Wein herstellen ohne Hefe

Wein herstellen ohne Hefe

Die Hefe sorgt bei der Weinherstellung dafür, den Zucker im Fruchtsaft in Alkohol umzuwandeln. Der Alkoholgehalt ist wichtig für die Haltbarkeit des Weines.

Hefe besteht aus Mikroorganismen.

Diese Organismen sind von essentieller Bedeutung für den Gärungsprozess. Schon Louis Pasteur bewies, dass ohne Hefe keine Fermentation stattfindet. Die Anwesenheit anderer Organismen, also die von wilden Hefen oder Bakterien, verändern das Gärverhalten und können den Wein verderben.

Früher wurde Wein ohne die Zugabe von Hefe hergestellt. Entsprechend oft klappte das mit dem Wein nicht.

Es entstand minderwertiger Wein oder er war nicht haltbar.

/>Trotz allem kann man versuchen, Wein ohne Hefe herzustellen. Es ist aber immer ein Risiko. Gerade Trauben  besitzen oft natürliche Hefen an ihren Oberflächen, die den gewünschten Gärprozess auslösen können. Bei Fruchtweinen gelingt das allerdings nur sehr selten.

Weinherstellung aus Trauben

Wenn man die Trauben nutzt, dürfen sie nicht gewaschen werden. Man gibt sie in ein großes Gefäß, wo sie zermatscht werden. Diese Maische lässt man einige Stunden vorgären. Danach werden die Trauben ausgepresst. Der Saft kommt in einen Gärballon. Wenn die natürlichen Hefen es schaffen, sich gegen Schadhefen und Bakterien durchzusetzen, beginnt nach einiger Zeit die gewünschte alkoholische Gärung und verdrängt damit die anderen Prozesse. Nach einigen Wochen setzt sich am Boden des Gärgefäßes die entstandene Hefe ab und der Jungwein kann abgezogen werden.

Der so entstandene Wein hat meist keine gute Qualität. Der bessere Weg ist, den Traubendsaft mit Hefe zu versetzen. Es muss keine Reinzuchthefe sein. Günstig ist, etwas Sulfit zuzugeben (gegen Störbakterien) und den Ansatz dann zu vergären.