Sind Zypressen winterhart & winterfest - wie überwintern?

ZypresseEin jeder, der gern in der Toskana Urlaub macht, kommt nicht umhin, die zum Teil riesigen Zypressenwälder zu bewundern. Denn Zypressengewächse, wie zum Beispiel auch die bekannte Trauerzypresse, sind in diesen Regionen heimisch.

Die Zypresse ist eine optisch sehr ansprechende Pflanze und zeichnet sich durch ihr vergleichsweise rasches Wachstum aus. Sie gehört zur Gattung der Cupressaceae und ist nicht nur in hiesigen Gefilden eine überaus beliebte Heckenpflanze. Das Besondere an diesem Gewächs ist, dass sie sehr pflegeleicht ist und den

anspruchsvollen (Hobby-)Gärtner durch ihren in sich sehr dichten Wuchs zu erfreuen vermag.

Eine ideale Pflanzenart also, um vor allem an Grundstücksgrenzen einen effizienten Schutz gegen die neugierigen Blicke der Nachbarschaft zu gewährleisten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Zypresse bzw. die so genannte Heckenkonifere (Columnaris), wie sie im Volksmund auch gern genannt wird, selbst gegen stärkere Umweltbelastungen weitestgehend resistent ist. Das bedeutet, dass sie gerade für den Anbau in Stadt- oder Industriezonen hervorragend geeignet ist.

Gleichwohl ist im Übrigen auch die hohe Pilzresistenz hervorzuheben: ein überaus robustes und widerstandsfähiges Gewächs. Neben all‘ diesen funktionalen Aspekten beeindruckt die Zypresse freilich insbesondere durch ihre recht ansprechende Optik. Dieser schöne Nadelbaum ist in jedem Fall ein echtes Highlight in jedem Garten - und an jeder Grundstücksgrenze.

Robust, unempfindlich und sehr attraktiv!

Zypressen wachsen sehr schnell und sollten somit in regelmäßigen Abständen zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass die Pflanzen zu hoch werden und vielleicht sogar die 10-Meter-Marke überschreiten, was für die Columnaris übrigens nicht unüblich ist.

Außerdem
verdichtet sich der Wuchs im unteren Teil der Pflanze dadurch nach und nach noch mehr, sodass ein zusätzlicher Schutz gegen übermäßige Kälte im Winter gewährleistet werden kann. Optimal für einen Rückschnitt ist der Herbst oder der Frühling.

Immergrün, aber nicht immer winterhart

Ganz besonders wohl fühlt sich die Zypresse, wenn sie in einem sandigen, humusreichen und feuchten Erdreich platziert ist. Vor allem die Blaue Säulenzypresse (Chamaecyparis laws. Columnaris), die Blaue Heckenzypresse (Chamaecyparis laws. Alumii), die Weißbunte Scheinzypresse (Chamaecyparis laws. White Spot) und die Gelbe Gartenzypresse (Chamaecyparis laws. Ivonne) erfreuen sich hierzulande einer großen Beliebtheit.

Nicht zu vergessen ist dabei auch die Immergrüne Heckenzypresse (Chamaecyparis laws. Robusta). Natürlich ist jeder Botaniker stets bestrebt, an der Zypressenhecke im heimischen Garten möglichst lange Freude zu haben.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, die Pflanze während der kalten Wintermonate bei extremen Witterungsbedingungen nicht gänzlich in ungeschütztem Gelände verbleiben zu lassen. Eine zusätzliche Abdeckung mit Jute- oder Baumwollsäcken macht deshalb Sinn und lässt die Pflanzen atmen. (Deshalb keine Schutzfolien aus Kunststoff verwenden!)

Regelmäßig wässern - gerade im Winter!

Selbst wenn es eine Vielzahl witterungsunempfindlicher Pflanzen gibt, die während der Überwinterung nicht bzw. nur bedingt gegossen werden sollten, um Frostschäden am Wurzelwerk vorzubeugen, so verhält sich dies bei der Zypresse anders.

Denn sie muss im Winter in jedem Fall stets gut und regelmäßig mit Wasser versorgt werden, da gerade während dieser Jahreszeit ein erhöhter Wasserbedarf besteht. Vor allem dann, wenn die Pflanze an ungeschützten, windigen Standorten angesiedelt ist.

Der Schein trügt

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Es kommt vor, dass sich nach der überstandenen Winterperiode braune, hässliche Flecken an den Ästen und Zweigen der Zypressen bemerkbar machen. Nicht selten wird diese sich immer weiter ausdehnende Verfärbung als Frostschaden bewertet. Fakt aber ist, dass nicht die kalten Außentemperaturen dafür verantwortlich sind, sondern ein Pilz- oder Insektenbefall.

Zwar werden Zypressen vor allem auch ob ihrer ausgezeichneten Pilzresistenz geschätzt, jedoch kann eine mangelnde Wasserversorgung während der kalten Wintermonate schuld an einem etwaigen, geschwächten Abwehrsystem des Nadelgewächses sein.

Das Brisante dabei ist, dass es derzeit noch immer kein wirklich effizientes Hilfsmittel gegen die Braunfärbung gibt. Es ist aus diesem Grund zu erwarten, dass die Pflanze über kurz oder lang absterben wird.alt