe von Holzstäben abgesteckt. An diese Holzstäbe kommt nun eine Schnur, die als Richtlinie für die gerade Linie und auch für die Höhe dient. Daher ist es wichtig, dass die Schnur auch an allen Stellen die gleiche Höhe aufweist.
    • Entlang der Richtschnur wird nun ein Graben ausgehoben, der etwa einen Spaten breit und ca. 20 cm tief ist.Bis zur Hälfte wird dieser Graben dann mit einem erdfeuchten Beton gefüllt und die Randsteine entlang der Schnur hinein gesetzt.
    • Die Randsteine auf die richtige Höhe bringt man mit einem Gummihammer. Mit ihm kann man problemlos auf die Kantensteine hämmern, ohne dass diese dabei beschädigt werden.
    • Ist die Höhe fixiert, werden die Randsteine auf beiden Seiten mit Beton verfüllt. So halten sie bombenfest und das für viele Jahre lang. 
    Randsteine können in die Gartengestaltung einfließenHandelt es sich bei der Eingrenzung um Wege, die sehr stark benutzt werden, wie beispielsweise Garagenauffahrten oder Flächen die an einen Hang grenzen, muss ein stabilerer Rand her. Dieser wird durch spezielle einbetonierte Abschlusssteine, die Tiefbordsteine oder Palisaden sein können, realisiert.

    Alternativ zum Einbetonieren können die Steine auch in einem Kiesbett verankert werden. Dazu altwird der Grabenboden mit einer fingertiefen Schicht Kies ausgefüllt. Die Randsteine werden darauf gesetzt, in Höhe und Richtung justiert und zum Schluss gut in Feinkies eingebettet. Dieser muss sorgfältig verdichtet werden, wozu wiederum der Gummihammer verwendet werden kann. Dabei sollte man die Steine natürlich nicht wieder aus ihrer festgelegten Ausrichtung bringen.

    Randsteine bei der Gartengestaltung

    Klare Linien im Garten, das wünschen sich die meisten Gartenbesitzer. Doch es ist immer wichtig, das das Gesamtbild stimmt. Wege, Beete, Rasenfläche und Sitzplätze müssen harmonieren. Zum perfekten Bild tragen auch die Randsteine bei. Dabei sollte man aber auch an praktische Dinge denken. Auffahrten zum Haus, der Garage und ähnliches müssen eine hohe Stabilität aufweisen. Gartenwege sind nicht so kompakt. Hier geht es mehr um Optik. Für Auffahrten und dergleichen bieten sich Betonrandsteine an, für Wege machen sich Natursteine besser. Sie haben oft eine natürliche Musterung. Das lockert die Gartenwege auf. Randsteine sind ein richtiges Gestaltungselement im Garten. Meist sieht es natürlicher aus, wenn nicht alles so perfekt ist, also mal ein Stein etwas höher herausschaut, einer niedriger liegt. Zu viel Perfektion wirkt oft kalt.

    Fazit

    Auch Randsteine tragen zum Gesamteindruck des Gartens bei. Zwar setzen sie sicher keine Highlights, aber sie sorgen mit für Harmonie. Es gibt zahlreiche verschiedene Randsteine. Bei der Auswahl sollte man sich Zeit lassen. Auch eine Fachberatung kann sinnvoll sein. Wichtig ist, das ein natürlicher Eindruck entsteht. Die passenden Steine und eine gute Verlegetechnik tragen viel dazu bei, das der Garten natürlich und einladen wirkt. alt