
Foto: Christine Schonschek
Die konventionellen Zähler für Strom und Gas sollen möglichst schnell sowie auch flächendeckend durch die so genannte Smart Meter abgelöst werden. Dies fordert der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie auf der noch bis zum 16. April 2010 stattfindenden Light+Building. Mit solchen intelligenten Messgeräten (Smart Meter) kann zusätzlich zum Verbrauch auch noch exakt die momentan entnommene Leistung angezeigt werden. Damit haben die Verbraucher mehr Möglichkeiten, Stromfresser zu entlarven. Außerdem erhalten sie dadurch gleichzeitig einen weiteren Anreiz zum verantwortungsvollen Energieverbrauch.
Eine Umfrage der Marktforscher von TNS Infratest ergab, dass drei Viertel der Befragten nicht wussten wie hoch ihr Jahresstromverbrauch ist und 85 Prozent kannten ihren aktuellen Strompreis nicht. Doch nur wer um diese Werte weiß, kann vergleichen und künftig von den last- und tageszeitabhängigen Tarifen profitieren. Herbert Brunner, Vorsitzender der ZVEI-Fachabteilung Zählung und Systemlösungen, schätzt, dass deutsche Haushalte dadurch ihre Stromrechnung um etwa drei bis sieben Prozent senken könnten. Informationen über die Vorteile der neuen intelligenten Zähler möchte die ZVEI-Initiative “Pro Smart Metering” dem Handwerk und den Haushalten an die Hand geben.
Am besten kann man das Sparpotenzial in Kombination mit intelligenter Haustechnik (Stichwort Haus- und Gebäudeautomation) ausschöpfen. Denn wenn alle Verbraucher eingebunden sind in die vernetzte intelligente Haustechnik, dann ist es möglich bestimmte Geräte wie Wasch-, Spülmaschine, Trockner oder Wärmepumpe zu den Zeiten zu betreiben, wenn Energie gerade günstig ist.
Bei einer Komplettsanierung eines Altbaus ist die Integration eines Home-Automation-Systems in Verbindung mit einem Smart Meter sinnvoll. Der Einbau solcher Messeinrichtungen ist sowohl für Neubauten als auch bei größeren Renovierungen in Deutschland ohnehin verbindlich vorgeschrieben.
Im Übrigen kann der intelligente Stromzähler künftig auch eine Basis für das intelligente Stromnetz (Smart Grid) sein. Somit können dann Netzstrukturen entlastet, Energieproduktion und -verbrauch optimal aufeinander abgestimmt und erneuerbare Energie bestmöglich genutzt werden.

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