
Bild: Christine Schonschek
Bei einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe wird die im Grundwasser gespeicherte Wärme genutzt. ‚ Vorausgesetzt wird dafür, dass das Grundwasser in einer ausreichenden Menge, Temperatur und Qualität zur Verfügung steht und zwar in einer möglichst geringen Tiefe. Das Wasser im Erdreich hat das ganze Jahr hindurch (selbst bei sehr kalter Witterung) eine fast gleichbleibende Temperatur um die zehn Grad Celsius. Für die Installation einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe werden zwei Brunnen benötigt. Sowohl der Förder- als auch der so genannte Schluckbrunnen müssen allerding behördlich genehmigt werden.
Auch sollte eine Wasseranalyse durchgeführt werden. Denn die Qualität des Wassers spielt eine wichtige Rolle für einen dauerhaft einwandfreien Betrieb der Wärmepumpe.
Über den Förderbrunnen wird das Wasser nach oben gepumpt. Die Wärmepumpe entzieht diesem Wasser Energie. Danach wird das Wasser über den Schluckbrunnen wieder dem Grundwasser zugeführt. Wie bei den meisten anderen Wärmepumpen-Typen kann man auch mit dieser Bauart im Sommer das Gebäude passiv kühlen.
Als nachteilig erweist sich bei dieser Art der Gebäudeklimatisierung neben dem hohen Planungsaufwand auch noch der verhältnismäßig große Anteil von Hilfsenergie, die für den Betrieb der Wasserpumpen notwendig ist. Sinnvoll ist diese Wärmepumpen-Lösung vor allem für größere Gebäude mit einem verhältnismäßig hohen Bedarf zum Heizen und Kühlen.

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