(Bild: pixelio.de / Maja Dumat) Der Garten draußen verabschiedet sich allmählich in die Winterpause, so dass wir den Pflanzen im Haus wieder mehr Aufmerksamkeit schenken können. Immerhin sorgen sie für eine beruhigende Atmosphäre und ein gutes Klima im Wohnbereich. Besonders beliebt sind Exotische Pflanzen mit denen wir ein wenig Urlaubsstimmung in den Wohnraum zaubern. Widmen wir uns einmal einer tropischen bis subtropischen Pflanze, nämlich der Bananenstaude (Musa). Dabei möchten wir natürlich nur auf einige Arten eingehen, welche bei uns auch als Zimmerpflanzen gehalten werden.
Die aus Ostasien und Australien stammende Banane (Musa acuminata), welche auch unter den Namen Musa cavendishii oder Musa zebrina bekannt ist, gehört zu den Ursprungsarten vieler Kulturformen. So entstanden beispielsweise aus Kreuzungen mit Musa balbisiana Züchtungen wie etwa die als Obst- und Dessertbananen verbreiteten Hauptarten Musa x paradisica. Die Musa acuminata zeichnet sich durch ihr dekoratives Blatt mit den sehr schönen und individuellen purpurroten Zeichnungen. Da sie Temperaturen die knapp über dem Gefrierpunkt liegen verkraftet, gehört sie zu den relativ robusten und abgehärteten Pflanzen. Ihre Wuchshöhe liegt bei rund 2,5 Metern. An ihrer Basis bilden sich oftmals Schösslinge, die so genannten Kindel. Diese erreichen, wenn die große Pflanze abgeschnitten wird sehr schnell die alte Höhe. Geeignet ist diese Art sowohl für das Freiland als auch für drinnen.
Eine ausgepflanzte Japanische Faserbanane (Musa basjoo), welche ebenfalls zu den robusteren Arten gehört, kann unter optimalen Bedingungen bis zu fünf Meter hoch werden. Diese Art ist sogar relativ frosthart, das heißt ungeschützt übersteht sie sogar Temperaturen bis minus 12 Grad Celsius. Allerdings stirbt im Winter der oberirdische Teil ab und im Frühling treibt die Pflanze erneut aus. Freilandexemplare sollte man vor dem ersten Frost, weil die Blätter nur bis minus vier Grad Celsius vertragen, in eine Höhe von etwa 40 bis 50 Zentimeter abschneiden. Den Wurzelbereich deckt man Laub und oder Mulch ab. Mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern umzäunt man den kompletten Stamm mit Kaninchendraht und füllt diesen Zwischenraum mit Mulch und Laub auf. Das Ganze wird oben so abgedeckt, dass noch Luft zirkulieren kann. Anstatt der Freilandhaltung kann diese Art natürlich auch als Kübelpflanze im Haus ihre exotische Atmosphäre entfalten.
Relativ kälteempfindlich ist allerdings die Zierbanane Ensete ventricosum auch bezeichnet als Musa ensete, Musa ventricosum. In mediterranen Klimazonen erreicht sie eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern. Die länglichen Blätter wachsen im Gegensatz zu anderen Musa-Arten deutlich aufrechter. Nur vereinzelt werden Kindel gebildet. Weil Zierbananen Temperaturen unter +15 Grad Celsius nur kurzfristig vertragen sind sie hierzulande nichts fürs Freiland, sondern sollten eher im Wintergarten als Kübelpflanze aufgestellt werden. Etwas widerstandsfähiger ist die Sorte “Maurelii”, die auch eher Kindel bildet. Wird bei Zierbananen der Hauptstamm abgeschnitten, so kann es sein, dass dabei das Herz verletzt wird. Die Folge ist, dass die Pflanze dann nicht mehr austreibt.
Bananen gedeihen gut in einer humus- und nährstoffreichen Erde, die ständig feucht bleiben sollte. Auch in Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit fühlen sich die tropischen Stauden wohl. Bis auf die Ensete ist für die anderen Musa-Arten ein halbschattiger Standort gut geeignet. Um zu verhindern dass die großen zarten Blätter einreißen sollte man die Pflanzen vor zu starker Zugluft schützen. Für die Haltung im Kübel gilt generell, dass je größer der Topf ist, umso stärker ist auch das oberirdische Wachstum. Die trockene Heizungsluft in Wohnräumen oder auch im beheizten Wintergarten kann zu Schädlingsbefall oder auch zu einer Braunfärbung der Blattränder führen. Um dies zu vermeiden sollte man auf eine erhöhte Luftfeuchtigkeit achten. Empfehlenswert sind Wintergärten mit einer Temperatur zwischen +15 bis +18 Grad Celsius.

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