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16.06.2006 07:23 #1ApisticusGastEs ist Krieg im Garten
Was ich im Forum lesen muss:
Der Feind muss vernichtet werden.
Der Feind ist der Klee und anderes was im Rasen wächst oder lebt, das Gras, das man im Rasen möchte, aber am Weg stört, der Käfer in den Kirschen, der da nicht hingehört, die Blattlaus, die Ameisen anlockt, die Birke die Pollen hat, oder lange Äste oder Wurzeln,die Schnecken, die sich ihren Anteil holen wollen, der Vogel der die Saat pickt, die Katze die ins Beet sch..ßt, die Zierpflanze die anfängt zu wuchern und nicht zuletzt auch noch der Nachbar, der laut und unverschämt ist mit seinen Forderungen gegen mich oder mit dem was er mir zumutet.
Wäre es nicht besser alleine in einer aufgeräumten Welt zu sein und sich den ganzen Ärger zu sparen?
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16.06.2006 10:49 #2
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16.06.2006 10:53 #3
Hallo Apisticus
Das klingt aber sehr verbittert. Aber du hast recht. Jeder hat ein kleines oder großes Problemchen mit seinem Garten und wenn man das alles auf einen Haufen schmeißt, klingt es wirlich schlimm.
Aber vielleicht sind die Probleme ja auch nur eine Gelegenheit oder ein Vorwand, sich hier im Forum mit netten Menschen zu treffen?
Wäre es nicht besser alleine in einer aufgeräumten Welt zu sein und sich den ganzen Ärger zu sparen?
Und das klingt nach : Alles zu betonieren und grün anstreichen.
Aber dann kommt bestimmt das Problem auf : Was für einen Besen nehme ich ?
Ich wünsche dir wirklich
Alles Liebe und Gute
UTE
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16.06.2006 13:31 #4
Hallo Apisticus, sei ehrlich ärgert Dich nichts, bist Du nur glücklich über alles? Gerne würde ich Dich einmal in meinen Garten einladen, damit Du siehst wie wild es bei mir ist, und trotzdem kann ich nicht jede Schnecke akzeptieren die von der Koppel kommt. "De een sien Dod, is de anner sien Brod" Aber trotzdem muß ich Dir Recht geben. Wenn alle ein bißchen zurück stecken, wäre es vielleicht leichter. Gruß M
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16.06.2006 16:40 #5
Drahtwurmviecherverrecktedamische
Schon,schon,
aber als im zeitigen Frühjahr die Kollegen Drahtwürmer alle 12 von mir mühevoll aufgezogenen und gepflanzten Salatstecklinge im Handstreich vernichtet haben blieb mir in meinem gerechten Zorn keine Wahl.
Ich habe jeden den ich fand regelrecht zerfetzt und es genossen.
Mistviecher blöde.
gruß manne
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16.06.2006 16:50 #6
Garten ist eben nicht Natur ...
niwashi, dem dieses Problem auch immer wieder aufstößt
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16.06.2006 17:27 #7
Doch,doch, ... fressen und gefressen werden - das ist die Natur.
Naja nicht unbedingt Drahtwürmer ...
gruß manne
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16.06.2006 17:47 #8
wobei das "humanoide Fressen" nicht natürlich ist
was ich meinte ist, dass heutzutage mehr als 90% unserer Gartenpflanzen nicht mehr standortgerecht oder heimisch sind ... wir müssen nun diese Pflänzchen noch mehr hegen und pflegen, weil sie vielleicht nicht konkurrenzstark genug oder krankheitsanfälliger sind oder ...
niwashi, der sich nun selbst an der Nase fassen muß
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16.06.2006 19:31 #9
Hi niwashi!
Warum nicht? Sowohl im Sinne der Theorie des Überlebens der am besten Angepassten als auch des Ansatzes, sich die Erde untertan zu machen, ist der Mensch und sein Handeln absolut natürlich. Oder?wobei das "humanoide Fressen" nicht natürlich ist
Bye
-John
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16.06.2006 20:54 #10Die Natur überlebt nur da, wo der Mensch nicht eingreift.
Zitat von John Robie
pere
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16.06.2006 21:04 #11
Hi pere!
Wenn der Mensch die Macht hat, über Leben und Tod der Natur zu entscheiden, dann ist er doch "the fittest" oder "die Krone der Schöpfung".Die Natur überlebt nur da, wo der Mensch nicht eingreift.
Ob das einen Sinn hat, das kann mir Religion unzureichend erklären, Evolutionstheorie gar nicht.
Bye
-John
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16.06.2006 21:10 #12Aber wer war zuerst da, die Natur oder der Mensch, der sich immer alles zu eigen machen will.
Zitat von John Robie
pere
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16.06.2006 22:15 #13
Hi pere!
Klar war letztere zuerst da, sowohl laut Darwins Jüngern als auch nach AT. Nur: Was soll das beweisen? Steht der Mensch außerhalb der Natur, oder ist er nicht vielmehr ein Teil von ihr?Aber wer war zuerst da, die Natur oder der Mensch, der sich immer alles zu eigen machen will.
Bye
-John
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17.06.2006 00:01 #14Der Mensch ist ein Teil der Natur, der sich aber anmaßt, sie beherrschen zu wollen. Die Natur als solches will nicht beherrschen, sie ist nur da.
Zitat von John Robie
pere
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17.06.2006 11:46 #15
Sein oder Nichtsein
Kommen und gehen,entstehen und vergehen das ist nun mal der Lauf der Natur.
Das schafft sie auch ganz ohne Menschen wie viele,viele Beispiele in der Vergangenheit zeigen wenn wir schon beim Philosophieren sind.
Mutationen und Genveränderungen sind kein Teufelszeug sondern in der Regel ein natürlicher Vorgang.
Was sich bewährt lebt weiter,der Rest stirbt eben aus,ganz pragmatisch ausgedrückt.
So sind z.B. auch die Erreger von Pest,Cholera,Thyphus etc. entstanden.
Nicht eben toll aber doch natürlich.
Und daß ich auf solche natürlichen Segnungen teilweise ganz gerne verzichte mag man mir nachsehen.
Wer sie will kann sie gerne haben.
gruß manne
der die natur doch ein bißchen differenziert betrachtet.
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18.06.2006 16:28 #16eine abendländische Einstellung
Zitat von John Robie
niwashi, der gerade an die Indianer am Amazonas denkt
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18.06.2006 17:08 #17
Hi niwashi!
Auch. Im Koran wird ER gepriesen, da er die Erde den Gläubigen untertan gemacht hat.eine abendländische Einstellung
Ein gutes Beispiel für Verlierer im Überlebenskampf.niwashi, der gerade an die Indianer am Amazonas denkt
Bye
-John
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18.06.2006 17:12 #18ApisticusGastJohn das ist zu kurz gedacht, wer verliert wird sich erst noch rausstellen.
Zitat von John Robie
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18.06.2006 17:28 #19
Hi Manne!
Eben. Ein Zweig der Evolutionstheoretiker macht den Kunstgriff zu behaupten, der Mensch habe über seine Intelligenz die Evolution außer Kraft gesetzt, nur ein Stichwort "Gentechnik". Intelligenz ist also kein Resultat eines evolutionären Prozesses?Mutationen und Genveränderungen sind kein Teufelszeug sondern in der Regel ein natürlicher Vorgang.
Was sich bewährt lebt weiter,der Rest stirbt eben aus,ganz pragmatisch ausgedrückt.
Wenn man die Ansicht vertritt, die "Natur" (inklusive des Menschen) wurstele eh nur ein paar Hundert Millionen - meinetwegen auch einige Milliarden - Jahre herum, bis das urknallmüde System kontrahiert, dann ist die Antwort auf die Frage nach "dem Sinn des Lebens", gleich wie sie lautet, auf jeden Fall eines: trivial.
Stephen Hawking sagte mal: "Vielleicht gibt es keine Antwort auf die Frage, warum das Universum existiert. Aber wenn es eine Antwort gäbe, und wir würden sie finden, wüssten wir so viel wie Gott."
Und, da selbst kein Genie, schaue ich dann SO:
Bye
-John
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18.06.2006 21:59 #20
danke Apisticus
niwashi, der sonst nicht technophobisch ist
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18.06.2006 22:25 #21
Hi Apisticus!
Ich frage mich ohnehin, was es aus Sicht der Evolutionstheorie zu "gewinnen" gibt.John das ist zu kurz gedacht, wer verliert wird sich erst noch rausstellen.
Und zum Thema "zu kurz gedacht": Du scheinst sehr optimistische Vorstellungen zu haben, was die Dauer des Bestehens der Indianergebiete/"Reservate" angeht.
Bye
-John
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19.06.2006 09:28 #22
es geht hier weniger um das Fortbestehen der Indianerreservate (ja, um die schon auch), aber in erster Linie um die kurzsichtige Vernichtung überlebensnotwendiger Ressourcen zum Bestand unseres Planeten
höchst seriöse Info aus diversen Klimaforschungsinstituten: Gaya wird in 100 Jahren nur noch unter höchstem Kostenaufwand bewohnbar sein, von den Versicherungen gar nicht zu sprechen:
Stürme nehmen dramatisch zu (erste kleine (!) Vorboten gab´s ja letztes Jahr in den USA), dort wo Regen fällt, fällt noch (viel) mehr (z.B. Monsoon-Regionen), dort wo Trockenheit die Tagesordnung ist, wird´s noch mehr und großräumiger sein (Folge: Völkerwanderungen in vermeintlich bessere Länder);
von der allseits bekannten Erwärmung und dem damit einhergehenden Versiegen des Golfstromes erfolgt eine Abkühlung Europas - derzeit begünstigte Gebiete wie das Rheinland haben dann ein Klima wie in den Alpen; wenn die Pole und Gletscher als Klimaregulatoren abgeschmolzen sind, wird es nicht nur zu erhöhten Küstenüberschemmungen kommen, sondern auch zu einer Erwärmung des Meerwassers; Folge: Fischsterben, Hungersnöte, höhere Verdunstung und mehr Regen ... und ...
es gibt kein Zurück mehr, die von den USA propagierte "5 vor 12 - Haltung" ist in Wahrheit eine "es ist bereits 12"-Situation - jetzt rate mal, warum die sich einen Dreck um das Kyoto-Abkommen scheren (abgesehen von ihrer Dummheit):
die Auswirkungen von Abgasen bzw. deren Reduzierung dauern nicht 50 Jahre sondern mehr als das Doppelte, da sich die Atmosphäre erst wieder regenerieren muß, wenn sie denn noch kann ... man geht inzwischen von 150 bis 200 Jahren aus
das oben genannte ist nur ein minimaler Ausschnitt aus dem, was uns bzw. unsere Kindeskindergeneration erwarten wird ... und ich bin kein Pessimist, sondern Realist
niwashi, der es sich trotzdem schön macht und sich nicht ganz verrückt machen läßt
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19.06.2006 19:45 #23
Hi niwashi!
Sicher ein wichtiges Thema, aber darum ging es mir und geht es mir nicht.es geht hier weniger um das Fortbestehen der Indianerreservate (ja, um die schon auch), aber in erster Linie um die kurzsichtige Vernichtung überlebensnotwendiger Ressourcen zum Bestand unseres Planeten
Kurz und plakativ gefasst: Ich sehe den Menschen als Teil der Natur, nicht als Fremdkörper, denn er ist das Resultat natürlicher Prozesse. Der Mensch vollbringt die zweifelhafte Leistung, immer mehr Arten immer schneller zu vernichten.
Die Evolution kennt keine Reservate, sie wirkt einfach, ohne erkennbares Ziel. Der Mensch, als Produkt der Evolution, wird nicht schuldig dadurch, dass der Evolutionsprozess fortwirkt. Wenn er durch sein Handeln eines Tages selbst zum "Opfer" der Evolution werden soll, dann hat er sich als nicht anpassungsfähig genug erwiesen.
Bye
-John
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19.06.2006 21:54 #24
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Natur ist eben Natur!
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20.06.2006 07:59 #25
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@ John Robie
Kurze Anmerkung,
ich bin nicht so unbedingt bibelfest, aber das weiß ich noch:
Im 1. Buch Mose (AT) steht, dass Gott den Menschen zuletzt (am 6. Tag) schuf ...
(Wollt ich nur mal so anmerken)
Liebe Grüsse,
mucceline
(in deren Garten es beim Gießen/Sprengen gestern abend gestaubt hat ...)
P.S.: Beim googlen gefunden:
"Zuerst schuf Gott das Licht und trennte es von der Dunkelheit. So entstanden Tag und Nacht. Dann schuf er die Atmosphäre, indem er das Wasser im Meer und den Himmel trennte. Anschließend, am dritten Tag, trennte Gott das Trockene vom Wasser und füllte das trockene Land mit Pflanzen. Am vierten Tag schuf Gott die Lichter am Himmel: Sonne, Mond und Sterne. Sie sollten über die Erde leuchten und Tag und Nacht anzeigen. Danach machte Gott die Wassertiere und auch die Vögel in der Luft.
Am sechsten Tag dann schuf Gott die Landtiere und als den Höhepunkt der Schöpfung den Menschen."
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