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Alt 20.06.2006, 20:35   #31 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von niwashi
 
Registriert seit: 06.05.2006
Ort: zuhause
Beiträge: 11.978
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wie man sieht eine leidige Diskussion ... alle meinen das gleiche, nur drückt sich jeder in einer anderen Sprache aus ... sch**** Babylon

niwashi, der so manches Pamphlet zum Ar*** putzen verwenden möchte
__________________
Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 )
niwashi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 20:52   #32 (permalink)
 
Benutzerbild von John Robie
 
Registriert seit: 08.04.2006
Beiträge: 2.405
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Hi niwashi!

Zitat:
alle meinen das gleiche, nur drückt sich jeder in einer anderen Sprache aus ...
Sorry, muss grad lachen. Anfang der 90er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts war ich Sektionsleiter in einem Forum, das mehr als 40.000 Mitglieder hatte. Das war vor der Triviali ... äh ... Demokratisierung des Internets. Da ging es deutlich babylonischer zu.

Wir haben hier im Forum zumindest eine lingua franca, die Sprache der Gartenfreunde. (Gott, ich dachte, das klänge pathetisch, aber es klingt eher albern. Ich lass es trotzdem so stehen.)

Bye
-John
__________________
Fülle Deine Tage mit Leben, nicht Dein Leben mit Tagen.
John Robie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 22:23   #33 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
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Meine Herren und natürlich auch die Damen,
was könnt ihr euch gewählt ausdrücken und was für eine Philosophenrunde ist das thread doch geworden.
Krieg im Garten: ja wer hat den nicht manchmal. Einer schießt Schnecken mit der Schaufel, der andere nimmt round-up gegen alles.
Ich spritze gegen Läuse und mein Mann sagt, lass sie doch, die Vögel wollen doch auch was finden. Ich schimpf über die Wildkaninchen, er sagt, es müssen doch alle von diesem Garten ernährt werden.
Meine These gilt immer noch, da wo der Mensch eingreift, geht die Natur kaputt. (Die hab ich auch von meinem Mann, und die ist jetzt auch meine, weil ich der Überzeugung bin, dass der Mensch vieles zerstört!)
Natürlich ist ein normaler Pflanzenschutz wichtig, sonst würde ja kaum eine Ernte statfinden. Aber die Bauern haben auch gelernt - nun gibt es ja wieder Kornblumen am Gerstenfeld und irre viele Insekten, die es eine zeitlang gar nicht mehr gab.
Aber wenn ich hier sehe, wie die Wälder sinnlos abgeholzt werden, uralte gesunde Buchen auf einmal gefällt werden, nur weil jetzt die neuen Heiztechnologien ausprobiert werden, könnt ich weinen.
Und ich weiß auch nicht, warum man(frau) im Haugarten jedes "Unkraut" gleich mit dem Hammer bekämpfen muss. Leben eigentlich alle Gartenbesitzer in der Siedlung, wo der Rasen mit der Nagelschere beschnitten wird???
Ich persönlich wünsche mir, dass die Natur bleiben darf, wie sie ist - wir sollten mit ihr leben, nicht gegen sie.

Petra
__________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.
Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2006, 17:18   #34 (permalink)
 
Benutzerbild von John Robie
 
Registriert seit: 08.04.2006
Beiträge: 2.405
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Hi Petra!

Zitat:
Aber wenn ich hier sehe, wie die Wälder sinnlos abgeholzt werden, uralte gesunde Buchen auf einmal gefällt werden, nur weil jetzt die neuen Heiztechnologien ausprobiert werden, könnt ich weinen.
Mein Freund, der Baum, ist tot ...

Hey, klar, ich hab' auch schon um Bäume geweint. Als Kind hatten mein Großvater und ich "unseren Baum". Dabei gehörte uns gar nicht, man sah ihn am Horizont, vom Haus meiner Großeltern aus; es war eine ausgesprochen hochgewachsene Kiefer, die alle Bäume um sie herum bei weitem überragte. Als ich acht Jahre alt war, wurde der Baum gefällt, ein Neubaugebiet entstand.

Meine Mutter hatte einen Pflaumenbaum aus einem Kern gezogen. Er wuchs heran zu einem stolzen Baum. Meine Mutter starb, das Haus wurde verkauft, die neuen Eigentümer fällten ihn umgehend.

Aber, und nun spricht der Ökonom in mir: Wenn von "nachwachsenden Rohstoffen" gesprochen wird, dann ist die Ernte Teil des Konzeptes. Waldeigentümer machen nichts anderes als Bauern, die Getreide ernten. Der Unterschied liegt in den Zeithorizonten, denn in der Forstwirtschaft gehören Säer und Ernter unterschiedlichen Menschengenerationen an.

"Uralte, gesunde Buchen" werden sicherlich nicht zu Holzpellets verarbeitet. Pellets sind ein Weg, die Holzwirtschaft in Deutschland rentabler zu machen.

Was sollen Waldeigentümer Deiner Meinung nach tun? Nichts? Warten, bis die Bäume an Altersschwäche sterben?


Zitat:
Ich persönlich wünsche mir, dass die Natur bleiben darf, wie sie ist -
Sie verändert sich doch von selbst, "Natur" ist nichts Statisches. Der Mensch lenkt und beschleunigt Prozesse, sicher. Und nicht immer in die richtige Richtung, wobei die Zukunft zeigen wird, welche Handlungen richtig oder falsch waren.

Aber die Natur wird sich ohnehin eines Tages selbst vernichten, behaupten zumindest Mainstream-Physiker. Die Expansion des Universums verlangsamt sich, kommt zum Stillstand und verwandelt sich in eine Kontraktion. Zudem spendet unsere Sonne nicht endlos Licht und Wärme. Es bleibt nichts, wie es ist.

Bye
-John
__________________
Fülle Deine Tage mit Leben, nicht Dein Leben mit Tagen.
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