Pilze richtig trocknen

Pilze trocknen Pilze in der KüchePilze zu trocknen ist eine gute Möglichkeit Pilze auf Dauer haltbar zu machen. Viele der bei uns heimischen Pilze können getrocknet und später für delikate Soßen und Wildgerichte verwendet werden.

Beim Trocknen der Pilze sollte man darauf achten, wirklich nur frische Pilze zu verwenden. Diese werden abgeputzt, von Erde und möglichen Schnecken und Würmern befreit. Danach schneidet man sie in dünne Scheiben oder halbiert die Pilze, was sich bei sehr kleinen Pilzen empfiehlt. Wichtig ist, dass man die Pilze keinesfalls

wäscht!

Zum Trocknen selbst kann man verschiedene Möglichkeiten verwenden. Wer jedoch glaubt, dass es im Backofen am schnellsten und effektivsten geht, irrt. Im Backofen trocknen die Pilze zwar schnell, jedoch werden sie sehr hart und färben sich meist dunkelschwarz, was nicht besonders appetitlich ist. Daher sollte man auf etwas kostenintensivere Methoden zurückgreifen.

Welche Waldpilze können getrocknet werden?

Nicht jeder Pilz eignet sich gleich gut zum Trocknen, das hängt vom Aufbau des Pilzkörpers ab und von der Fähigkeit der Pilze, beim Trocknen das Aroma zu bewahren. Hier die Hitliste der Pilze zum Trocknen:
  • Der Steinpilz - festes Fleisch mit mäßigem Wassergehalt, wird gerade getrocknet zum Aromawunder
  • Maronen - wie der Steinpilz ein Röhrling und daher gut zum Trocknen geeignet
  • Birkenpilz - siehe oben
  • getrocknete PilzeHerbsttrompete - bewahrt anders als sein Verwandter Pfifferling beim Trocknen sehr gut sein besonderes Aroma
  • Stockschwämmchen - hervorragender Würzpilz, der sich sehr gut trocknen lässt
  • Nelkenschwindlinge - auch ein Pilz mit ganz eigenem  oder die  haben beispielsweise ein ganz eigenes Aroma, der sortenrein getrocknet werden sollte
  • Anis-Champignon - fast zu schade, um ihn wie üblich wie einen Champignon zu verarbeiten, das feine Aroma irgendwo zwischen Anis und Mandeln bereichert viele Soßen.
  • Parasol - Geheimtipp für Kenner, schmeckt nur recht kleingeschnitten
    getrocknet und anschließend in einer geeigneten Mühle zu Pulver vermahlen.
  • Krause Glucke - wie der Parasol ein köstlicher Pulverpilz, der Sie jedoch zunächst vor die Herausforderung eines erheblichen Reinigungsaufwandes stellt.
  • Butterpilz - grundsätzlich als Röhrling ebenfalls zum Trocknen geeignet, die nach neueren Erkenntnissen schwer verdauliche Huthaut sollte entfernt werden.
So kriegen Sie als Freizeit-Pilzsammler ihre Pilze am besten trocken

Die oben beschriebenen Methoden werden zweifellos gute Ergebnisse hervorbringen, doch nicht jeder Hobby-Pilzsammler hat einen Trockenofen, außerdem tauchen die meisten Pilze gerade dann in prächtigen Mengen auf, wenn die Sonne sich schon wieder herbstlich rar macht. Es geht aber auch anders:
  • Wenn Sie die Pilze zum Trocknen vorbereitet haben, werden sie kurz in den Backofen gesteckt, bei hoher Temperatur.
  • Wichtig ist, dass die Tür zum Ofen bei dieser Behandlung offen bleibt, damit schon einmal ziemlich viel Feuchtigkeit aus den Pilzen verdampft.
  • Diese Gewaltkur kostet ein wenig Energie, tötet aber auch gleich alle Bakterien, und der anschließende Trockenzeit nimmt auch ab.
  • Danach kommen die Pilze auf Zeitungspapier in den Raum, der die beste Durchlüftung und geringste Luftfeuchtigkeit aufweist.
  • Wenn die Pilze bei Berührung rascheln, können sie wie oben beschrieben verpackt und weiterverarbeitet werden.
SteinpilzWenn Sie die Wälder in Ihrer Nähe und deren Pilzbestände schon gut kennen, können Sie gezielt losziehen, um Pilze zu ernten, die Sie für Soßen trocknen können. Dann

gibt es noch einen Trick, an den Sie denken könnten: Ziehen Sie erst nach ein paar trockenen Tagen los, dann haben die Pilze viel weniger Feuchtigkeit in sich und können leichter getrocknet werden.

Abschließend zu all diesen Empfehlungen rund um das Trocknen von Pilzen soll noch einmal ausdrücklich betont werden, dass es sich um Weiterverarbeitungsempfehlungen für Pilzkenner handelt! Essen und trocknen Sie nur Pilze, die Sie ganz, ganz sicher kennen, alle oben beschriebenen Arten haben Verwandte, deren Genuss Ihnen nicht gut bekommen würde.

Trocknen an der Luft

Man lässt die Pilze in der Sonne trocknen. Man breitet sie dazu auf Zeitungspapier aus und nutzt die Mittagssonne. Man sollte abends jedoch darauf achten, dass die Pilze zeitig ins Haus gebracht werden, damit sie nicht zuviel Feuchtigkeit aufnehmen. Nach ca. 2-3 Tagen kann man die Pilze in Tüten oder Gläser abfüllen.

Trocknen im Trockenofen

Für die Sammler, die größere Mengen Pilze finden, empfiehlt sich ein Trockenofen. Dort herrschen konstant hohe Temperaturen, sodass die Pilze sehr schnell trocknen. Nachdem dies geschehen ist sollte man die Pilze noch ein paar Stunden an der Luft liegen lassen, damit sie ein wenig Feuchtigkeit aufnehmen können.

Während der Aufbewahrung der getrockneten Pilze entwickelt sich das Aroma heraus. Vor der Verwendung werden die Pilze im Wasserbad kurz aufgeweicht. Dann kann man sie zu allerlei Soßen und Wildgerichte verwenden.